Von Ilhabela bis Wharariki

TRAVELBOOK-Redakteure verraten ihre Lieblingsorte

Es war gar nicht so leicht, die drei schönsten Lieblingsorte benennen zu können. Schließlich ändert sich die kleine Liste stetig – mit jeder großen und kleinen Reise, mit jedem neuen Ort, den man sich entdeckt. Trotzdem: Die TRAVELBOOK-Redakteure verraten sie, ihre drei Lieblingsziele: Natur, Großstadt, Strand, Tier-Erlebnisse – es ist alles dabei.

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Angelika Pickardt

1. Seychellen

Menschenleer wie hier auf den Seychellen – so wünscht man sich doch eigentlich seinen Traumstrand

Foto: Getty Images

Wie viele andere dachte auch ich, auf den Seychellen gebe es nur 5-Sterne-Hotels und Luxus-Resorts für Honeymooner. Weit gefehlt! Auf den paradiesisch schönen Inseln mitten im Indischen Ozean kann man auch in weniger teuren Hotels und sogar in günstigen Guesthouses übernachten (ab 55 Euro pro Nacht). Zudem kann man auf den Seychellen weit mehr erleben als nur an einem der Traumstrände abzuhängen. Schnorcheln und Tauchen natürlich, aber einige der Inseln eignen sich zum Beispiel auch perfekt zum Wandern und Radfahren.

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2. Istrien

Die St.-Euphemia-Kirche steht in Rovinj, im Westen Istriens

Foto: Getty Images

Die kroatische Region, die Deutschland am nächsten ist, hat mich wirklich begeistert, und man sollte sie unbedingt bald besuchen, denn noch sind die Preise bezahlbar. An der Küste reihen sich idyllische Hafenstädtchen mit venezianischer Architektur, dazwischen finden sich zahlreiche Buchten, Halbinseln und Inseln, und das Hinterland wartet mit endlosen Olivenhainen, markanten Bergdörfern und malerischen Weingütern auf. Auch das Essen in Istrien ist ein Traum, es gibt viel fangfrischen Fisch.

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3. Äolische Inseln

Wer Sizilien besucht, sollte sich einen Besuch der kleinen Schwesterinseln im Norden nicht entgehen lassen: Die der Küste vorgelagerten Isole Eolie (dt. „Inseln des Windes“) sind noch ein echter Geheimtipp. Und weil keine Insel der anderen gleicht, sollte man sie einfach alle beim Inselhopping besuchen. Winzige Buchten, autofreie Gässchen und brodelnde Vulkankrater machen Stromboli, Lipari, Vulcano, Panarea & Co. zum perfekten Ziel für Individualisten und Abenteurer.

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Louisa Wittek

1. Helsinki

Ich habe ein Semester in Helsinki gelebt und die Stadt lieben gelernt. Die finnische Metropole ist auf den ersten Blick vielleicht nicht unbedingt schön, hat aber einen Charme, der weit über ihre grauen Bauten hinausgeht. Dafür sind vor allem die Finnen verantwortlich: freundlich, aber nicht aufdringlich. Interessiert, aber niemals wertend.

#finland #helsinki #helsinkistreets

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Für die abendlichen Stunden kann ich Harry’s Bar empfehlen. Ich finde, dass diese Bar die Coolness der meisten Berliner Bars bei Weitem übertrifft. Harry’s Bar erinnert viel mehr an eine verstaubte Eck-Kneipe mit dem typischen finnischen Charme. Betrunken ist hier jeder, gut gelaunt vielleicht die Hälfte, unfreundlich aber niemand.

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2. Wharariki Beach in Neuseeland

Ganz im Norden der Südinsel Neuseelands liegt etwas versteckt der Wharariki Beach. Der Strand verbindet wirklich alles, was man sich wünschen kann. Riesige Dünen, ein ewig langer Sandstrand, metergroße Steine, in denen sich die verschiedensten Meeresbewohner eingenistet haben und das Beste: Babyrobben, deren Neugierde sie fast handzahm werden lässt. Andere Reisende habe ich hingegen kaum getroffen.

Da steht ein Pferd vor der Tür...

