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Neue Highlights & alte Schätze

7 Stationen für eine einzigartige Japan-Rundreise

Foto: JNTO

Japan ist riesig, die Liste der Attraktionen endlos lang. Wo soll man da anfangen? Die folgenden sieben Geheimtipps helfen Ihnen bei der Planung einer Rundreise durch das Herz von Japan. Start ist Tokio – von dort aus entdecken Sie digitale Welten und geheimnisvolle Inseln. Sie begegnen fliegenden Eichhörnchen und echten Geishas. Ihre Finger gleiten über eisige Schneewälle und tauchen ein in heiße Quellen. Hier kommt Ihr perfekter Mix aus Kultur und Natur!

1) Tokio: Zwei neue Super-Highlights

Die Shibuya-Kreuzung, an der alle Fußgänger gleichzeitig grün haben, gilt als eines der Wahrzeichen von Tokio. Und das können Sie jetzt aus einer neuen Perspektive bestaunen – von oben! Im November 2019 hat die Open-Air-Aussichtsplattform des Wolkenkratzers „Shibuya Scramble Square“ eröffnet: Die erstreckt sich über 2500 qm und drei Stockwerke (vom 45. bis zum 47.). Von der XL-Terrasse aus blickt man nicht nur über die japanische Metropole, sondern bei guter Sicht bis zum Mount Fuji. Ein spektakuläres 360-Grad-Panorama!

Japans lebhafte Hauptstadt Tokyo bietet eine Vielzahl an Freizeitmöglichkeiten Foto: JNTO

Im neuen „MORI Building DIGITAL ART MUSEUM: EPSON TeamLab Borderless“  tauchen Sie in eine virtuelle Erlebniswelt ein. Das erste digitale Kunstmuseum der Welt sorgt mit 520 Computern und 470 Projektoren für atemberaubende Effekte. Das Besondere: Die Installationen in den fünf Bereichen sind interaktiv! Besucher können Farben von Kristallen per App steuern, auf die Wand projizierte Blumen mit einer Berührung verwelken lassen oder durch einen kleinen Sprung neue Planeten erschaffen.

2) Ogasawara: Das unberührte Insel-Paradies

Es gibt kaum noch Orte auf der Welt, die wirklich ursprünglich sind. Doch die Ogasawara-Inseln zählen eindeutig dazu! 24 Stunden dauert die Überfahrt von Tokio aus zu dem Unesco-Weltnaturerbe – diese lange Anreise hält viele Touristen ab. Daher ist das Insel-Paradies mit dem subtropischen Klima auch weit davon entfernt, überlaufen zu sein. Viele der weißen Traumstrände hat man mit etwas Glück für sich alleine, kann im kristallklaren Wasser schnorcheln oder mit Delfinen schwimmen. Von Februar bis März sind auf Bootstouren Buckelwale zu sehen, von Mai bis November Pottwale. Auf der Minamijima-Insel brüten Seevögel und Meeresschildkröten. Da die Inseln so abgelegen sind, können Sie dort außerdem viele weitere Pflanzen- und Tierarten sehen, die nirgendwo sonst auf der Erde heimisch sind.

Alle Infos rund um das facettenreiche Japan und seine wunderschönen Orte finden Sie hier.Foto: JNTO

3) Nagano: Skifahren und Schneeaffen beim Baden zuschauen

Skifahren? Da denkt man bei Japan vielleicht nicht sofort dran. Dabei ist genau das in der Präfektur Nagano, nordwestlich von Tokio, wunderbar möglich: Denn dort recken sich die Gipfel der Japanischen Alpen bis zu 3000 m hoch in den Himmel. Im Shiga Kogen, einem der weltweit größten Wintersportzentren, fanden 1998 die Olympischen Winterspiele statt. Es locken 21 Skiregionen und über 60 km Piste auf Weltklasseniveau. Ein einziger Skipass gewährt Zugang zu 71 Skiliften, Sesselliften und Seilbahnen!

Nach der Schneeschmelze verwandelt sich die Gegend in ein Wanderparadies. Das „Japan Nature Network“ bietet unter anderem Touren an, auf denen Sie die japanischen Riesengleithörnchen, die bis zu 60 cm lang werden, aufspüren. Solo ist das fast unmöglich, aber mit einem Experten an der Seite können Sie die scheuen Tiere vielleicht sogar im Flug erleben. Der nahegelegene Jigokudani Yean-Koen Nationalpark ist die Heimat der badenden Schneeaffen. Genau wie die einheimische Bevölkerung lieben sie es, in „Onsen“ (heißen Quellen) zu baden. Werfen Sie doch schon mal per Webcam einen Blick auf die Tiere!

