In den USA

Sexuelle Belästigung im Flieger – FBI gibt Verhaltenstipps!

Flugzeug Innenraum
In den USA ist die Zahl der gemeldeten Fälle sexueller Belästigung im Flugzeug seit 2014 gestiegen
Foto: Getty Images

Erst Anfang Mai wurde bekannt, dass 68 Prozent der Flugbegleiter sexuell belästigt wurden. Doch auch Passagiere gehören zu den Opfern: Laut FBI ist die Zahl der gemeldeten Fälle in den USA in den vergangenen Jahren deutlich gestiegen. Nun veröffentlichte die US-Bundespolizei sogar Verhaltenstipps für Flugpassagiere.

„Verglichen mit den mehreren zehn Millionen US-Bürgern, die jedes Jahr fliegen, ist die Zahl der Opfer sexueller Belästigung auf Flügen relativ klein“, schreibt das FBI in einem offiziellen Statement, doch laut Special Agent David Gates, der regelmäßig solche Fälle untersucht, sei „auch nur ein einziges Opfer inakzeptabel“. Laut der US-Bundespolizei ist die Zahl seit 2014 gestiegen: 

Angesichts der Zahlen startete das FBI an US-Flughäfen die Kampagne „Be Air Aware“. Auf Plakaten wird darauf hingewiesen, dass es sich bei sexueller Belästigung im Flugzeug um eine Straftat auf Bundesebene handele und dass Opfer sich an das Bordpersonal und das FBI wenden sollten. Außerdem gab das FBI Tipps heraus, mit denen brenzlige Situationen vermieden werden sollen.

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Die 5 Verhaltenstipps des FBI

Auf das Bauchgefühl vertrauen: Oft würden die Täter bei ihren Opfern testen, ob diese wirklich schlafen, indem sie den Körper ganz leicht und scheinbar zufällig berührten. Passagiere sollten dies nicht ignorieren, sondern das Verhalten direkt ansprechen und sich überlegen,  den Platz zu wechseln.  

Eine Barriere schaffen: Wenn es sich beim Sitznachbarn um einen Fremden handele, sollte die Armlehne unten sein – egal wie nett und höflich die Person wirke. 

Bei Bewusstsein bleiben: Passagiere sollten auch bei Nachtstreckenflügen auf Schlaftabletten und/oder Alkohol verzichten. Das würde das Risiko, Opfer sexueller Belästigung zu werden, verringern.

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Einen Sitzplatz am Gang wählen: Besonders dann, wenn Kinder alleine fliegen, sollte für sie ein Sitzplatz am Gang gewählt werden, so das FBI. Auf diese Weise könnten Flugbegleiter sie besser im Blick behalten. Es habe schon Opfer gegeben, die erst acht Jahre alt gewesen seien. 

Übergriffe direkt ansprechen: Falls es zu sexueller Belästigung komme, sollte diese sofort dem Bordpersonal mitgeteilt werden, damit es die Identität des Täters aufnehmen und den Fall melden könne.