Zu viel Alkohol, Drogen, Sex und Gewalt

Bald keine Spring-Break-Partys in Florida mehr?

Seit den 40ern feiern die Amis in Florida ihre legendären Spring-Break-Partys, nun erwägen örtliche Behörden, dem wilden Treiben der Studenten ein Ende zu bereiten. Grund: Die Partys werden zum Sicherheitsproblem, Gewalt und Drogenkonsum nehmen überhand.

Eric Paul Von Eric Paul

Bay County in Florida hat am Dienstag einen entscheidenden Schritt unternommen, die traditionellen Spring-Break-Partys unter Kontrolle zu bekommen: Die Behörden haben einer Erhöhung der finanziellen Mittel für die Sicherheit zugestimmt. Zuletzt war die Kriminalität alarmierend gestiegen.

Spring Break bedeutet vor allem eines: feiern, feiern und weiter feiern

Foto: dpa Picture-Alliance

Unter anderem wurden vor wenigen Wochen auf einer Spring-Break-Hausparty in den frühen Morgenstunden in Panama City Beach sieben Menschen angeschossen. Bei der Beschlagnahmung eines Handys wurden die Behörden auf einen anderen Vorfall aus dem Jahre 2014 aufmerksam, bei dem eine bewusstlose 19-Jährige von mehreren Studenten an einem öffentlichen Strand vergewaltigt wurde – am helllichten Tage inmitten der feiernden Menge.

Insgesamt zeigt die bisherige Statistik, dass Gewalttaten während des Spring Breaks zunehmen: So stieg die Zahl der Festnahmen von 324 im Vorjahr auf mittlerweile 1091 (Stand 05. April). Bewaffnete Überfälle im Zusammenhang mit den Feiern stiegen von drei auf 18 und sexuelle Übergriffe von sechs auf elf.

Das Trichtersaufen am Strand von Panama City Beach könnte bald Geschichte sein

Foto: dpa Picture-Alliance

Bislang legen die Behörden den Partygängern zwar nur Ketten an – dazu gehören ein zeitweises Alkoholverbot an Stränden, eine Sperrstunde für Bars ab 2 Uhr früh –, doch es werden nun auch Rufe nach einem kompletten Verbot laut. Der Bürgermeister von Panama City, Gayle Oberst, schließt dies explizit nicht aus: „Wir werden tun, was auch immer nötig ist, um den Spring Break unter Kontrolle zu bekommen“, zitiert ihn der US-Sender CBS.

So ruhig sieht es in Panama City Beach aus, wenn keine feierwütige Meute den Strand in Beschlag nimmt

Foto: Getty Images

Florida ist damit allerdings nicht das einzige Land, das versucht, Touristen im Zaum zu halten: Mallorcas Hauptstadt Palma setzte 2014 ein Verbot von Alkoholkonsum in der Öffentlichkeit und Musik an Stränden durch. Magaluf folgte diesem Beispiel im März dieses Jahres. Auch in Thailand, wo die Militärjunta seit dem Putsch im Mai 2014 eine Art Säuberungskampagne an den Stränden durchgeführt hat, setzt man auf  man gesitteten Tourismus. Auf der beliebten Insel Koh Phangan etwa sind seit Kurzem alle Partys untersagt. Ausnahme: die berühmte Full-Moon-Party

Lesen Sie hier mehr zu den Maßnahmen in Thailand

In Florida könnte der „Tourism Council“ bereits im kommenden Monat ein permanentes Verbot von Alkohol an Stränden verhängen. Offenbar hofft man, dass die Spring Breaker ihre Partys zukünftig an einen anderen Ort verlegen.

Florida ist vor allem bei Senioren beliebt. Der Spring Break sorgt alljährlich für ordentlich Trubel in dem sonst sehr ruhigen Paradies

Foto: Getty Images

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Woher kommt der Spring Break?

Der Begriff „Spring Break“ setzt sich aus den Wörtern „Spring“ (dt.: Frühling) und „Break“ (dt.: Unterbrechung, hier Semesterferien) zusammen und bezeichnet die vorlesungsfreie Zeit der amerikanischen Studenten und College-Absolventen, die meist zwischen Ende Februar und Mitte April fällt.

Spring-Break-Partys gibt es vermutlich schon seit der 1940er Jahren. Bekannt wurden sie allerdings erst durch die Feierlichkeiten in Fort Lauderdale, wo sie in den 50er Jahre zunächst noch als ruhige "Spring vacation" (dt.: Frühlingsferien) gefeiert wurden, dann aber mit Erscheinen des Buches „Where the Boys Are“ schlagartig anstieg. In dem Buch, welches kurz darauf verfiltm wurde, geht es um vier College-Absolventinnen ihre Ferien genau in Fort Lauderdale verbringen, eben da „wo die Jungs sind“.

Bis ins Jahr 1985 wuchs die Zahl der Spring Braker auf bis 350.000 an. Dann wurde es Anwohnern und Behörder zu laut und zu viel und die Partys wurden eingeschränkt. Gleichsam wurde das Mindestalter für Alkoholkonsum auf 21 erhöht. Die Feierwütigen wichen auf andere Orte aus.


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Pattaya (Thailand): 300 Euro

Playa de las Americas (Spanien): 412 Euro

Playa del Carmen (Quintana Roo, Mexiko): 520 Euro

Rio de Janeiro (Brasilien): 708 Euro

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