Foto: Louisa Wittek

Auf dem einzigen Campingplatz in der Nähe des Strandes erlebte ich nach einer windigen Nacht dann die nächste Überraschung: Zwei Pferde, die frei auf dem Campingplatz lebten, weckten mich durch das Fenster im Auto, in dem ich schlief. Ich bin selten so schön geweckt worden.

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3. Irgendwo im Nirgendwo in Norwegen

Dass in Norwegen das Jedermannsrecht gilt, ist wohl einer der Gründe, weshalb ich vor einigen Jahren dort wandern gegangen bin. Nur mit Zelt, Karte und Lebensmittel für die nächsten zehn Tage bin ich mit meinem Freund mit dem Zug nach Finse gefahren, um von dort aus die Natur Norwegens zu erkunden.

Auf diesem Bild kann man die Ruhe förmlich sehen

Foto: Louisa Wittek

Noch im Zug fragte uns die Schaffnerin: „Es ist kalt in Finse. Sind Sie richtig vorbereitet?“ Später stellte sich heraus: Wir waren es nicht. Die erste Nacht verbrachten wir wider Erwarten im Schneeregen mit mittelmäßigen Schlafsäcken und Steinen unter dem Zelt. Gemütlich war das nicht. Dafür aber abenteuerlich. Was eigentlich auch viel besser ist. Nach zwei Tagen Regen und Schnee besserte sich dann auch das Wetter und wir konnten unser kleines Abenteuer bei angenehmeren Temperaturen fortsetzen. Wer möglichst nahe an das Gefühl absoluter Freiheit kommen will und mal Abstand vom Alltag haben möchte, ist in Norwegens rauer Natur genau richtig.

Morgane Llanque

1. Die Ilhabela, Brasilien

Ich würde nie behaupten, dass die Ilhabela die schönste Insel Brasiliens ist – dafür gibt es zu viele davon. Aber sie ist definitiv meine Lieblingsinsel. Vor der Costa Verde, etwa drei Stunden von São Paulo entfernt, liegt sie stolz im Atlantischen Ozean: Einsame Traumstrände ohne Strom liegen vor leuchtend grünen Regenwäldern, es gibt gemütliche, billige Pousadas, ein fröhliches Zentrum und wohin das Auge sieht: atemberaubende Natur. Nicht ohne Grund ist sie daher zwar ein Lieblingsziel der Bewohner São Paulos, die internationalen Touristen haben sie aber noch nicht überflutet.

Schon auf der Überfahrt von São Sebastião kommt jedes mal eine Partystimmung auf, die ansteckend ist. Die Paulistas steigen aus ihren Autos, machen Musik an und feiern ihr freies Wochenende, während man den Bergen der Insel über das türkisblaue Wasser hinweg näher kommt. Vor Ort kann man tauchen gehen und die versunkenen Schiffe vor der Küste erkunden, etwa das Wrack der Príncipe de Asturias, den Dschungel der Insel mit einem Jeep entdecken oder einfach nur in einer Hängematte am Strand entspannen. Am besten mit einem frischen, eisgekühlten Suco de Melancia (Wassermelonensaft) in der Hand.

2. Canal Saint-Martin, Paris

Wundervolle Stimmung am Abend in Paris

Foto: dpa picture alliance

Auf den ersten Blick wirkt der von großen Kastanien gesäumte Canal Saint-Martin eher so, als befände man sich in Amsterdam oder London als im eleganten Paris. Doch er ist eines der unverwechselbaren Zentren des Pariser Studentenlebens. Egal ob man über eine der lindgrünen Brücken spaziert und wie Amélie Poulain Steinchen über das Wasser springen lässt, ob man in einem der verspielten Cafés und Fusion-Restaurants vor sich hin schlemmt oder verträumt die verschiedenen Architektur-Stile bewundert, die sich hier dicht an dicht aneinanderreihen: Der Kanal ist lebendig, aufregend und lockt Pariser aus der ganzen Stadt her.

