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Zu teuer, zu schlecht, zu wenig gewollt?

Darum bieten Ryanair und Co. an Bord kein WLAN an

Internet Flugzeug
Mailen, chatten und surfen über den Wolken? Das ist auf Flügen vieler europäischer Airlines (noch) nicht möglich. Foto: Picture Alliance

Beim Fliegen auf dem Smartphone oder Tablet nachschauen, wie das Wetter am Reiseziel ist, online Nachrichten lesen, ein Video ansehen oder ein Foto per WhatsApp verschicken – auf Flügen vieler europäischer Airlines ist das unmöglich. Die Gründe, warum Fluggesellschaften wie Ryanair, Easyjet oder Condor nach wie vor kein WLAN an Bord zur Verfügung stellen, sind unterschiedlich.

„Die Technik ist nach wie vor zu teuer, und die Leistung sowie Geschwindigkeit des WLANs sind oft unzureichend“, sagt Ryanair-Sprecher Robin Kiely auf Nachfrage von TRAVELBOOK. Die irische Billigairline plane derzeit auch nicht, ihren Fluggästen WLAN anzubieten., meint Kiely.

Condor: „Das WLAN-Angebot muss erschwinglich sein“

Auch bei der deutschen Fluggesellschaft Condor gibt es kein WLAN an Bord. Ein Condor-Sprecher nennt dafür TRAVELBOOK gegenüber Kostengründe: „Als Ferienflieger zahlen unsere Kunden etwaige Verbindungs- oder Nutzungsentgelte selbst und nicht wie bei einem Businessflug der Arbeitgeber. Daher müsste ein Angebot attraktiv und auch für einen Privatreisenden erschwinglich sein. Im Rahmen unser Strategie für Digitalisierung an Bord planen wir ein gutes Angebot für unsere Kunden“, stellt der Condor Sprecher in Aussicht.

Bei Tuifly ist eine Internet-Verbindung aufgrund der weiterhin begrenzten Übertragungsraten nicht geplant, erklärt Sprecher Aage Dünhaupt auf Nachfrage von TRAVELBOOK. „Wir schauen uns derzeit den Markt an und suchen nach einer Lösung, bei der der Gast Inhalte auf einem WLAN-Server an Bord findet und runterladen kann.“ Eine Versuchsphase solle laut Dünhaupt voraussichtlich zum Endes des Jahres gestartet werden.

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Easyjet führt Gespräche mit Technologieanbietern

Auch bei der britischen Billigairline Easyjet gibt es derzeit an Bord kein Internet. Die Fluggesellschaft werde nicht die „WLAN-Technologie der ‚ersten Generation‘ in seine Flugzeuge einbauen, da diese keine ausreichend hohe WLAN-Qualität für die Passagiere bietet und den Treibstoffverbrauch und damit auch die Kosten für die Fluggesellschaft erheblich erhöht“, teilt Easyjet gegenüber TRAVELBOOK mit. Die Airline führe Gespräche mit Technologieanbietern der zweiten Generation, unter anderem mit Inmarsat. Von dieser Technologie erwarte man, einige technische Probleme der vorherigen Generation zu lösen. „Daher ist es nicht mehr eine Frage ob, sondern wann ein Produkt eingesetzt werden kann, das sowohl die Bedürfnisse und Anforderungen der Passagiere als auch der Fluggesellschaft erfüllt“, erklärt Easyjet.

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Kostenpflichtiges Internet bei Eurowings und Lufthansa

Zu den Fluggesellschaften, die an Bord Internet anbieten, zählt unter anderen die Billigairline Eurowings. Auf ausgewählten Flügen könnten sich Fluggäste über den Wolken mit dem World Wide Web verbinden, sagt eine Sprecherin von Eurowings. Die Verbindung zum Internet werde ab dem Moment des Erreichens der Reiseflughöhe aufgebaut und stehe kurz danach zur Verfügung. Dabei hätten die Fluggäste die Wahl zwischen mehreren kostenpflichtigen Internetpaketen. Wer ausschließlich Nachrichten versenden und empfangen möchte, bezahlt auf Kurz- und Mittelstrecken 3,90 Euro. Wer darüber hinaus Surfen, Filme und Serien anschauen wolle, ist mit 6,90 Euro dabei, zusätzliches Streaming kostet 11,90 Euro. Der Preis für die Internetpakete auf Langstreckenflügen beträgt mit 7,90 und 25,90 Euro gut das Doppelte.

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Auch Lufthansa bietet u. a. auf Kurz- und Mittelstrecken „in ausgewählten Flugzeugen der A320-Familienflotte“, wie es auf der Webseite der Fluggesellschaft heißt, Internet an. Die so genannten FlyNet-Pakete kosten je nach Geschwindigkeit und Umfang des Angebots zwischen drei und zwölf Euro. Bei Langstrecken richtet sich der Preis des Internetpakets nach der Dauer: eine Stunde kostet neun Euro, vier Stunden kosten 14 Euro. Wer auf seinem Flug ohne zeitliche Begrenzung im Web unterwegs sein will, bezahlt 17 Euro.

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