Saison und Uhrzeit sind entscheidend

Zu diesen Zeiten gerät ein Flugzeug am häufigsten in Turbulenzen

Flugzeug Turbulenzen
Turbulenzen im Flugzeug sind für die meisten Menschen unangenehm
Foto: Getty Images

Turbulenzen im Flugzeug gehören zu den Unannehmlichkeiten des Fliegens. TRAVELBOOK erklärt, wann sie am häufigsten auftreten.

Wenn die Anschnallzeichen aufleuchten, die Flugbegleiter die Passagiere bitten, sitzen zu bleiben und sogar der Essens- und Getränke-Service an den Plätzen eingestellt wird, dann drohen meist Turbulenzen  – oder man ist bereits mittendrin. Das Gute: Die Wetterphänomene können auf einem Flug zwar für Unruhe sorgen, sind aber meistens harmlos.

Dennoch leiden gerade Menschen mit Flugangst unter dem mitunter starken Ruckeln oder Absacken der Maschine, und für die kann es hilfreich sein zu wissen, zu welchen Jahres- oder Tageszeiten Turbulenzen besonders häufig auftreten. TRAVELBOOK erklärt das Phänomen und sagt, zu welchen Zeiten sie verstärkt vorkommen.

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Wie entstehen Turbulenzen?

Turbulenzen sind vertikale Verwirbelungen der Luft, die auf meteorologische Phänomene zurückgehen, wie Luftfahrt-Experte Heinrich Großbongardt auf Nachfrage erklärt: „Im Gewitter entstehen Turbulenzen durch das enge Nebeneinander von Zonen mit schnell aufsteigender warmer Luft (bis zu 180 km/h senkrecht!) und absinkender kalter Luft.“ Auch in Bodennähe gibt es Verwirbelungen der Luft bei stürmischen Winden, hervorgerufen durch Bergzüge, Wälder und Gebäude.

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Wann treten Turbulenzen am häufigsten auf?

Wie „Das Wetter.de“ berichtet, fliegt es sich im Winter viel entspannter als im Sommer. Aufgrund der höheren Dichte der Luft hebt das Flugzeug demnach mit mehr Leichtigkeit ab. Zumindest in niedrigeren Lagen treten dann kaum Turbulenzen auf. In höheren Lagen sind sie fast das ganze Jahr über möglich.

Schwieriger ist es dem Wetterportal zufolge in den Sommermonaten: Die Luft weist dann eine niedrigere Dichte auf und die Flugzeuge benötigen fast die gesamte Länge der Startbahn.

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Wie gefährlich sind Turbulenzen?

„Man braucht keine Angst zu haben, dass ein Flugzeug durch Turbulenzen auseinander bricht, auch wenn die Flügelspitzen und Triebwerke unter Umständen ziemlich stark wackeln. Dafür sind sie gebaut“, sagt Großbongardt. „Zudem ist das Durchbiegen der Flügel eine Art Federung, die dem Komfort dient“, beruhigt der Luftfahrt-Experte all diejenigen, die bei schweren Turbulenzen Angst vor einem Absturz bekommen.  Auch Markus Wahl von der Pilotenvereinigung Cockpit beruhigt in dieser Hinsicht: „Das Absacken ist zwar unangenehm, aber für das Flugzeug in keiner Weise gefährlich.“

Gefährlich sind Turbulenzen den Experten zufolge vor allem für Passagiere, die nicht angeschnallt sind, und für deren Umgebung. „Wenn das Flugzeug durchsackt, hängen sie plötzlich an der Kabinendecke, um dann im nächsten Moment mit aller Wucht auf Sitze oder den Kabinenboden zu krachen. Knochenbrüche und Rückgratverletzungen sind häufig die Folge“, sagt Großbongardt. Immer wieder komme es sogar zu Todesfällen, so der Luftfahrtexperte.

 

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