Tagsüber gibt es eine schwimmende Bücherei, eine stillgelegte Zugstrecke voller Graffiti, den Vergnügungspark Parc de la Villette und die „Stadt der Musik“ am Ende des Kanals zu bewundern. Nachts, wenn der Kanal bunt beleuchtet wird, tanzt man in einem Klub, der ins Wasser hineinragt. Für mich ist der Canal Saint-Martin ein ganz besonderer Ort in Paris, der sich der Hektik der Stadt entzieht und bei jeder Erkundungstour etwas Neues zu bieten hat.

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3. Der ägyptische Nil

Der Nil ist ein Fluss, an dem und auf dem zu weiten Strecken die Zeit stehen geblieben ist. Am besten erkundet man ihn in Ägypten in einer Felukke, einem traditionellen ägyptischen Boot. Die schönste Strecke führt wohl von Esra nach Assuan, vorbei an uralten Tempeln, modernen Städten und Staudämmen, Bananenstaudenwäldern, Palmen, Moscheen und Wracks von Kolonialschiffen. Den Nil entlangzufahren, ist wie eine Zeitreise durch die Geschichte des Landes zu unternehmen: Man sieht die imposanten Ruinen aus der Zeit der Pharaonen und die Vermischung der arabischen, französischen und englischen Kultur an sich vorüberziehen.

Begleitet wird man auf seiner Reise, egal ob man sich auf einem luxuriösen Schiff oder einem kleinen Boot befindet, von Dutzenden von weißen Ibis-Vögeln. Für mich war die Erkundung des Nils ein herrliches Abenteuer und hat den Fluss zu einem meiner Lieblingsorte gemacht. Ein Traum wäre es, ihn einmal ganz abzufahren.

Julie Huehnken

1. Lake Atitlán, Guatemala

Paisajes que enamoran! El lago más bello del mundo en todo su esplendor!

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Die gesamte Region rund um den Lake Atitlán ist landschaftlich und atmosphärisch einmalig. Der See ist umgeben von drei Vulkanen, und nirgends zuvor habe ich eine solche Ruhe und harmonische Stimmung erlebt. Wer also abschalten und vom Rest der Welt nichts mitbekommen möchte, sollte sich unbedingt einmal an den zweitgrößten See Guatemalas begeben. Besonders empfehlenswert ist eine Bootfahrt. Zum einen, um mal eine andere Perspektive auf den See zu bekommen und zum anderen, um auch mal an einem anderen Ufer die schöne Umgebung zu erkunden – oder an einem Seil wie Tarzan ins Wasser zu springen.

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2. Sa Pa in Vietnam

Sa Pa gehört für mich ohne Frage zu den Highlights einer jeden Vietnam Reise. Die Region im Nordwesten des Landes ist für alle Wanderfans ein absolutes Muss. Landschaftlich wirkt die Region fast mystisch.

In der Bergregion, die direkt an China grenzt, spielt das Wetter manchmal herrlich verrückt: Es ist nicht ungewöhnlich, dass man einen Tag strahlende Sonne genießt, es am nächsten Tag aber plötzlich zehn Grad kühler ist und der Nebel extrem tief hängt. Gerade das macht die wunderschöne Berglandschaft allerdings so außergewöhnlich.

Auch für begeisterte Foto-Fans ist Sa Pa eine traumhafte Location. Für diesen Ausflug sollte man sich unbedingt mindestens zwei Tage Zeit nehmen, denn neben der schönen Landschaft gibt es noch weitere Highlights, wie zum Beispiel die Ureinwohner in den Bergen.

3. Brasilien

Der Cristo Redentor ist eines der Wahrzeichen von Rio de Janeiro, im Hintergrund ist der Zuckerhut zu sehen

Foto: Getty Images

Nach Brasilien möchte ich am liebsten immer wieder zurück. Saudade – zu Deutsch: Sehnsucht. Das ist das Gefühl, was man nicht wieder los wird, wenn man einmal Brasilien erlebt hat. Rio de Janeiro sollte da schon der erste Stopp sein, denn für mich ist die Cidade maravilhosa, die wunderbare Stadt, wie sie auch genannt wird, tatsächlich eine der schönsten Metropolen der Welt. So viel Energie und Lebensfreude. Dort schwingt sogar der größte Tanzmuffel mal seine Hüften.

