Kleine Airports sind die größten Verlierer

Diese 7 Regionalflughäfen trifft die Germania-Pleite besonders hart

Seit zwei Tagen hebt kein Germania-Flieger mehr ab
Seit zwei Tagen hebt kein Germania-Flieger mehr ab
Foto: Getty Images

Nachdem die Fluggesellschaft Germania am 4. Februar Insolvenz beantragt und den Betrieb in der darauffolgenden Nacht eingestellt hat, fürchten kleine deutsche Flughäfen nun das Aus. Welche Airports von der Germania-Pleite besonders betroffen sind, zeigt eine Übersicht des Luftfahrtnachrichten-Portals Aerotelegraph.

Rostock-Laage und Friedrichshafen

Der Airport Rostock-Laage in Mecklenburg-Vorpommern verliere einen Großteil des Angebots zu Reisezielen rund ums Mittelmeer, am Roten Meer und auf den Kanaren, schreibt „Aerotelegraph“. Von den 296.027 Passagieren, die Rostock-Laage im Jahr 2018 verzeichnet habe, seien rund 130.000 (43 Prozent) mit Germania geflogen. Dem Flughafen Friedrichshafen am Bodensee ginge durch die insolvente Airline rund ein Drittel aller Passagiere verloren. Derzeit arbeite das Airport-Management laut Aerotelegraph „mit Hochdruck am Aufbau alternativer Flugangebote“.

Anzeige: Übernachtung im 3*-Hotel in Bad Pyrmont inkl. Frühstück, WLAN & Extras ab 49€ p.P.

Nürnberg und Bremen

Mit dem Wegfall der Germania-Flüge entfielen am Flughafen Nürnberg 17 Abflüge pro Woche. Der Airport Bremen verliere ebenfalls Passagiere. Von den 2,6 Millionen Fluggästen, die 2018 ab Bremen geflogen seien, seien 300.000 (rund 12 Prozent) Germania-Passagiere gewesen.

Was betroffene Germania-Passagiere jetzt tun können

Dresden und Erfurt/Weimar

Auch Dresdens Flughafen braucht Ersatz. Germania habe Aerotelegraph zufolge 23 Flugziele ab dem sächsischen Airport im Programm gehabt. Besonders hart treffe die Germania-Pleite den Airport Erfurt/Weimar in Thüringen. Mit Germania habe der Flughafen seinen größten Kunden verloren. 70 Prozent aller Passagiere am Airport Erfurt/Weimar seien Fluggäste von Germania gewesen.

Auch interessant: Diese Billig-Airlines stecken in der Krise

Münster/Osnabrück

Am Airport Münster/Osnabrück entfielen auf einen Schlag 26 Prozent der Passagiere, wie Aerotelegraph unter Berufung auf die Zeitung „Westfälische Nachrichten“ schreibt. 20 der 27 Flugziele Ziele seien dort bislang von Germania bedient worden.

Nach Air Berlin und Small Planet ist Germania die dritte größere Airline-Pleite, die Deutschland in jüngster Zeit zu verzeichnen hatte.