Niederlande

Amsterdam verbietet Touristen-Touren durchs Rotlichtviertel

Amsterdam Massentourismus
Die Grachten werden von Touristenmassen überflutet
Foto: Getty Images

Genau wie Barcelona, Venedig und andere vom Massentourismus geplagte Metropolen will nun auch Amsterdam gegen die Flut von Besuchern und die zunehmende Kommerzialisierung der Stadt vorgehen. Der Plan bisher: geführte Touren durch das berühmte Rotlichtviertel sollen verboten werden. TRAVELBOOK zeigt, was geplant ist.

In Amsterdams berühmtesten und berüchtigtsten Stadtteil, dem Rotlichtviertel, wird es ab nächstem Jahr keine Touren mehr für Touristen geben. , wie unter anderem der niederländische, öffentlich-rechtliche Rundfunksender NOS berichtete.

Laut NOS habe der Stadtrat Udo Kock gesagt: „In der heutigen Zeit ist es nicht mehr akzeptabel, Sex-Arbeiter als Tourisenattraktion zu sehen.“ Die neuen Vorschriften sollen ab dem 1. Januar gelten und sowohl bezahlte als auch kostenlose Touren betreffen.

Touren durch den Rest des historischen Altstadtkerns sollen zwar weiterhin stattfinden, aber eingeschränkt werden: So soll laut dem Guardian die erlaubte Gruppengröße von 20 auf 15 Menschen reduziert werden.

In Amsterdam ist der sogenannte „Overtourism“ ein großes Problem: Die Stadt, die nur 850.000 Bewohner hat, zählte 2018 19 Millionen Touristen. Bürgermeisterin Femke Halsema geht davon aus, dass die Zahl bis 2025 auf 29 Millionen steigen wird. Um das Problem in den Griff zu bekommen wurden bereits einige Maßnahmen umgesetzt, z.B. werden Straßen teilweise gesperrt und die Anzahl an Airbnbs, die maximal erlaubt ist, wurde deutlich reduziert.