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Die besten Reisetipps für Brasilien

Copacabana, Caipirinha, Carnaval – wer an Brasilien denkt, hat ganz bestimmte Bilder vor Augen, hat Samba im Ohr und den Geschmack von Limetten auf der Zunge. Kaum ein Land spricht spontan so viele Sinne an, lockt so sehr mit seinen erotischen und landschaftlichen Reizen wie der grüne Riese in Südamerika.

Cornelia Tomerius Von Cornelia Tomerius

Dabei ist Brasilien nicht nur Klischee, sondern vor allem Kontrast: zwischen den Nobel-Hotels am Strand und den Favelas auf den Hügeln, zwischen der Freundlichkeit ihrer Menschen bis zum Gewaltpotential der Drogenbanden, zwischen den Bergen im Süden und den Dünen im Norden.

Doch spätestens am Strand verschwimmen alle Unterschiede, liegen Arme neben Reichen, Einheimische neben Touristen, Hell- neben Dunkelhäutigen. Der Strand gilt als Brasiliens demokratischster aller Orte – und den Reisenden ohnehin: als Paradies.

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MEIN TIPP

Die „Rota das Emoções“ verbindet die weiten Dünen Maranhãos mit dem legendären Strand von Jericoacoara – und macht ihrem Namen alle Ehre: Es ist tatsächlich eine Route der Emotionen. Erster Stopp: Lençóis Maranhenses, die „Bettlaken“ von Maranhão. Dünen bis zum Horizont, strahlend weiß, unterbrochen hier und da von dem Blau der Seen. Eine unwirkliche Naturschönheit, vom Wind zusammengeweht, vom Regen mit Wasser gefüllt.

Ewig möchte man durch den Sand stapfen, Dünen hochklettern und wieder herunterrutschen, ins Wasser springen und sich dort treiben lassen. Und theoretisch könnte man es auch: Bis zu 40 Kilometer ziehen sich die Dünen vom Meer ins Hinterland, 155.000 Hektar Sandberge wurden 1981 zum Nationalpark erklärt. Und wenn die Gefühle einmal das Kommando übernommen haben auf der „Rota das Emoções“, ist man fast geneigt, einfach länger zu bleiben, vielleicht sogar für immer – der zuvor rational kalkulierten Reiseplanung zum Trotz.

Breiter als die Victoria-Fälle und höher als die Niagara-Fälle: Foz do Iguaçu – zu Deutsch: Mündung des Großen Wassers – wartet mit insgesamt 275 Wasserfällen auf, die sich über eine Breite von 3 Kilometern erstrecken

WUSSTEN SIE, DASS...

... es in Rio im Jahr 1947 einen Anti-Bikini-Verein gab? Noch 1961 ließ Brasiliens Präsident Janio Quadros den Bikini verbieten.

... der brasilianische Schönheitsmarkt nur noch hinter den USA und Japan liegt? Seit 2010 kann man die Kosten für die meisten plastischen chirurgischen Eingriffe, auch medizinisch nicht notwendige, von der Steuer absetzen.

... vieles, wofür wir Brasilien kennen und lieben, einst ein Diktator zur Nationalkultur erklärt hat? Getúlio Vargas war es, der die brasilianische Identität in den 1940er-Jahren definierte – zum Beispiel über den Samba, den Fußball und die Feijoada, den deftigen Bohneneintopf.

... um die Zusammensetzung der Kautschuksohle der Havaianas so ein Geheimnis gemacht wie um das von Coca Cola oder Nutella? Die brasilianische Gummisandale wurde 1962 erfunden und galt als „Sandale der Armen“. Ihr ohnehin niedriger Preis wurde in den 1980ern von der Regierung sogar kontrolliert, so wie der von Reis und Bohnen und anderen Waren des täglichen Bedarfs. In den 1990ern wurde die Schlappe schließlich hipp – erst in Brasilien, bald auf der ganzen Welt.

... die erste Favela Brasiliens in Rio entstand? Ehemalige Rekruten des großen Canudos-Feldzugs von 1897 ließen sich auf einem Hügel Rios nieder und benannten ihn nach einer Anhöhe in Bahia: Alto da Favela. Favela wiederum heißt eine dornige Pflanze, die dort wuchs.

