Wo man laut „Lonely Planet“ dieses Jahr hinmuss

Das sind die 10 Top-Trendreiseziele für die USA

Städte, Nationalparks, ganze Staaten: Der „Lonely Planet“ hat die Top 10 Hotspot-Ziele für 2016 in den Vereinigten Staaten gekürt. Der Sieger überrascht total, ebenso Platz 2, Platz 4, Platz 8 und besonders Platz 6.

Von Maike Grunwald

Kann man eine Großstadt mit einem Nationalpark vergleichen? Mit einem ganzen US-Staat oder Teilen davon, wie etwa Alaska oder „Nordwest-Arkansas“? Aber klar! Findet jedenfalls der berühmte Reise-Verlag „Lonely Planet“. In seinem aktuellen Top-Ten-Ranking „Best in USA“ kürt er Orte aller Arten zu „Trend-Reisezielen 2016“. Einzige Gemeinsamkeit: „Man sollte jetzt hinfahren“, so die Jury, die aus Autoren der US-Ausgabe des Verlags besteht.

Nur ein Klassiker unter den Top 10

Die Ergebnisse dieser scheinbar willkürlichen Auswahl, die ein bisschen wie das Resultat einer feuchtfröhlichen Redaktionsparty von heimatverbundenen US-Insidern wirkt, sind dafür umso faszinierender und überraschender.  Nur ein einziger Touristen-Klassiker ist in der Top 10 vertreten: der Yellowstone-Nationalpark auf Platz 3.

Schaffte es als einziger Dauerbrenner in die Trend-Reiseziele 2016: der Yellowstone-Nationapark mit seinen Geysiren, Vulkan-Formationen und bunten Pools

Foto: Getty Images

Auch Alaska überrascht als viel gelobtes Reiseziel (Platz 5) nicht wirklich – der Rest des Rankings dafür umso mehr. Allen voran der Sieger: Philadelphia in Pennsylvania!

Ein Elch badet im Wonder Lake im Denali National Park, Alaska

Foto: Getty Images

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Warum Philadelphia?

„Frisch gekrönt als erste und einzige Unesco-Welterbe-Stadt in den USA“, „angesagte Restaurants mit regionalen Spezialitäten“, „Craft-Bier-Brauereien“: Die Begründung der „Lonely Planet“-Jury für Philadelphias Wahl zur Top-Destinantion in den Vereinigten Staaten ist eine wahre Lobeshymne.

Die Stadt, historisch gesehen tatsächlich eine der wichtigsten in der Geschichte der Staaten, sei in den letzten Jahren immer interessanter geworden. „Trotzdem hat sie sich ihren historischen Charme, ihren Biss und die immer noch günstigen Preise bewahrt.“ Für Fans der „Rocky“-Filme, durch die die Stadt international am ehesten bekannt ist, hat der „Lonely Planet“ noch einen Spezial-Tipp: „Sprinten Sie zum 40. Jubiläum der Filme die 72 Stufen im Philadelphia Museum of Art hinauf!“

Was ist Natchez?

Platz 2 ist nicht weniger überraschend: Natchez am Mississippi im gleichnamigen Staat. Viele Nicht-Amerikaner müssen erst einmal Google befragen, um herauszufinden, dass es sich dabei um den ältesten besiedelten Ort am Mississippi handelt, zwei Jahre älter als das rund 300 Kilometer südliche New Orleans. Das kleine Städtchen war bis zum Amerikanischen Bürgerkrieg (1861 bis 1865) sogar das wirtschaftliche, gesellschaftliche und politische Zentrum Mississippis.

Grandiose Herrenhäuser im Greek-Revival-Stil zeugen noch heute davon. Warum das Städtchen ausgerechnet jetzt zum Trend-Reiseziel gekürt wurde? 2016 feiert Natchez den 300. Geburtstag mit 300 Events, Führungen mit historischen Kostümen und Insider-Erkundungen der prächtigen Antebellum-Architekturjuwelen. 

Fluss-Romantik am Mississippi in Natchez

Foto: Getty Images

Noch mehr Orte, die keiner kennt

„Könnte Birmingham die coolste Stadt des Südens sein?“ Mit dieser vorsichtig formulierten Vermutung schaffte es die alte Industriestadt in Alabama auf Platz 4 des US-Trendziele-Rankings. Die Jury lobt das aufregende Nachtleben, die angesagten Restaurants, Kneipen und Brauereien und rät: „Hören Sie Birminghams ‘Eclectic Soul‘ im Internet-Stream des ‘Birmingham Mountain Radio‘ – vielleicht das beste Radioprogramm, von dem Sie nie gehört haben‘“.

Kaum bekannt, aber attraktiv: Birmingham in Alabama

Foto: Getty Images

Getrost als Geheimtipp bezeichnen darf man auch das Städtchen Somerville im US-Staat Massachusetts, ein Vorort der Stadt Boston. Der nur 10 Quadratkilometer große Ort ist die am dichtesten besiedelte Gemeinde in Neuengland, entsprechend viel hat sie zu bieten. „Lonely Planet“ schwärmt von den Restaurants, Bars und Brauereien, in denen sich die „hippsten Leute aus Boston“ tummeln, von den originellen Museen wie dem beliebten Museum of Bad Art („Museum für schlechte Kunst, s. Foto unten) und dem winzigen Tiny Museum sowie den Festivals, darunter „Fluff “ und „HONK!“.

Grandiose Landschaften, interessante Städte

Die „Lonely Planet“-Tipps bestätigen, was USA-Insider längst wissen: Die Vielfalt der Staaten ist riesig und birgt bis heute unentdeckte Juwelen. Wie zum Beispiel die hierzulande praktisch unbekannte Stadt San Antonio in Texas (Platz 8), laut dem Ranking „die derzeit faszinierendste Stadt“ des Staates, oder Milwaukee in Wisconsin (Platz 10), deren durch deutsche Einwanderer geprägte Bier-Kultur fantastisch sei.

San Antonio Riverwalk in Texas bei Nacht

Foto: Getty Images

Landschaftlich reichen die Trend-Ziele von Alaska (Platz 5) über den Nordwesten von Arkansas (Platz 7) mit seinen kristallklaren Bergseen bis zum Süden New Mexicos (Platz 9), wo die weißen Sanddünen des White Sands National Monument Besuchern den Atem rauben.

Gips-Wüste: „White Sands“ in New Mexico

Foto: Getty Images

Die Trend-Reiseziele 2016 im Überblick

1. Philadelphia, Pennsylvania
2. Natchez, Mississippi
3. Yellowstone National Park
4. Birmingham, Alabama
5. Alaska
6. Somerville, Massachusetts
7. Northwest Arkansas
8. San Antonio, Texas
9. Southern New Mexico
10. Milwaukee, Wisconsin

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