Wegen Brandgefahr!

Airlines verbieten bestimmte MacBook-Modelle im Flieger

Frau mit MacBook im Flugzeug
Verschiedene Airlines verbannen jetzt Apple-Laptops von ihren Flügen. Der Grund: Brandgefahr!
Foto: Getty Images

Verschiedene Airlines verbieten ab sofort das Mitführen bestimmter MacBook Pros auf ihren Flügen. Der Grund: Der Akku könnte in Flammen aufgehen.

Schon im Juni 2019 wurde bekannt, dass Apple einen Teil seiner älteren 15-Zoll-MacBook-Pros zurückruft, weil der Lithium-Ionen-Akku überhitzen und in Brand geraten könnte. Betroffen sind Geräte, die überwiegend zwischen September 2015 und Februar 2017 verkauft wurden. Die Airlines der TUI Group, Thomas Cooks, Air Italy und die kanadische Fluggesellschaft Air Transat haben jetzt reagiert und entschieden, dass betroffene Modelle ab sofort weder im Hand-, noch im Aufgabegepäck mitgenommen werden dürfen.

Die Europäische Agentur für Flugsicherheit EASA hatte am 1. August 2019 eine entsprechende Sicherheitswarnung herausgegeben. Auch die US-Luftfahrtbehörde (FAA) hat laut einem Bericht von „USA Today“ die Mitnahme betroffener Geräte verboten und die Flughäfen in den USA darüber informiert.

Airlines verlassen sich auf Passagiere

Am Gate wie an Bord des Flugzeugs werden die Kunden der Airlines jetzt über das neue Verbot informiert. Demnächst soll es auch beim Check-in einen entsprechenden Warnhinweis geben. Hat ein Passagier nun ein Modell aus der betroffenen Serie dabei, bedeutet das jedoch noch nicht zwingend, dass er es nicht mitnehmen darf. Apple hat betroffene Kunden aufgerufen, die Batterien kostenlos austauschen zu lassen. Geräte mit einem jetzt als ungefährlich eingestuften Akku dürfen fliegen. Ob ein Gerät betroffen ist, finden Apple-Kunden raus, indem Sie die Produktseriennummer auf der Apple-Homepage überprüfen.

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Was mit Geräten passiert, die noch keinen neuen Akku haben, ist unklar. Die EASA schreibt in ihrer Warnung, dass Passagiere, die entsprechende Geräte an Bord bringen, diese unbedingt ausgeschaltet lassen sollten und auch nicht an Bord laden sollten. „Passagiere sollten außerdem daran erinnert werden, dass sie die Kabinencrew sofort informieren, wenn ein Gerät beschädigt ist, heiß wird, Rauch produziert, verloren geht oder zwischen die Sitze fällt“, heißt es seitens der EU-Flugsicherheitsbehörde.

Da am Flughafen nicht unbedingt auf den ersten Blick erkennbar ist, ob ein MacBook Pro zur betroffenen Reihe gehört oder der Akku ausgetauscht wurde, müssen sich die Airlines auf die ehrlichen Angaben ihrer Passagiere verlassen.

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Auch Smartphones an Bord verboten

Die MacBook Pros sind übrigens nicht die ersten technischen Geräte, denen das Fliegen verboten wurde. Schon häufiger gab es Zwischenfälle mit überhitzenden Smartphones, Laptops, Powerbanks und Co. und bereits 2016 verbannten verschiedene Airlines das Smartphone Galaxy Note 7 von Hersteller Samsung, nachdem mehrere Akkus explodiert waren.