Skeleton Lake

Dieser Bergsee birgt ein grausiges Geheimnis

Der Skeleton Lake oder auch Mystery Lake im indischen Teil des Himalaya-Gebirges ist ein Ort des Schreckens: In ihm und rund um ihn herum liegen zahllose Skelette. Wissenschaftler haben den Ort untersucht – und eine überraschende Erklärung dafür gefunden, warum hier so viele Menschen offenbar alle zur selben Zeit starben.

Es ist das Jahr 1942, als ein britischer Forstbeamter im indischen Roopkund eine grausige Entdeckung macht: Es ist die Zeit des Zweiten Weltkrieges, und deshalb alarmiert der Mann die britische Regierung. Man fürchtet zunächst, bei den Skeletten könnte es sich um Überreste von japanischen Soldaten handeln, die hier vermeintlich eine Invasion versucht hatten.

Ein Team von Gutachtern stellt jedoch schnell fest, dass es sich bei dem Fund keineswegs um die Knochen von Japanern handelt – die Skelette sind etwa 1200 Jahre alt. Nun beginnt das Rätselraten: Warum liegen sie alle gerade hier, und woran könnten all diese Menschen gestorben sein? Man vermutet, berichtet unter anderem die „Daily Mail“, eine mögliche Epidemie oder einen Erdrutsch – und schließt auch einen gewaltsamen Tod nicht aus.

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Menschliche Überreste finden sich überall im und rund um den Skeleton Lake im indischen Roopkund. Ursprünglich glaubte man, die sterblichen Überreste gehörten japanischen Soldaten aus dem Zweiten Weltkrieg, doch sie sind viel älter.

Foto: Wikimedia Commons/Schwiki/CC BY-SA 4.0

Alle starben in folge von Kopfverletzungen

DNA-Untersuchungen ergeben, dass die Toten zwei Gruppen angehörten: Einer größeren Familie und einer Gruppe Einheimischer, die wahrscheinlich als Führer und Träger angestellt waren. Gefundene Artefakte wie Speere oder Ringen deuten darauf hin, dass es sich bei der Gruppe um Pilger gehandelt haben könnte. Doch dann wird es mysteriös: Man stellt fest, dass alle Opfer auf die gleiche Weise gestorben sind, nämlich durch Schläge auf den Kopf – oder besser gesagt Einschläge.

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Denn zunächst glauben die Wissenschaftler an Tod durch Gewaltanwendung, doch die wirkliche Erklärung kommt erst 2004 ans Tageslicht, als eine Expedition zu dem Ort reist. Die unglaubliche Ursache: Die Wissenschaftler glauben, dass all die Menschen, deren Skelette zum Teil noch heute in oder um den Gebirgssee liegen, durch einen heftigen Hagelsturm ums Leben gekommen sind. Die Hagelkörner hätten dabei laut der Webseite „Atlas Obscura“ einen Durchmesser von 23 Zentimetern gehabt.

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Der Skeleton Lake ist über eine weiten Zeitraum des Jahres mit Eis bedeckt. Wenn es taut, gibt der See sein grausiges Geheimnis frei.

Foto: Wikimedia Commons/Schwiki/CC BY-SA 4.0

Eine Legende erzählt von einem Hagelsturm

Die runden Eindellungen an den Knochen, die nur im Bereich von Kopf und Oberkörper der Opfer gefunden wurden, schrieben die Wissenschaftler ebenfalls dem verheernden Hagel zu. Das würde auch eine Legende erklären, die laut „Atlas Obscura“ seit Jahrhunderten bei Menschen in der Region besteht: Demnach soll eine weibliche Gottheit über das unbefugte Betreten ihres Refugiums durch Fremde so erbost gewesen sein, dass sie die Eindringlinge mittels eines Hagelsturms tötete.

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