Über 8 Milliarden Flugpassagiere

In 20 Jahren werden DOPPELT so viele Menschen wie heute fliegen

In Zukunft soll es doppelt so viele Flugpassagiere geben wie heute
In Zukunft soll es doppelt so viele Flugpassagiere geben wie heute
Foto: Getty Images

Die Internationale Flugverkehr-Vereinigung IATA hat eine neue Prognose bekannt gegeben, nach der von einem Anstieg auf 8,2 Milliarden Fluggäste bis zum Jahr 2037 ausgegangen wird. Die 20-Jahres-Vorschau wird jährlich von der IATA herausgegeben.

Aktuell geht die IATA von einem jährlichen Wachstum von 3,5 Prozent aus. Was sich nicht viel anhört, wird allerdings dazu führen, dass in zwanzig Jahren doppelt so viele Menschen wie heute fliegen. Derzeit gibt es nämlich „nur“ 4,2 Milliarden Flugpassagiere im Jahr.

China auf Platz 1

Grund für die extrem steigenden Zahlen sei, dass sich der Schwerpunkt des Flugverkehrs in den Osten verlagere. Indonesien werde bis 2030 von Platz 10 auf Platz 4 steigen. Zu diesem Zeitpunkt werde dann auch Thailand zu den Top-Ten-Flugmärkten gehören – und Italien aus der Liste rausfallen.

Die meist wachsenden Märkte von 2017 bis 2037 wären aktuell China (1.000.000.000 mehr Passagiere), die USA (481.000.000 mehr Passagiere), Indien (414.000.000 mehr Passagiere), Indonesien (282.000.000 mehr Passagiere) und Thailand (116.000.000 mehr Passagiere).

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Welche Konsequenzen werden aus dem Wachstum gezogen?

Die IATA gibt zu bedenken, dass die Zahlen sich auch anders entwickeln könnten. Da es besonders in der kommerziellen Luftfahrt immer wieder Beschränkungen hinsichtlich der Umwelt gibt, könnte das Wachstum bei umfangreicheren Restriktionen deutlich geringer ausfallen.

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Dennoch steht außer Frage, dass auch dann, wenn das Wachstum geringer ausfallen wird, die Luftfahrtindustrie ein infrastrukturelles Problem haben wird. Laut IATA müssten die Regierungen enger mit der Industrie zusammenarbeiten um effizientere Strukturen zu entwickeln. „Flughäfen und Flugsicherungen werden bei dem erwarteten Tempo nicht die Nachfrage handhaben können“, sagte Alexandre de Juniac, Präsident der IATA. Man müsse jetzt schon Maßnahmen treffen, um in einigen Jahren ein Chaos zu verhindern.

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Ein weiteres Problem, das es zu lösen gelte, ist die Belastung der Umwelt. Aktuell hat sich die Industrie mit dem Kyoto-Protokoll verpflichtet, die CO2-Emissionen bis 2050 um die Hälfte im Vergleich zum Jahr 2005 zu reduzieren. Um diese Vorstellungen jedoch mit den stark ansteigenden Fluggastzahlen zu halten, müssen definitiv Maßnahmen getroffen werden. Ein Ansatz wäre es, so de Juniac, mehr Forschung in spritsparende Flugzeuge sowie nachhaltigeren Treibstoff zu investieren.