Von Rio aus dann Richtung Süden, immer entlang der Costa Verde – eine Busfahrt, die sich wirklich lohnt, denn die knapp 600 Kilometer lange „Grüne Küste“ ist gespickt mit paradiesischen Stränden und süßen kleinen Fischerdörfern.

Wer noch Zeit hat, sollte einen Abstecher auf die Insel Santa Catarina machen, die Teil der Gemeinde Florianópolis ist und sich an der südbrasilianischen Küste befindet. Traumhafte Strände, super Surfspots, gute Partys, aber auch ruhige und verlassene Ecken. Mit Sicherheit für jeden Geschmack was dabei.

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Nuno Alves

1. Arraial d’Ajuda, Bahia, Brasilien

Südlich vom Campo Bahia, dem Quartier der deutschen Fußball-Nationalmannschaft bei der WM 2014, gibt es einen kleinen Ort, wie er paradiesischer kaum sein könnte: Arraial d’Ajuda. Hier führt die von kleinen Bars, Galerien, Restaurants und Shops gesäumte Rua do Mucugê, von einigen auch die „charmanteste Straße Brasiliens“ genannt, direkt an einen tropischen Bilderbuchstrand.

Für mich einer der schönsten an der Costa do Descobrimento, der Entdeckerküste, im Nordosten Brasiliens. Es waren vor allem Hippies und Aussteiger, die den Ort für sich entdeckten und ihn über die Jahre erschlossen. Ein Italiener, der sich mit seiner Familie niedergelassen hatte, beschrieb mir den Alltag seines sechjährigen Sohnes: „Nach der Schule kommt er mit seinen Freunden an Strand – und dann spielen sie den ganzen Tag im Wasser.“

Hotel-Hochhäuser gibt es zum Glück nicht, stattdessen bietet Arraial d’Ajuda zahlreiche individuelle und nachhaltig betriebene Pousadas.

Gerade Brasilien-Urlauber, die von der Unübersichtlichkeit großer Städte wie Rio, Recife oder Salvador abgeschreckt sind, werden sich hier wohlfühlen. Arraial d'Ajuda scheint weit weg von allem – und bietet trotzdem eine gute Infrastruktur. Und wer nach ein paar Tagen dann doch Abwechslung vom Paradies braucht, findet nur sieben Kilometer weiter am Strand ein anderes: im schönen Örtchen Trancoso...

2. Nationalpark Peneda-Gerês (Grenze Portugal/Spanien im Norden)

Relax ....😎👌

Ein Beitrag geteilt von alexsandra.silva@live.com.pt (@alexsandra.silvalive.com.pt) am

Ein wenig verwundert es schon, dass es immer noch vergleichsweise wenige Urlauber aus dem Ausland in den Gerês verschlägt. Das mag wohl auch daran liegen, dass die Portugiesen kaum für ihren einzigen Nationalpark des Landes werben, der sich an der nördlichen Grenze zu Spanien erstreckt – natürlich auch, weil dieses Naturparadies geschützt werden will. Von den Bergen fließt, teils in Kaskaden, das Quellwasser herab und bildet mancherorts kleine Lagunen, in denen schwimmen kann, wer die Mühen auf sich nimmt, zu ihnen abzusteigen.

Seit meiner Kindheit kehre ich immer wieder an diesen Ort zurück, der mein Bild einer perfekten Natur geprägt hat.

Wer nach dem ehemaligen Grenzposten Portela do Homem auf der spanischen Seite noch ein paar Kilometer fährt – oder wandert –, kommt nach Torneros, wo man in heiße Thermalquellen baden kann.

3. Thong Nai Pan Noi/Yai, Koh Phangan, Thailand

Ganz so ab vom Schuss wie einst sind die beiden Buchten Thong Nai Pan Noi und Thong Nai Pa Yai im Nordosten der Insel zwar nicht mehr – mittlerweile gibt es eine echte Straße dorthin –, aber die Strände zählen noch immer zu den schönsten von Koh Phangan. Hier findet man gemütliche Bungalows zum Mieten, nette Strandbars und Restaurants. In der Nebensaison hat man mit etwas Glück auch ganze Strandabschnitte für sich allein. Ein Ort, um tagelang nur eines zu tun: nichts, außer zu entspannen. Ich hatte beim Auschecken aus der Hütte tatsächlich eine kurze Diskussion, weil ich fest der Überzeugung war, es seien nur vier Nächte gewesen. Dabei waren es: sechs. Ich hatte komplett das Gefühl für die Zeit vergessen.

