Bedrohten Hai gefangen, gebissen worden – 6000 Euro Strafe

Das ist die wohl dümmste Touristin der Welt

Ein User hat bei Youtube ein Video gepostet, das eine Touristin an einem Strand in Brasilien zeigt – mit einem Baby-Hai in den Händen. Die Frau hat das Tier offenbar eingefangen, um sich mit ihm fotografieren zu lassen. Mit dessen Reaktion hat die Touristin allerdings nicht gerechnet – und erntet jetzt für ihre Aktion viel Spott und Häme.

Dieses Video sorgt für Aufregung und Empörung: Eine brasilianische Touristin fängt am Strand Praia do Sueste auf Fernando de Noronha einen Baby-Hai, der sich offenbar zu weit ans Ufer gewagt hatte.

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„Graumsam und egoistisch“

Ihr Freund eilt herbei und versucht, die Finger der Frau aus dem Maul des Hais zu befreien, sie sagt: „Er öffnet das Maul nicht.“ Es dauert eine ganze Weile, bis ihnen das gelingt. Anschließend wirft die Touristin das Tier wieder ins Wasser, und das nicht gerade sanft. Eine Brasilianerin, die das Ganze gesehen hat, weist das Paar zurecht: „Seid ihr Biologen? Ihr könnt doch nicht einfach das Tier fangen, um ein Foto zu schießen“ – und nennt sie „Ignoranten“. 

Auch im Netz sind die Reaktionen der User auf die Aufnahmen eindeutig: „Wenn die Natur dir eine Lektion in Sachen Respekt erteilt“, lautet der Kommentar eines Users. Und weiter: „Dumme Touristen!“ Und ein anderer nennt das Verhalten der Frau „grausam und egoistisch“ und wünscht sich, „der Hai hätte ihr einen Finger abgebissen“.

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Hohe Geldstrafe

Nach dem Vorfall musste die 35-Jährige laut einem Bericht der brasilianischen Seite „Globo.com“ ins Krankenhaus, wo ihre Wunde mit drei Stichen genäht wurde. Ihr Handeln bleibt indes nicht ungestraft: Laut „Globo.com“ müssen sie und ihr Freund insgesamt 20.000 Real (umgerechnet etwa 6000 Euro) wegen eines „Umweltverbrechens“ zahlen. Denn wie sich inzwischen herausgestellt hat, handelte es sich bei dem Jungtier um einen Zitronenhai, der vom Aussterben bedroht ist. Zudem befindet sich der Strand in einem geschützten Gebiet, überall warnen Schilder davor, die Tiere dort nicht zu töten, einzufangen, zu stören oder zu füttern. „Globo.com“ zufolge soll bereut das Paar die Aktion.

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Der Fall erinnert an eine Urlaubergruppe aus China, die vor einigen Jahren für ein Erinnerungsfoto mit einem Delfin posierten. Der Meeressäuger war zuvor gestrandet und ein Anwohner hatte die Polizei alamiert. Bevor die aber eintraf, hatten sich die chinesischen Touristen des Tieres bemächtigt – niemand griff ein und der arme Delfin musste das Fotoshooting am Ende mit seinem Leben bezahlen.

Chinesische Touristen misshandeln einen Delfin als Fotorequisite – wenig später stirbt das Tier

Foto: ChinaFotoPress/Getty Images

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