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100 Länder, 100 Abenteuer & eine Liebe

Darum reist Sebastian jetzt seit 10 Jahren um die Welt!

Das auch noch! Reiseblogger Sebastian Canaves hat sogar seinen 70-jährigen Stiefvater zum Fallschirm-Sprung motiviert
Foto: privat

100 Länder in zehn Jahren: Sebastian Canaves (28) hat seine Leidenschaft zum Beruf gemacht: Reisen! Als Blogger erobert er zusammen mit seiner Freundin Line (29) die Welt. Und er ist noch lang nicht am Ziel!

Die Welt ist ihm nie genug!

Sebastian Canaves (29) hat sein Studium mega genossen und nie beendet. Er steht total auf Adrenalin und ist zu faul für Sport. Er liebt Orcas heiß – hat aber noch nie einen gesehen. Dafür fast alle anderen Tiere, die es gibt. Er ist Überlebenskünstler und überlebt alles, weil er lebt: Sebastian Canaves ist einer der größten Reiseblogger Deutschlands mit einer Schar von Digital-Jüngern, die ihn verehren. Über 100.000 Reisefans folgen ihm auf Facebook und über 30.000 sind ihm via Instagram auf den Fersen. Sein Blog „Off The Path“ ist mit 360.000 Lesern im Monat einer der beliebtesten des Landes. Dabei hebt er nur auf seinen Reisen ab. Im Gespräch ist er total auf dem Boden geblieben – und weiß Gott nicht auf den Mund gefallen.

Canaves steht auf Natur, wilde Tiere und will alles erleben: Hier am Rio Celeste, einem Wasserfall in Costa Rica, Foto: privat

Sebastian, warum bist du nie zu Hause?

Wusstest du das nicht: Die meisten Unfälle passieren nachweislich zu Hause. Deshalb meide ich den Haushalt. Es ist der gefährlichste Ort der Welt. Uuuahhh.  (lacht)

Dann bist du ja ein echter Glückspilz!

Ja, ich hatte tatsächlich viel Glück. Aber ich denke, wenn man nichts wagt, braucht man auch kein Glück.

Reiseblogger Sebastian Canaves steht gern am Abgrund, aber diese drei digitalen Regeln überschreitet er nie:

 Konkreter bitte, glaubst du an einen Schutzengel?

Ich weiß nicht. Für mich gibt es einfach keinen Grund, etwas nicht zu tun. Ich würde alles machen, wenn man mir plausibel erklärt, dass es irgendwie geht. Und jeder, der mich wirklich kennt, wird bestätigen: Der Sebastian weiß nicht, was Angst ist. Ich kenne dieses Gefühl einfach nicht. Damit wurde ich gesegnet.

Ganz im Gegensatz zu meiner Freundin Line, die sich ständig überwinden muss. Was sie macht, ist noch viel beeindruckender, weil sie echte Grenzen überschreitet. Jeden Tag und jedes Abenteuer von Neuem.

Das heißt, Gegensätze ziehen sich an? Ist das die große Reise-Love-Story?

Wir haben uns nicht beim Reisen direkt, sondern – laaangweilig –  auf einer Reisemesse kennengelernt. Line war dort für die Blogger-Relations zuständig und hat ihren Job wohl ein bisschen zu ernst genommen. (lacht)

Wir sind dann fast direkt zusammengezogen. Oder besser gesagt: Wir haben uns zusammen nirgends angemeldet. Ha! Das stand sogar im Pass so: kein fester Wohnsitz.

 

Sebastians Abenteuer-Karte: Mehr als 100 Länder hat der Blogger bereist

Fast die ganze Welt: Sebastian Canaves hat alle gelb markierten Länder bereits bereist.

 

Wie hat sich das angefühlt?

Wie die absolute Freiheit.

Für Line auch?

Genauso. Und zwei Jahre blieb dieses Gefühl auch unangefochten. Alles war easy, schön und aufregend.

Und dann wurde es doch ungemütlich?

Nach zwei Jahren stellten wir fest, dass wir gerne einen Ort mit Anker hätten. Das Leben eines Bloggers bedeutet permanentes Arbeiten. Und es wird irgendwann anstrengend, das Business nur aus dem Airbnb, dem Internetcafé oder aus dem Zelt im Dschungel zu leiten. Deshalb haben wir jetzt eine Wohnung und ein Büro in Hannover, wo ich auch gerade für eine ganze Woche bin!

Was war die gefährlichste Situation, in die du dich je freiwillig begeben hast?

