Schlafen unter Wasser

Die 7 schönsten U-Hotels der Welt

Aufs Meer gucken kann jeder, der sich bei der Zimmersuche ein bisschen anstrengt. Aber viel spannender ist doch, nicht nur drauf, sondern direkt hineinzugucken – in die Unterwasserwelt der Ozeane. TRAVELBOOK zeigt die schönsten Unterwasserhotels der Welt.

1. Florida: Das erste seiner Art

Es war das erste Unterwasserhotel der Welt – eröffnet im Jahr 1986 in Key Largo, Florida – und wurde nach Jules Verne benannt. Denn der schrieb einst den Roman 20.000 Meilen unter dem Meer, auf den man damit anspielt. Nun, so tief liegt die Jules Undersea Lodge zwar nicht im Wasser, aber immerhin 21 Fuß, also gut neun Meter. Das heißt: Hier kommt nur rein, wer wirklich tauchen kann. Installiert wurde es in einer ehemaligen Forschungsstation, bietet Platz für zwei bis sechs Personen und verfügt über sämtlichen Komfort, den man in einem Hotelzimmer erwartet: Klima-Anlage, Warmwasser-Dusche, Stereoanlage etc. Sogar die Pizza kommt frei Haus – oder wahlweise der Küchenchef mit seinen Kreationen. Kosten pro Nacht und Paar etwa 730 Euro, das Romantikpaket 1300 Euro. Achja, wer nicht tauchen kann, bucht einfach den dreistündigen Crashkurs dazu und – taucht dann ab.

Kein Traum: Der Taucher schwimmt tatsächlich direkt am Bett vorbei

Foto: Corbis


2. schweden: Mitten im See

Zehn Minuten dauert die Fahrt auf dem Mälarensee, dem drittgrößten in Schweden. Dann hält das Boot vor einem roten Holzhaus mit weißem Giebel, das ganz einsam mitten im See ankert, und lässt die Gäste von Bord. Willkommen im Utter Inn! Zu deutsch etwa „Otterhaus“, der ungewöhnlichen Neuinterpretation des schwedischen Traums vom Sommerhaus auf einer Insel, denn: Dieses Haus ist selbst eine Insel. Und nicht nur das, eine Art U-Boot ist es eigentlich auch. Denn drei Meter unter der Wasseroberfläche betten sich die Gäste in einer Schlafkoje, unter Fenstern zum Fisch. Kostenpunkt: etwa 210 Euro für zwei Personen. Das Utter Inn war ursprünglich als temporäre Kunstinstallation gedacht. Aber das ist 15 Jahre her – und das U-Hotel im See inzwischen ständig ausgebucht.

Ein Häuschen mitten im See: das Utter Inn

Foto: tripadvisor


3. Pemba: Aquarium andersrum

Für ein Hotelzimmer unter Wasser ist die Insel Pemba, 60 Kilometer nördlich von Sansibar, ein idealer Ort: Denn Pemba ist ein Eldorado für Taucher. Der Fischreichtum ist ungewöhnlich, die Korallenriffe sind so üppig wie unberührt – und der Tourismus noch so wenig entwickelt, dass man keine Angst haben muss, dass neugierige Touristen um das Schlafzimmer schnorcheln. Die schwimmende Insel mit dem etwas anderen Meerblick gehört zum Manta Resort und ist ein exklusives Vergnügen: Etwa 1115 Euro kostet die Nacht für zwei. Dafür schaut man vom Bett auf Papageienfische und Meeresschildkröten, sieht Seesterne und Korallen, vielleicht sogar einen Hammerhai oder Riesenbarsch – und schläft wie eine Meerjungfrau.

