Wegen Streik

Fast alle British-Airways-Flüge fallen aus

British-Airways-Flugzeug
Fast alle Flieger der British Airways bleiben am Boden
Foto: Getty Images

Montag und Dienstag (9./10. September) fallen fast alle Flüge von British Airways aus. Der Grund: Die Piloten streiken für mehr Geld. Dass auch nach monatelangen Verhandlungen bislang keine Einigung erzielt wurde, wird für die Airline jetzt richtig teuer.

Dieser wird die Airline nun laut „Independent“ innerhalb von nur zwei Tagen etwa 100 Millionen Pfund (ca. 111 Millionen Euro) kosten – betroffen sind etwa 200.000 Passagiere, fast 1700 Flüge mussten gestrichen werden. Das sind für diese zwei Tage beinahe 100 Prozent.

Ein schwacher Trost: Immerhin wurden die betroffenen Passagiere bereits zwei Wochen vor ihrem eigentlichen Flugdatum über den Ausfall ihrer jeweiligen Maschine informiert – was aber auch zeigt, dass die Airline den Pilotenstreik anscheinend billigend in Kauf genommen hat, um gegenüber ihren Angestellten Härte zu zeigen. Auch British-Airways-Flüge von Amerika, Nigeria, Mexiko und Indien Richtung Heathrow blieben am Boden.

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„Es tut uns sehr leid“

Auch Geschäfte und Restaurants im Flughafen Heathrow werden von dem Streik getroffen – British Airways zeichnet für mehr als die Hälfte aller Flüge von dem Airport aus verantwortlich. Ein Sprecher der Balpa sagte dem „Independent“: „BA’s aggressive Einstellung wird sie, ihre Aktionäre und die Passagiere viel mehr kosten, als wenn sie den Streit durch Verhandlungen gelöst hätten.“ Die Fluggesellschaft antwortete: „Nach vielen Monaten, in denen wir versucht haben, den Konflikt zu lösen, tut es uns sehr leid, dass es jetzt dazu kommen musste. Wir sind nach wie vor bereit mit der Balpa wieder in Verhandlungen zu treten.“

Sollten Sie von einer Annullierung betroffen sein, so rät die Fluglinie auf ihrer Homepage, nicht zum Flughafen zu fahren – British Airways bietet Kunden eine Umbuchung oder eine Erstattung an. Haben Sie über ein Reisebüro gebucht, wenden Sie sich bitte an dieses. Generell gilt: Fällt ein Flug aufgrund eines Streiks aus, oder verspätet er sich um mehr als drei Stunden, muss die Fluggesellschaft Reisenden eine alternative Beförderung zum Ziel anbieten. Tut sie das nicht, sollten Betroffene der Airline eine Frist zur Beschaffung der Alternative setzen – am besten per Mail. Laut Reiserechtsexperten sind dabei zwei bis drei Stunden als Frist angemessen. Folgt die Fluggesellschaft der Aufforderung nicht, können sich Reisende selbst Ersatz beschaffen, und die Kosten dafür an die Airline weiterreichen.

Für Reisende ebenfalls interessant: War ein annullierter Flug Bestandteil einer Pauschalreise, haben die Urlauber laut Reisevertragsrecht des Bürgerlichen Gesetzbuches (BGB) Anspruch auf Reisepreisminderung gegenüber dem Veranstalter. Die Höhe der Rückzahlung kann je nach ursprünglichem Reisepreis variieren.

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