In South Dakota

Diese US-Geisterstadt ist billiger als eine Wohnung in Berlin

Suchen Sie noch ein wirklich besonderes Weihnachtsgeschenk? Mit 250.000 Dollar müssen Sie zwar ziemlich tief in die Tasche greifen – aber dafür bekommen Sie auch eine ganze Stadt, komplett mit Kneipe und Spukhaus.

Von Robin Hartmann

Eine alte Tankstelle, eine Bar namens Swett Tavern, ein ehemaliges Autogeschäft und ein Haus  – viel ist es nicht, was von der kleinen Stadt Swett in South Dakota noch übrig ist. Und dennoch berichten dieser Tage Nachrichtenseiten aus aller Welt über das Städtchen, denn es steht zum Verkauf. Wer bereit ist, 250.000 Dollar (ungerechnet knapp 235.000 Euro) zu bezahlen, der darf sich in Zukunft Besitzer seiner eigenen Stadt nennen.

Zu den Hochzeiten der Stadt lebten in Swett einst 40 Menschen, mehr zog es nie in diese abgelegene Gegend, die von der nächstgrößeren Stadt Rapid City 160 Kilometer entfernt liegt. 1932 eröffnete hier ein Postamt, doch schon 1945 wurde es wieder geschlossen – vermutlich aufgrund zu geringer Auslastung. Der bisherige Eigentümer Lance Benson musste nach seiner Scheidung verkaufen, weil er die Hypotheken der Bank nicht mehr bedienen konnte, wie das „Rapid City Journal“ berichtet.

Ein Mann mit Cowboyhut auf der einzigen Straße in Swett: ein Schotterweg

Foto: dpa picture alliance

Ein echtes Schnäppchen

Kauf-Interessenten für Swett habe es in der Vergangenheit genug gegeben, so die Maklerin Stacie Montgomery zum „Rapic City Journal“. „Zum Beispiel Leute, die einmal ihr eigener Bürgermeister sein wollten, dann Aussteiger, aber auch Produktionsfirmen, die hier eine Reality Show ansiedeln wollten.“ Allein, bisher ist es nicht zum Verkauf gekommen. Dabei ist das aktuelle Angebot ein echtes Schnäppchen, denn Swett wurde im Juni 2014 schon einmal zum Kauf angeboten – damals noch für stolze 400.000 Dollar (etwa 376.000 Euro). 

Die mittlerweile geschlossene Swett Tavern von innen

Foto: dpa picture alliance

Wer auch immer der neue Besitzer von Swett wird – die verlassene Stadt hätte durchaus Potential, ein Besuchermagnet zu werden. Denn angeblich soll es in dem einzigen Haus am Platz spuken – davon sind laut einschlägigen Medienberichten zumindest die Menschen aus der unmittelbaren Umgebung überzeugt. Angeblich sollen die ehemaligen Eigentümer in dem leerstehenden Haus ihr Unwesen treiben.

Übrigens scheint der Verkauf von Geisterstädten in den USA in den letzten Jahren ein richtiger Trend geworden zu sein: Ein Großteil der Stadt Scenic, ebenfalls in South Dakota, wurde 2011 von einer philippinischen Kirchengemeinde für 700.000 Dollar (rund 660.000 Euro) gekauft. Die Städtchen Aladdin in Wyoming und Johnsonville in Conneticut sind laut „Fox News“ ebenfalls noch zu haben.

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