In Mallorca-Flieger

Betrunkener Passagier verpasst Flugbegleiter Kopfnuss

In einer EasyJet-Maschine kam es zu einem Angriff auf einen Steward
Am Flughafen von Paris kam es in einer Easyjet-Maschine zu einem Angriff eines Passagiers auf einen Flugbegleiter (Symbolfoto)
Foto: Getty Images

So hatten sich die Passagiere den Start ihres Urlaubes wohl nicht vorgestellt: Weil sie vor dem Flug zu viel getrunken hatten, wurden mehrere Männer, die von Paris mit Easyjet nach Mallorca fliegen wollten, vor dem Start aufgefordert, die Maschine zu verlassen. Dann rastete ein Passagier aus ...

Am vergangenen Wochenende sollte eine Maschine der Billigairline Easyjet vom Pariser Flughafen Charles de Gaulle nach Palma de Mallorca fliegen. Wegen erheblicher Einschränkungen im Flugverkehr kam es allerdings zu einigen Stunden Verspätung, wie Betroffene im Gespräch mit der britischen Tageszeitung „The Sun“ beklagten. Das nutzten einige Reisende offenbar, um sich die Zeit an der Airport-Bar zu vertreiben – und sich in Urlaubsstimmung zu bringen. Dabei übertrieben es einige Passagiere wohl so sehr, dass sie nach dem Boarding wegen ihres störenden Verhaltens vom Easyjet-Personal zum Verlassen des Fliegers aufgefordert wurden.

Als die von den Flugbegleitern benachrichtige Polizei dann kam, um die Störenfriede hinauszubegleiten, eskalierte die Situation im Flugzeug: Nachdem vier Männer aus dem Flieger eskortiert worden waren, rastete ein fünfter Passagier aus, attackierte laut dem britischen „Mirror“ einen Flugbegleiter und verpasste ihm eine Kopfnuss. Die Beamten konnten nach Angaben des Berichtes schnell reagieren und den Angreifer zu Boden drücken.

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Flieger hob erst am nächsten Morgen ab

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Wann ist ein Fluggast zu betrunken?

„Jeder reagiert anders auf Alkohol“, sagt Carola Scheffler vom Bundesverband der Deutschen Luftverkehrswirtschaft (BDL). Eine festgelegte Promille-Grenze für Passagiere gebe es nicht. Allerdings beobachtet das Flugpersonal seine Gäste schon vor dem Abflug besonders aufmerksam. Wenn es während des Flugs zu Schwierigkeiten mit alkoholisierten Passagieren kommt, kann der Kapitän sich im Extremfall für eine Zwischenlandung entscheiden. Im schlimmsten Fall kostet das den Übeltäter bis zu 100.000 Euro.