Skurril oder Süß?

Künstler malt wartende Hunde in New Yorks U-Bahnstation

Weimaraner-Hunde im U-Bahnhof
Ein ungewöhnlicher Anblick: Für dieses Porträt steckte der Künstler seinen Weimaraner in ein rotes Regencape.
Foto: Foto: Johannes Schmitt-Tegge

Vielerorts kennt man verzierte U-Bahnstation. Doch am Bahnhof 23rd Street in New York schmücken nun ziemlich ungewöhnliche Bilder die Wände: Der Künstler William Wegman porträtiert hier bekleidete Weimaraner.

Die Weimaraner vor buntem Untergrund, die Wegman teils in Jacke, Hemd oder mit Regenmütze zeigt, bringen Farbe in das sonst eher triste U-Bahnsystem der Metropole.

Der vergessene U-Bahnhof von New York City

Künstler fotografiert schon seit den 70ern Weimaraner

„Ich wollte Porträts einzelner Charaktere schaffen, Menschen die man neben sich auf dem Bahnsteig sehen könnte. Dafür habe ich die Hunde in mehr oder weniger gewöhnliche Anziehsachen gekleidet, nichts allzu Modisches“, erklärte Wegman zum Projekt. Ein Mosaik-Macher aus München verwandelte die Fotos seiner Hunde Flo und Topper in die Mosaike. Wegman wohnt nicht weit vom Bahnhof entfernt. Weimaraner sind vergleichsweise groß und haben meist graues Fell.

Weimaraner-Hunde im U-Bahnhof

Mit dem Gesichtsausdruck und dem karierten Hemd wirkt der Hund von William Wegman ziemlich menschlich
Foto: Johannes Schmitt-Tegge

Der aus Massachusetts stammende Künstler fotografiert seine Hunde seit den 70er Jahren. Seinen ersten Weimaraner taufte er Man Ray nach dem US-Künstler, der vor allem die Dada-Bewegung und den Surrealismus beeinflusste. Auch sein zweiter Hund Fay Ray und dessen Welpen porträtierte Wegman. Mit ihrem ernsthaften, gleichmütigen Gesichtsausdruck wirken die Hunde in Kleidung, mit Perücken oder neben Alltagsgegenständen menschlich und zugleich oft komisch.