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Robin Hartmann

1. Berlin, Glienicker See

#justchillin#havefun#bros#glienickersee

Ein Beitrag geteilt von Fabien W. (@fabmauhen) am

Der See, an dem ich aufgewachsen bin, ist bis heute nachweislich das sauberste Badegewässer der ganzen Stadt. Ideal, um alte Freunde zu treffen und neue zu machen. Der See ist einerseits ideal zum schwimmen, aber auch zum Bootfahren und Angeln, und in seiner Mitte gibt es eine wunderbare kleine Insel mit einem Schwungseil zum Ins-Wasser-Springen.

Als Kind und Jugendlicher habe ich hier komplette Sommer verbracht und die Städter belächelt, die zwar immer über Kladow die Nase rümpfen, doch bei gutem Wetter alle trotzdem an unsere Badeseen kommen. Zahlreiche legendäre Grillabende und Partys haben hier stattgefunden, und es ist immer lustig, die Taucher zu beobachten, die in dem See trainieren. Freundschaften und Beziehungen sind an diesem See entstanden, und nicht zuletzt wohnen die besten Menschen der Welt gleich um die Ecke, nämlich meine lieben Eltern.

2. Cartagena de las Indias, Kolumbien

Das historische Stadtzentrum von Cartagena gehört seit 1984 zum Unesco-Weltkulturerbe

Foto: Getty Images

Unter allen Städten, die ich in Südamerika besucht habe mein Lieblingsort. Hier herrscht einfach ein ganz bestimmtes magisches, karibisches Flair, die Tage sind heiß, die Nächte lang bis endlos und die Reisenden aus aller Welt locker und in der Stimmung, jeden Fremden als neuen besten Freund zu akzeptieren. Die Fiestas de la Independencia im Gedenken an die Unabhängigkeit von Spanien sind ein mehrtägiges rauschendes Fest, und die Frauen hier mit die Schönsten, die ich je gesehen habe.

Zu jeder Zeit ist hier etwas los, die Graffiti- und Kunstszene ist kreativ und wild, und das Havana ist die wohl authentischste und beste Tanzbar mit Livemusik, die ich je besucht habe – wer sich hier nicht Salsa tanzen beibringen lässt, ist selbst schuld. Mit dem Archipelago Rasario, dem Playa Blanca und dem Totumo-Vulkan gibt es hier auch einige Naturhighlights, doch vor allem das bunte und quirlige Flair der kolonialen Altstadt hat mich begeistert. Beim zweiten Besuch war es für mich genauso schön wie beim ersten, und ich würde jederzeit wiederkommen.

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3. Madrid, Spanien

Der sensationelle Blick auf die Grand Via, eine der Hauptstraßen Madrids

Foto: Getty Images

Hier habe ich ein halbes Jahr gelebt und das Beste an Spanien erlebt, von den netten Einheimischen über das vielseitige tolle Essen und die heißen Sommertage bis hin zu endlosen Nächten bei ein paar Bier am Plaza de España, bei langen Spaziergängen oder wilden Diskonächten.

Anders als Barcelona ist das Zentrum von Madrid zwar immer voll, aber fühlt sich nie überfüllt an, die Straßen sind klein und verwinkelt, die Läden, Bars und Restaurants liebenswert altmodisch, hinter jeder Ecke kann man etwas Neues entdecken und staunen. Parks und kleine Plätze laden zum Verweilen ein, besonders der Retiro-Park am Wochenende, wenn man einfach flanieren und den Künstlern und Musikern zusehen und zuhören kann.

Der Prado ist das wohl beeindruckendste Museum der Welt, dazu noch das Reina Sofía und das Thyssen-Bornemisza sowie zahlreiche andere Museen und Ausstellungen und wochenlange Stadtfeste – ein Mix von Menschen und Kulturen aus aller Welt.

