Trotz Trump

USA bei deutschen Urlaubern immer noch beliebt!

Jetzt ist es also soweit: Donald Trump ist ins Weiße Haus eingezogen. Aber hält das die deutschen Urlauber davon ab, in die USA zu reisen? Bislang noch nicht – und das wundert sogar Experten.

Donald Trump ist der 45. Präsident der USA – doch das hält, bislang, die Deutschen noch nicht ab, nach Amerika zu reisen. Immer wieder erregt Trump Aufsehen durch seine Aussagen und Ansichten, beispielsweise über Minderheiten, Muslime oder vor allem auch Frauen. Trump als mächtigster Mann der USA – das hinterlässt bei vielen Menschen weltweit ein ungutes und unsicheres Gefühl.

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Mitte 2016 gab knapp die Hälfte (49 Prozent) der Deutschen an, ihre persönliche Bereitschaft, in die USA zu reisen, sinke wegen Trump. Das war das Ergebnis einer repräsentativen Yougov-Umfrage im Auftrag von HolidayCheck. Jetzt, wo der neue Präsident tatsächlich im Amt ist, bleibt aber der Trump-Effekt aus. Experten wundern sich.

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Hohe Nachfrage trotz Dollarkurs

„Wir erleben gerade die buchungsstärksten Wochen des Jahres“, sagt Per Illian, Produktleiter bei Dertour, dem deutschen Marktführer für USA-Reisen. Auch bei Canusa Touristik registriert man eine unverändert starke Nachfrage – trotz des hohen Dollarkurses, der Ausgaben vor Ort, etwa in Restaurants, teurer macht.

Timo Kohlenberg vom Spezialanbieter America Unlimited wundert sich über die Nachfrage: „Wir haben nicht nur Trump, sondern auch weiter den starken Dollar.“ Die ersten Wochen des Jahres liefen dennoch gut an: Im Vergleich zum Vorjahreszeitraum sei man laut Kohlenberg bisher im Plus.

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Allerdings: Gänzlich unberührt blieben deutsche Urlauber von der Wahl Trumps nicht. Kohlenberg berichtet von einem „Drop nach unten“ direkt nach Trumps Wahlsieg im November 2016 . „Aktiv laufende Anfragen wurden zum Großteil abgebrochen.“ Kurze Zeit habe es Zurückhaltung bei den Neubuchungen gegeben. Stornierungen gab es wegen Trumps Wahl aber keine. Jetzt scheint der Schock verdaut, die Buchungen laufen wieder auf Hochtouren.

Die Golden Gate Bridge in San Francisco ist auch ein beliebtes Touristen-Ziel in den USA

Foto: Getty Images

2015 reisten 2,27 Millionen Deutsche in die USA – Rekord. Für vergangenes Jahr sei noch keine Prognose möglich, sagt Christian Zerbian von der amerikanischen Tourismusmarketing-Organisation Brand USA. Er gehe aber von einer konstanten Entwicklung bis hin zu einem leichten Wachstum aus.

Und was ist mit Trumps Ankündigungen, Einreisemodalitäten verschärfen zu wollen? Sollte es Verschärfungen im Esta-Verfahren zur visafreien Einreise geben, sehen die Kenner der Branche das nicht als Problem. Und wenn Esta ganz abgeschafft wird? Dann würde es „massive Auswirkungen“ geben, schätzt Kohlenberg. Er sieht das aber nicht als Gefahr. „Trump will sein Land wie ein Business führen, und Tourismus ist ein wichtiger Faktor zum Geldeinnehmen.“

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