... der Strand in Brasilien ein öffentliches Gebiet ist und für alle zugänglich sein muss? Laut einem Gesetz von 1831 gilt das für den Streifen von 33 Metern landeinwärts – und zwar auch für Hotelstrände oder auf Privatinseln. Einzige Ausnahme: Marinegebiet.

... Brasilien nach Nigeria die zweitgrößte dunkelhäutige Bevölkerung der Welt hat?

... es in São Paulo wohl das beste Sushi außerhalb Japans gibt? Vor mehr als hundert Jahren wanderten die ersten Japaner nach Brasilien ein, heute sind 1,5 Millionen Brasilianer japanischer Abstammung. Das Viertel Liberdade in São Paulo gilt als das Zentrum japanischer Kultur in Brasilien.

... Brasilien laut Umfragen zu den Ländern gehört, die am meisten Zeit für Sex verwenden? Der Gesundheitsminister José Gomes empfahl sogar Geschlechtsverkehr gegen Bluthochdruck, Diabetes und Cholesterin.

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BLOSS NICHT...

... wunschlos nach Salvador de Bahia fahren. Denn kaum ist man da, wird einem schon ein buntes Bändchen um das Handgelenk gebunden, die sogenannte „fitinha“ – und zwar mit genau drei Knoten, wobei jeder für einen Wunsch steht, den man in diesem Moment für sich formulieren sollte. Wer dann keinen hat, steht dumm da. In Erfüllung gehen die Wünsche allerdings erst, wenn sich das Band von selbst vom Handgelenk löst. Und das kann eine Weile dauern.

... gleich aufgeben, sollte es mal schwierig werden. In Brasilien gibt es nämlich immer einen „jeitinho“, einen Ausweg – nicht immer legal, zuweilen listig, immer aber: typisch brasilianisch.

... die Sicherheitshinweise in Ihren Reiseführern ignorieren. Trotz vieler Verbesserungen in den letzten Jahren ist Kriminalität nach wie vor ein großes Problem in Brasilien. Am besten nie viel Bargeld mitnehmen und Kreditkarten und Schmuck im Hotelsafe lassen.

... die Sicherheitshinweise in Ihren Reiseführern ignorieren. Trotz vieler Verbesserungen in den letzten Jahren ist Kriminalität nach wie vor ein großes Problem in Brasilien. Am besten nie viel Bargeld mitnehmen und Kreditkarten und Schmuck im Hotelsafe lassen.

... unaufmerksam durch Brasília bewegen. So schön die Gebäude von Oscar Niemeyer auch sind: immer auch auf die Straße achten! Denn diese Stadt wurde nun mal nicht unbedingt für Fußgänger, sondern in erster Linie für Autofahrer gebaut – und die geben hier ordentlich Gas, Zebrastreifen werden in der Regel ignoriert.

... am Strand auf das Bikini-Oberteil verzichten. Brasilianerinnen stehen zwar auf knappe Bademode, aber oben ohne gilt außerhalb der Karnevalssaison als Erregung öffentlichen Ärgernisses.

VERANSTALTUNGEN

Festa de Yemanjá (traditionelles Fest): am 2. Februar
Karneval: im Februar in Sao Paulo
Junifeste (traditionelle Feste): in Caruaru und Campina Grande vom 1. Juni bis 29. Juni

SPRACHFÜHRER

Deutsch: Portugiesisch
Hallo/Guten Tag: Olá!
Auf Wiedersehen: Adeus, até logo/Tchau
Ja/Nein: Sim/Não
Bitte/Danke: De nada/Obrigado (als Frau: Obrigada)
Ich heiße…: Eu chamo-me...
Hilfe!: Socorro!
Ich spreche kein Portugiesisch: Eu não falo português
Die Rechnung, bitte: A conta por favor
Was kostet…?: Quanto custa...?
Prost!: Saúde!
Entschuldigung: Desculpe
Eins/Zwei/Drei: Um/Dois/Três

FEIERTAGE

Neujahrstag: 1. Januar
Ostern: März oder April
Gedenktag für Joaquim José da Silva Xavier: 21. April
Tag der Arbeit: 1. Mai
Fronleichnam: Ende Mai
Unabhängigkeitstag: 7. September
Nossa Senhora Aparecida: 12. Oktober
Allerseelen: 2. November
Tag der Republik: 15. November
Weihnachten: 25. Dezember

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