Romantische kleine Orte wie Toledo und Segovia sind nur einen Katzensprung entfernt, genau wie die raue Natur der umliegenden Seen, Wälder und Berge – eine Wanderung zur Quelle des Manzanares ist ein unvergessliches Erlebnis. Neben Kultur atmet die Stadt vor allem Fußball, ob man nun Fan von Atlético oder Real ist oder sich überhaupt nur für den Sport begeistert, weil man dazu so herrlich in einer der lauten Bars Bier trinken und Tapas essen kann. Madrid hat mit dem Museo del Jamón die wohl leckerste „Fast Food“-Kette der Welt – ein Schinkenbrötchen für einen Euro und ein Bier für 90 Cent – keine weiteren Fragen.

Torsten Johannknecht

1. Lopes Mendes, Brasilien

Sehr sauber – sowohl das Wasser als auch der Strand. Lopes Mendes ist in vielerlei Hinsicht einzigartig.

Foto: dpa Picture Alliance

Der Strand von Lopes Mendes befindet sich auf der Insel Ilha Grande in der Nähe von Rio de Janeiro. Schon allein die Insel an sich ist eine Reise wert, am besten besucht man sie allerdings nicht in der Hauptsaison, da wird es schnell recht voll im Hauptort Abraão. Lopes Mendes ist hauptsächlich zu Fuß zu erreichen – mit einer grandiosen Wanderung. Etwa zwei Stunden dauert es, um von Abraão durch den atlantischen Regenwald, auch Mata Atlântica genannt, bis zum Strand Lopes Mendes zu kommen. Sobald der Wald abrupt endet, beginnt gleich der feine Sandstrand – was für ein Anblick! Flaches, türkises Wasser, dazu der breite und tiefe Strand, Schatten gibt's nur unter den Bäumen des Regenwaldes. Traumhaft.

Zurück nach Abraão nimmt man abends am besten ein Wassertaxi, das von einem Strand nur 20 Minuten entfernt ablegt. Aber eine Warnung muss ich doch vor dem Strand Lopes Mendes geben: Seit meinem Urlaub dort habe ich keinen schöneren Strand auf der Welt gesehen, keiner kann es mit Lopes Mendes aufnehmen. Dieser Strand versaut alle anderen.

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2. Patagonien

Egal ob die südlichste Stadt der Welt (Ushuaia), Wale beobachten in Puerto Madryn im Osten oder Wandern in den Nationalparks an der Grenze zwischen Chile und Argentinien: Patagonien ist für Naturliebhaber ein echtes Schlaraffenland. Unendliche Weiten, tagelange Busfahrten oder immer wiederkehrende Landschaften klingen nach Langeweile – aber die verspprt man nie. Vor allem der Nationalpark Los Glaciares hat es mir angetan, von dessen Natur-Eindrücken werde ich mich hoffentlich nie erholen.

Was man natürlich auch nie vergessen wird, ist sein erstes Mal – meines war in Puerto Madryn, dort habe ich zum ersten Mal Wale gesehen. Ein Gänsehaut-Erlebnis. Jeder, der gerne wandert oder das ein oder andere exotische Tier mal sehen möchte, sollte sich ein paar Tage Patagonien gönnen. Je mehr, desto besser.

3. Grand Canyon, USA

Die gesamte Schlucht des Canyons hat in etwa eine Länge von 450 Kilometern – das ist Luftlinie fast die Entfernung zwischen München und Köln

Foto: Getty Images

Der Grand Canyon im Westen der USA gehört zu den großen Naturwundern der Welt. Dank des Colorado Rivers entsteht die gigantische Landschaft. Bei einem Rundflug über den Canyon breitet sich die ganze Schönheit so richtig aus. In den frühen Morgenstunden, wenn die Sonne langsam aufgeht, werden die Felsen und Steine in Farben getaucht, die man sonst wahrscheinlich nirgendwo sehen kann. Dabei im kleinen Flugzeug über den Canyon fliegen, sehen wie sich der Fluss durch die Landschaft frisst und unfassbare Uferlandschaften entstehen – dafür lohnt es sich tatsächlich mal, so richtig früh aufzustehen.

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