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Alles, was wir vor der ersten Qatar-Reise wissen müssen!

12 Länder in 12 Monaten: Das ist meine Reisebilanz für 2017. Als Autorin für den deutschen Reise- und Lifestyleblog uberding habe ich im letzten Jahr viel sehen können von dieser spannenden, bunten Welt. Doch jetzt steht meine erste Reise in ein arabisches Land an: Im Oktober fliege ich zum ersten Mal in Richtung Mittlerer Osten, nach Qatar.

Ich muss zugeben: Vor dieser Reise habe ich wenig gewusst, über das kleine Land am persischen Golf, das direkt an Saudi-Arabien grenzt. Hierzulande kennt man die arabische Halbinsel wohl vor allem über seinen Flughafen in der Hauptstadt Doha. Durch seine Lage ist der Hamad International Airport ein beliebter Transitflughafen für Reisende aus aller Welt. Über 360.000 Flugzeuge starten und landen hier jährlich. Doha schmückt sich auch deshalb mit dem klingenden Namen „Tor zur Welt“.

Doch was macht das Land aus? Und was muss man als Reisender beachten? Vor meiner Reise habe ich mich näher mit dem Land beschäftigt – und die wichtigsten Infos für unsere Leser zur Vorbereitung hier zusammengetragen.

Anreise und Visum: In sechs Stunden nach Doha

Die arabische Airline Qatar Airways fliegt ganzjährig täglich von mehreren deutschen Städten nach Doha. Von Berlin, Frankfurt, München und meiner Heimatstadt Stuttgart aus geht es in rund sechs Stunden Direktflug (oder im Fall Stuttgart mit einem Mal umsteigen in rund zehn Reisestunden) auf die arabische Halbinsel.

Die Einreise verläuft mit einem europäischen Reisepass seit kurzem super unkompliziert: 2017 hat Qatar für insgesamt 80 Länder die Visumspflicht abgeschafft, darunter sind auch Deutschland, Österreich und die Schweiz. Bei Vorlage des Reisepasses bekommt man bei der Einreise in Doha einen „Visa Waiver“, der insgesamt für 180 Tage gültig ist. Damit kann man sich bis zu 90 Tage am Stück im Land aufhalten – und damit auch unkompliziert, visumsfrei zurückkehren. Für welche Länder das noch gilt, können gibt’s hier nachzulesen.

Klima und Reisezeit: Von der Sonne geküsst

Durch eine überschaubare Größe von rund 11.500 Quadratkilometern (vergleichbar etwa mit der Größe Schleswig-Holsteins) und die weitläufigen Wüstenlandschaften ist das Klima in Qatar jährlich einheitlich. Und zwar: Einheitlich heiß und sonnig! Die Durchschnittstemperatur auf der Halbinsel beträgt 27 Grad, im heißesten Monat Juni kann das Thermometer schon mal über 40 Grad klettern. Regen fällt hier fast nie. Dafür kommen, besonders im Frühjahr, regelmäßig Sandstürme vor. Gleichzeitig ist die Luftfeuchtigkeit aufgrund des subtropischen Klimas je nach Region recht und Jahreszeit recht hoch, von 40-60 Prozent in Doha bis zu 85 Prozent im Umland. Wer nicht gut mit großer Hitze klarkommt, sollte das Land am besten zwischen Oktober und März besuchen, dann sind die Temperaturen tagsüber etwas milder – und nachts kühlt es auf erfrischende 14-20 Grad ab.

Kleidung, Währung und Kultur: Zwischen Tradition und Moderne

Qatar ist zwar ein islamisch geprägtes Land, allerdings herrscht hier, anders als in den meisten Nachbarländern, keine Verschleierungspflicht für Frauen. Eine Kopfbedeckung tragen trotzdem viele Männer und Frauen: Um sich vor der starken Sonneneinstrahlung zu schützen. Eine strenge Kleiderordnung gibt es zwar nicht. Allerdings wird aus Respekt vor Land und Kultur an den meisten Orten eine zurückhaltende Kleiderwahl erwartet. Kurze Röcke und Hosen, ärmellose oder bauchfreie Oberteile, enge Hosen und weite Ausschnitte sollten vermieden werden – egal ob Mann oder Frau. An Hotelpools kann man problemlos in Bikinis baden. An den meisten Stränden wird es schon strenger: Hier gelten Bikinis und Badeanzüge als Tabubruch. Stattdessen müssen Frauen, egal ob einheimisch oder zu Besuch, zu weiterer und bedeckender Badekleidung greifen.

Geschichte & Politik: Erdöl, Fußball und die Qatarkrise

 Wie viele arabische Länder blickt auch Qatar auf eine lange Kolonialgeschichte zurück. Als die Briten 1971 den Abzug ihrer Truppen ankündigten, rief das kleine Land an der Golfküste seine Unabhängigkeit aus – und entschloss sich damit aktiv gegen einen Anschluss an die Arabischen Emirate.

Aufgrund seiner großen Erdölresourcen zählt das kleine Land am Persischen Golf heute zu den reichsten Ländern der Welt und als wirtschaftlich, wie politisch stabil.

2022 wird das Land Gastgeber der Fußball-WM sein – ein wichtiges Ereignis, denn ähnlich wie in Deutschland ist Fußball der beliebteste Sport des Landes.

Highlights: Wüstenlandschaften und Souqs

In der Hauptstadt Doha treffen Moderne und Tradition aufeinander: Hier findet man einerseits einen jahrhundertealten Markt (den Souq Waqif), wo Händler bis heute Gewürze, Lebensmittel und Stoffe verkaufen und Restaurants mit traditioneller arabischer Küche. Und andererseits: Moderne Wolkenkratzer, riesige Malls, in denen alle internationalen Luxusmarken anzutreffen sind – und spannende Kultureinrichtungen, wie das berühmte Museum of Islamic Art.

Im Hinterland findet man vor allem Eines: Ganz viel Sand! Neben traditionellen Wüstentouren sollt sich vor allem ein Trip in die Region um das Binnenmeer Chaur-al-Udaid lohnen  – ein seltener Ort, an dem das Meer bis in die Wüste vordringt und auf den ich besonders gespannt bin … Aber davon bald mehr auf uberding.net!


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