Letztes Jahr waren Line und ich zwei Tage zum Kanu-Fahren in Kanada, Alberta, im Jasper-Nationalpark. Als wir starteten war die Strömung extrem stark und wir hatten 20 Liter Wasser im Kanu …

… hier ist der Film zum großen Abenteuer:

Und was war die geilste Reise?

(lacht wieder) Immer die letzte. Ich stehe auf wilde Tiere. Deshalb liebe ich die Reisen am meisten, wo ich Tiere beobachten kann. Eigentlich bin ich kein geduldiger Mensch, aber mit einem Tier vor der Linse kann ich stundenlang wie gebannt still sitzen, bis ich das richtige Bild im Kasten habe. Einmal habe ich zwei Stunden vor einem Kakadu gesessen, bevor ich das perfekte Foto hatte.

Ich freue mich übrigens auf die nächste geilste Reise kommende Woche, wieder nach Kanada. Mit Orcas schwimmen! Das sind meine Lieblingstiere und ich habe noch nie einen gesehen.

Lake Tekapo in Neuseeland: Sichere Daten sind für den Reiseblogger essenziell. Deshalb speichert er alles auf seiner My Cloud Home
Foto: privat

Und wie speicherst und bewahrst du diese Schätze?

Auf Reisen habe ich immer eine mobile Festplatte mit zwei Terrabyte dabei. Die ist schnell und klein. Und zu Hause habe ich eine stationäre 10 Terrabyte Festplatte von Western Digital stehen, die hält bei meinem Volumen an Bildern, Videos und Podcasts gerade mal ein Jahr. Dann ist sie voll und ich brauche eine neue.

Hast du einen „digitalen Tick“?

Ja, ich bin ein „Digital Messy“ – ich kann nichts wegwerfen oder löschen. Ich will alles zur Erinnerung behalten. Deshalb benutze ich jetzt die My Cloud Home von Western Digital. Auch aus Sicherheitsgründen. Ich möchte nicht, dass Fremde Zugriff auf meine Fotos und Videos haben und sie illegal in Ländern wie China veröffentlichen. Ja – alles schon passiert, leider. Was ich cool finde an My Cloud Home, ist, dass alle Daten an einem Ort sind und dass ich von überall und allen Geräten darauf Zugriff habe. Auch dass man über einen Folder Up- und Downloads machen kann.

Ah ja, und ich bin ein „Digital Junkie“, ich liebe neue Technik und versuche, keinen Trend zu verpassen. Ich mache überall mit. Alles außer Snapchat – für den Scheiß bin ich zu alt. (lacht)

Kein Berg ist zu hoch, kein Abgrund zu tief: Holliotirii! Am Weg zur Schmidt-Zabierow-Hütte in den Lofer Steinbergen
Foto: privat

 Hast du ’n Lebensmotto?

Na klar, tausend: Unser Hauptmotto ist „Mach jeden Tag zu deinem Abenteuer.“

Außerdem: Veränderung ist gut!

No regrets! Niemals!

Sei immer offen für alles und MACH es!

Und wenn ich in einer Sache gut bin, dann ist es die Motivation: Ich habe es geschafft, meine Mutter mit über 50 UND meinen Stiefvater mit fast 70 zum Bungee-Jumpen und zum Skydiven zu überreden.

Was ist dein Top-Tipp für Erstreisende?

Leute, reist alleine und sprecht mit Menschen! Als ich 18 Jahre alt wurde, wollte ich so weit weg wie möglich. Ich ging nach Australien. Mutterseelenallein. Wenn du mal drei Tage nicht gesprochen hast und gar nicht mehr weißt, wie deine eigene Stimme klingt, dann weißt du, was Einsamkeit ist. Und ich schwöre: Dann gehst du auch runter an die Bar und quatschst jemanden an. Mich hat diese Erfahrung echt viel gelehrt.

Hier geht’s zum coolsten Reisetipp des Bloggers fürs Inland:

Und: Wo bist du eigentlich zu Hause?

(lacht) Gute letzte Frage! Europa würde ich sagen. Meine Mutter ist Deutsche, mein Vater Spanier. Ich für mich komme nicht aus einem konkreten Land. Ich finde Patriotismus uncool und ich möchte gerne für eine Gemeinschaft stehen.

Ich komme von dort, wo mein Herz sich am wohlsten fühlt. Da ich seit zehn Jahren eigentlich konstant unterwegs bin, ist das „Unterwegs“ mein Zuhause.

 

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