Winter auf den Pisten, Sommer in den Hügeln – Japans riesiges Skigebiet Shiga Kogen verwandelt sich im Sommer in ein Wanderparadies.Foto: JNTO

4) Nakasendo-Handelsweg: Diese Wanderung ist eine Zeitreise

Durch die Präfektur Nagano führt auch einer der malerischsten Wanderwege Japans: der am besten erhaltene Teil des Nakasendo-Handelswegs, der früher einmal Tokio und Kyoto miteinander verband. Für einen Tagesausflug lohnt sich die rund neun Kilometer lange Strecke von Magome nach Tsumago. Die Route führt ins zerklüftete und waldreiche Kiso-Tal und ist von wunderschönen alten Holzhäusern gesäumt. Hier scheint die Zeit still zu stehen! Tipp: Wenn Sie sich eine Übernachtung in einem der lokalen Gasthäuser von Tsumago gönnen, können Sie das „alte Japan“ ohne Tagesgäste genießen. Beim Abendspaziergang ist alles in das weiche Licht der Laternen getaucht, die von den Dächern baumeln. Märchenhaft!

5) Kanazawa: Viel Kunst und Tee mit einer Geisha

Goldverzierte Lackwaren, Kutani-yaki-Porzellan und Samurai-Schwerter – in Kanazawa wird Handwerk schon seit Jahrhunderten groß geschrieben. Die Bewohner der Hauptstadt der Präfektur Ishikawa (ein schmaler Landstrich auf Japans Hauptinsel Honshu am Japanischen Meer) pflegen alte Traditionen, auch Geishas kann man bei einem Spaziergang durch die drei Teehausviertel noch antreffen. Der Kenrokuen-Garten ist eine der schönsten und berühmtesten Grünanlagen des Landes. Ob bei Schnee oder Sommertemperaturen – ein Besuch lohnt sich zu jeder Jahreszeit!

Das Gleiche gilt fürs Bergdorf Shirakawa-go, das zum Unesco-Weltkulturerbe zählt. Dort stehen für Japan ungewöhnliche Häuser im Gassho-Stil: Deren strohgedeckte spitze Dächer sehen aus wie gefaltete Hände. Der starke Neigungswinkel sorgt dafür, dass der Schnee im Winter einfach hinabgleitet, statt die Konstruktion zu belasten.

6) Ishikawa: Thermalquellen-Hopping in der Onsen-Oase

Was gehört auch unbedingt zu einer Rundreise? Entspannung! Die finden Sie in Kaga Onsen im Südwesten der Präfektur Ishikawa. Das 1300 Jahre alte Thermalquellenresort wurde um vier Onsen herum gebaut. Wie wäre es also mit ein bisschen Thermalquellen-Hopping? Einfach mal abtauchen und nichts tun. Sie wollen sich was Gutes tun? Dann bleiben Sie gleich über Nacht. Denn Kaga Onsen verfügt über einige der besten traditionellen Ryokans (japanische Gasthöfe) des Landes.

Besuchen Sie die Onsen-Quelle an kalten Tagen und wärmen sich auf.  Foto: JNTO

7) Toyama: abenteuerlicher Alpen-Roadtrip

In der Präfektur Toyama lässt sich über eine legendäre Straße das „Dach Japans“ erfahren: Die 90 km lange Tateyama Kurobe-Alpenstraße schlängelt sich mitten hinein in die japanischen Nordalpen. Von April, wenn die Alpenstraße öffnet, bis in den Sommer hinein lockt eine besondere Attraktion: der „Snow Wall Walk“. Besucher können 500 Meter weit auf der Fahrbahn wandern und die weißen Schneewälle bestaunen, die sich rechts und links bis zu 20 Meter hoch auftürmen. Ein gigantisches Bauwerk von Dauer ist dagegen der 186 Meter hohe Kurobe-Staudamm, der sich zu Fuß überqueren lässt. Von Juni bis Oktober schießen tosend Wassermassen durch die Schleusentore.


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