Weniger Bier-Bikes, kein Airbnb in bestimmten Vierteln

Amsterdam will rigoros gegen Massentourismus vorgehen

Amsterdam Massentourismus
Die Grachten werden von Touristenmassen überflutet
Foto: Getty Images

Genau wie Barcelona, Venedig und andere vom Massentourismus geplagte Metropolen will nun auch Amsterdam gegen die Flut von Besuchern und die zunehmende Kommerzialisierung der Stadt vorgehen. TRAVELBOOK zeigt, was geplant ist.

In einem offiziellen Statement der vier Parteien, die sich in Koalitionsverhandlungen zur Bildung der Lokalregierung von Amsterdam befinden und das TRAVELBOOK vorliegt, werden folgende Maßnahmen vorgestellt, die direkt nach Regierungsantritt in Kraft treten sollen:

Weniger Bier-Bikes und Airbnb-Wohnungen

  • Die Tourismussteuer soll bis 2022 Schritt für Schritt deutlich erhöht werden. Ab 2020 soll sie erstmals höher werden, für 2019 beträgt sie sieben Prozent.
  • Werbung soll im öffentlichen Raum reduziert werden. Dafür soll unter anderem die Werbesteuer wieder eingeführt werden.
  • Internationale Marken-Läden und Läden, die sich nur an Touristen richten und das Stadtbild mittlerweile dominieren, sollen ebenfalls deutlich eingeschränkt werden. Dazu zählen etwa Eisdielen oder Souvenirläden.
  • Touristische Transportmittel auf dem Wasser und an Land (Fahrradtaxis, Segways, das Bier-Bike, Pferdekutschen und Motorboote) sollen so weit wie möglich aus dem Stadtbild verschwinden.
  • Der Bau von Hotels soll ebenfalls eingeschränkt werden. Hauseigentümer dürfen ihr Haus, etwa über Airbnb, nicht mehr als 30 Tage pro Jahr an Touristen vermieten. In bestimmten Vierteln der Stadt soll die Vermietung an Touristen eventuell grundsätzlich verboten werden.
  • Kreuzfahrtschiffe sollen nicht mehr im direkten Stadtgebiet anlegen können. Stattdessen soll ein alternativer Standort außerhalb von Amsterdam eingerichtet werden.

Jetzt teilt Mallorca die Insel in Zonen ein

Ein Sprecher des Amsterdamer Stadtrates sagte TRAVELBOOK auf Anfrage: „Es handelt sich hierbei noch um keinen entgültigen Gesetzesentwurf. Die Maßnahmen werden erst abgewogen und umgesetzt, sobald die neue Regierung im Amt ist.“