Fotoserie

Neue Ausstellung in Berlin zeigt die LGBT-Szene in Belfast

Drag Queen posiert in ihrem Schminkzimmer
Angehörige der LGBT-Szene in Belfast werden immer noch stark angefeindet.
Foto: Jessica Weber

Die nordirische Hauptstadt Belfast wird bei Touristen immer beliebter, auch, weil sie eine Alternative zu Dublin ist. Eine neue Ausstellung in Berlin zeigt nun das Leben der dortigen LGBTQ+-Community, die aufgrund politischer und religiöser Konflikte an den Rand der Gesellschaft gedrängt wird.

Die Fotografin Jessica Weber hat mit einer Fotoserie die Menschen der LGBT- Community in Nordirland portraitiert. Diese leidet unter der konservativen Regierung und den immer noch anhaltenden politischen Konflikten in der Region. „Die führende politische Kraft Nordirlands ist die Democratic Unionist Party (DUP), eine rechtskonservative, tiefreligiöse Partei. Sie verhindert bis heute die gleichgeschlechtliche Ehe und diskreditiert offen die LGBT-Community“, sagt die Fotografin zu TRAVELBOOK.

Drag Queen in Belfast

Belfast ist immer noch ein Ort politischer Grabenkämpfe. Aber die Stadt wird immer progressiver.
Foto: Jessica Weber

Das Rathaus von Belfast bei Nacht

Das Rathaus von Belfast wird nachts bunt beleuchtet
Foto: Getty Images

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Belfast wird auch bei Touristen beliebter

Außerdem sollen die Fotos die alternative Seite der Stadt Belfast zeigen. Mittlerweile gilt die Stadt bei Touristen nicht nur als geschichtsträchtiger Ort, sondern auch als interessante Alternative zu Dublin, das durch Massentourismus immer teurer und überlaufener geworden ist. Belfast dagegen gilt als authentische, preiswerte und lebendige Stadt, in der sich irische und britische Kultur treffen: mit einem diversen Nachtleben, viktorianischen Prachtbauten und unzähligen Pubs. Die queere Szene trifft sich übrigens  in der Maverick Bar und dem Kremlin Club, so die Fotografin zu TRAVELBOOK. Wichtige queere Events sind die regelmäßig statfindenden Veranstaltungen „Queertopia“,  das „Outburst Arts Festival“ und die monatliche „Ponyhawk-Undergroundparty.“

Pride in Belfast

Während Zuschauer in Belfast auf die Pride-Parade warten, stehen im Hintergrund christliche, homophobe Demonstranten

Foto: Jessica WeberDie Stadt ist außerdem dafür bekannt, dass hier die Titanic gebaut wurde, das wohl berühmteste Schiff der Welt. Das sogenannte „Titanic Quarter“ kann man auf einer Bootstour besichtigen. Um Belfast herum ist die Game-of-Thrones -Tour bei Touristen sehr beliebt: Viele Drehorte der Serie befinden sich in Nordirland.

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At the End of the Rainbow Lies Belfast, wird vom 2. bis 7. Oktober 2019 in der coGalleries (Torstraße 170, 10115 Berlin) gezeigt.

Vernissage: 02.10.2019, 18.00 – 21.00 Uhr, coGalleries