62.500 Quadratmeter

Riesiger Surfpark in Berlin geplant

Surf Era
Surf Era plant einen Surfpark in Berlin. Auf 62.500 Quadratmetern soll ein Wellenparadies für Berliner und Berlin-Besucher entstehen
Foto: Surf Era

Du bist so wundervoll, Berlin – wenn du doch bloß ein Meer hättest. Das könnte sich bald ändern. Zumindest fast. Drei Berliner planen Berlins ersten eigenen Surfpark mit jeder Menge Wasser und Wellen. Wo der stehen soll, steht noch nicht fest. Wer ihn bezahlt auch noch nicht. Wie groß er werden soll dagegen schon.

Berlin braucht ein Meer. Das findet auch Eirik Randow. Der surfende Betriebs- und Sportwissenschaftler ist der Initiator dieser Projektidee. Gemeinsam mit zwei weiteren Mitbegründern Niklas Groschup und Marvin Thams wurde das Projekt Surfpark von SURF ERA entwickelt. Damit sollen die, laut Surf Era, 23.500 Surfer und alle, die es werden wollen, der Hauptstadt endlich einen Wellenspielplatz in der Nähe ihres Zuhauses bekommen.

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Der Surfer Eirik Randow träumt von einem Surf-Spot mitten in Berlin. Mit dem Surf-Era-Surfpark möchte er sich diesen Traum jetzt erfüllen
Foto: Surf Era

So soll der Surfpark aussehen

Die Surfanlage soll 62.500 Quadratmeter groß werden. Der Mittelpunkt ist ein ca. 150 Meter großes und breites, künstlich angelegtes Wasserbecken, in dem ständig perfekte Wellen mittels erzeugt werden. Die brechen sich am Strand. Drum herum sollen Restaurants, Geschäfte, Übernachtungsmöglichkeiten und Wellnessangebote entstehen. Damit die Surfer und Strandbesucher die Anlage das ganze Jahr über nutzen können, wird das gesamte Areal mit einer transparenten Dachkonstruktion überzogen, die lediglich nur in den kalten Monaten geschlossen und somit sichtbar sein wird.

Die Berliner Gründer haben sich für ihren Surfpark ganz groß „Nachhaltigkeit” auf die Fahne geschrieben. Damit dies auf ökologischer Ebene gewährleistet wird, soll aus Gründen einer umweltschonenden Energieversorgung vor Ort sogar selbst Energie bspw. aus Sonnen- oder Windkraft produziert werden. Dabei soll genauso viel Energie über das Jahr produziert werden, wie der gesamte Park benötigt. Auch das Berliner Abwasser wird benutzt. Diesem soll mittels Wärmepumpen Wärme entzogen werden.

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In der Anlage sollen außerdem soziale Arbeit gefördert, über 100 neue Arbeitsplätze sowie Ausbildungsplätze geschaffen werden. Außerdem versprechen die Gründer, das Surfen nicht nur als spaßige Freizeitbeschäftigung, sondern auch als „Therapie und Instrument des Miteinanders“ einzusetzen. Und auch die Innenstadt wollen sie mit der neuen Freizeitanlage entlasten: „Der Surfpark wäre in der Lage, Touristenströme in die Stadtrandbezirke zu lenken und folglich die Innenstadt nachhaltig zu entlasten”, heißt es im Konzept, das TRAVELBOOK vorliegt.

Surf Era

Das Kernteam von Surf Era: (v.l.) Niklas Groschup, Marvin Thams, Eirik Randow und Valerie Sick
Foto: Surf Era

Geld und Ort stehen noch nicht fest

Die Idee steht, jetzt fehlen noch das Geld und der Platz. Die Anlage soll irgendwo in Berlin-Brandenburg entstehen. Wo genau, ist noch nicht klar. Die Gründer betonen jedoch, dass sie die Wahl der Fläche gemäß des Flächennutzungsplans treffen, also nicht mit sozialem Wohnungsbau in Konkurrenz treten wollen.

Das Geld kommt überwiegend aus der Privatwirtschaft. Surf-Era-Mitbegründer Niklas Groschup sagt gegenüber TRAVELBOOK: „Wir streben an, den gesamten Kapitalbedarf (circa 40 Millionen Euro) von Investoren zu beziehen. Es wird also kein Steuergeld zur Bespaßung der Oberschicht verprasst.” Investieren sollen institutionelle und private Investoren, den Rest soll ein Bankdarlehen tragen.

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Der Berliner Surfpark ist das Pilotprojekt von Surf Era. Funktioniert das Konzept, wollen die Berliner ihren Surf-Spielplatz auch noch in weiteren nationalen und internationalen Städten und Metropolen realisieren. So bekommt am Ende vielleicht nicht nur die deutsche Hauptstadt endlich ein Meer.