Ökologischer Fußabdruck

So kompensieren Sie den CO2-Ausstoß nach einer Flugreise

Flugzeug Abgase
Aeroplane contrails against a clear sky
Foto: Array

Bei Flugreisen werden hohe Mengen CO2 und andere Schadstoffe ausgestoßen, die die Umwelt belasten. Urlauber können diesen Verbrauch aber mit einer Zahlung an ein Klimaprojekt kompensieren.

Wer den eigenen CO2-Verbrauch nach einer Flugreise kompensieren möchte, kann das über eine Zahlung an ein Klimaschutzprojekt tun. Im Internet gibt es zahlreiche Anbieter dafür.

Die Idee: Das durch den Flug ausgestoßene CO2 wird an anderer Stelle eingespart. Hierfür kauft der Reisende Emissionszertifikate.

Achten sollte man bei der Auswahl eines Projekt darauf, dass es ohne die Zertifikatserlöse nicht hätte durchgeführt werden können, erläutert das Umweltbundesamt (UBA) in seinem neuen Ratgeber „Freiwillige CO2-Kompensation durch Klimaschutzprojekte“. Beispiele sind Projekte zur Aufforstung von Wäldern oder für die Regeneration von Mooren. Hier wird CO2 gebunden.

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So erkennen Sie seriöse Anbieter

Hilfreich können Qualitätsstandards sein, an die sich die Projekte halten. Zu den international am weitesten verbreiteten gehören laut UBA der „Gold Standard“ und der “Verified Carbon Standard“.

Zusätzlich sollte man sich aber mit dem jeweiligen Projekt auch beschäftigten und schauen, ob etwa ein Jahresbericht zur Verfügung gestellt wird und wie hoch die Verwaltungskosten sind.

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Zahlung direkt bei der Buchung

Manche Airlines bieten direkt bei der Buchung Ausgleichszahlungen an. Hier sollte man sich die Berechnungsmethode des sogenannten CO2-Fußabdrucks genau anschauen. Wird sie nicht transparent erläutert, raten die Experten des Umweltbundesamtes zum Nachrechnen – Module dafür gibt es bei Anbietern von Ausgleichszertifikaten.

Achten sollte man auf die Detailtiefe, wie etwa die Frage nach der Flugklasse. In der Business-Klasse haben Flugreisende prozentual einen größeren Anteil am CO2-Ausstoß des Fliegers, weil sie mehr Platz in Anspruch nehmen.

Nach dem Erwerb der Zertifikate sollte der Anbieter einen Lösch-Hinweis zeigen, so der Rat der UBA-Experten. So haben Unternehmen nicht mehr die Möglichkeit, zusätzliche Zertifikate zu erwerben, um mehr Emissionen auszustoßen, als sie eigentlich dürften.