Oben Terrasse, unten U-Bett: Unterwasserzimmer im Manta Resort

Foto: The Manta Resort

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4. Singapur: im größten Aquarium

43 Millionen Liter Wasser, 100.000 Meerestiere und die größte Acrylscheibe der Welt – das Aquarium im Resort World Sentosa in Singapur, entstanden auf einer ehemaligen Militärbasis, die seit einigen Jahren zu einem großen Multi-Millionen-Dollar-Spaßareal ausgebaut wird, ist reich an Superlativen und laut Betreiber: das größte der Welt. Besichtigen kann man es für 22 Euro vom S.E.A. Aquarium aus, oder für 1400 Euro von einer der elf Suiten des Equarius Hotels. Letzteres hat den Vorteil, dass man sich nicht mit Hunderten anderen vor der Scheibe drängelt, sondern den Blick auf Mantarochen und Zackenbarsch ganz für sich hat. Und das sogar im Bett und in der Badewanne.

Baden mit Rochen: Im Equarius Hotel in Singapur

Foto: Equarius Hotel Singapur

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5. Karibik: Abtauchen im Love-Boat

How deep is your love? Das ist hier die Frage. Und die andere: Wie dick ist dein Konto? Wenn die Liebe bis 200 Meter unter dem Meeresspiegel reicht und sich auf der Bank ohnehin gerade 211.000 Euro langweilen, dann buche man beim britischen Luxus-Reiseveranstalter Oliver's Travels eine romantische Nacht im „Mile-Low Club“, heißt: auf einem luxuriös ausgestatteten U-Boot, das wahlweise in der Karibik oder im roten Meer auftaucht – und ganz auf Liebe eingestellt ist: Ein aphrodisierendes Menü mit Austern und Kaviar ist zum Beispiel inklusive. Die Flüge zum U-Boot sind es allerdings nicht.

Zugegeben, nicht wirklich ein Hotel: das Love-U-Boot

Foto: Cow PR/Oliver's Travels

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6. Dubai: Überall Fisch

Es ist das erste Hotel auf der künstlichen Inselpalme vor Dubai und wartet, wie für das Emirat üblich, mit allerlei Superlativen auf: das Atlantis The Palm in Dubai. Spektakulär sind vor allem die beiden Unterwasser-Suiten, von denen man direkt in das 11-Millionen-Liter-Aquarium blickt: durch 77 Zentimeter dicke Acrylglas-Scheiben und auf eine zufällige Auswahl aus insgesamt 65.000 Fischen. 220 Kilo Futter brauchen Rochen & Co. übrigens pro Tag. Wenn auch die Gäste Hunger haben, serviert der persönliche Butler gern Scampis im Tempurateig. Und wollen die Herrschaften ihre herrliche Suite doch einmal verlassen, dann speisen sie am besten im hoteleigenen Ossiano. Denn hier kommt der Fisch nicht nur auf den Tisch, sondern umschwärmt auch die Gäste. Hinter Glas, natürlich.

Unterwassersuite im Atlantis The Palm

Foto: The Palm Atlantis


7. Fidschi: Ein Luftschloss unter Wasser

Dieses Hotel ist der BER unter den Unterwasserhotels: Gebaut wird seit 2001 auf einer Privatinsel im nordöstlichen Fidschiarchipel, eröffnet werden sollten die Poseidon Undersea Resorts 2008, aber bis heute geschah: nichts. Man arbeite an der Sicherheit, heißt es von den Betreibern. Was jedoch schon wunderbar funktioniert: die Werbetrommel. Die Bilder von dem ersten komplett unter Wasser liegenden Hotel ploppen regelmäßig im Netz auf, werden bestaunt und bewundert – und vermitteln die Illusion, man könnte die 23 Luxussuiten schon buchen. 150.000 Reservierungen – 24.000 Euro pro Woche und Paar – gingen denn auch schon ein, dabei können pro Jahr gerade mal 7.200 realisiert werden. Das Hotel ist also jetzt schon zu klein, obwohl es noch gar nicht fertig ist. Womit wir mal wieder beim BER wären.

So könnte es aussehen: das Poseidon Resort auf Fidschi

Foto: Poseidon Undersea Resorts

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