Rosch-Hanikra

Was am Ende der steilsten Seilbahn der Welt wartet

... Israel! Und zwar im Norden des Landes, direkt an der Grenze zum Libanon. Sie soll die kürzeste und steilste Luftseilbahn der Welt sein und führt zu einem Naturwunder des Nahen Ostens: den Grotten von Rosh Hanikra.

Das Ziel liegt 48 Meter tiefer, und es wird auf so ziemlich kürzestem Weg erreicht. Mit 60 Grad Gefälle stürzt sich die kleine Seilbahn in die Tiefe – vorbei an spitzen Felsen und direkt runter zum Meer, sodass die Passagiere zwangsläufig den Atem anhalten: wegen der grandiosen Aussicht und des Furcht einflößenden Abgangs.

Gebaut wurde die Rosch-Hanikra-Seilbahn 1987, als Einseil-Pendelbahn. Da sie die steilste ihrer Art weltweit sein soll, gilt sie selbst als eine Sehenswürdigkeit.

Impressionen von der Fahrt in der Seilbahn vermittelt folgendes Youtube-Video:

Natürlich lohnt sich auch das Labyrinth der Meeresgrotten, das übrigens erst mit der Seilbahn für Touristen zugänglich wurde und zum Kibbuz Rosch Hanikra gehört. „Kopf der Felsenhöhle“ heißt das übersetzt und liegt im Norden Israels, direkt an der Grenze zum Libanon. Knapp über dem Meeresspiegel befindet sich die Talstation der Seilbahn. Von hier aus lassen sich die Grotten auf einem 400 Meter langen Fußpfad erkunden.

In den Meeresgrotten von Rosh Hanikra

Foto: getty images

Über Tausende von Jahren schufen Wasser und Stein dieses Naturwunder: Unterirdische Erschütterungen sorgten für die Risse in den Felsen, Regenwasser sickerte ein, Wellen schlugen dagegen – und mit der Zeit entstanden jene weich gerundeten Höhlen und Grotten. Tausende von Fledermäusen haben hier heute ihre Schlafstätten, Meeresschildkröten legen im Quarzsand ihre Eier ab, Robben tummeln sich im Sand.

Bekannt sind die Höhlen schon länger, touristisch erschlossen wurden sie aber erst nach der israelischen Unabhängigkeit. Heute lebt der Kibbutz Rosch Hanikra fast ausschließlich vom Geschäft mit den Urlaubern. Deren berühmtester Einwohner übrigens: Sacha Baron-Cohen, besser bekannt als Borat. Für eine kurze Zeit arbeitete er hier als Freiwilliger.

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