Visumsbestimmungen gelockert

Backpacker dürfen bald drei Jahre in Australien bleiben

Ein weiblicher Backpacker in New South Wales in Australien
Backpacker in Australien können ab nächstem Sommer noch länger das Land erkunden
Foto: Getty Images

Wer eine Auszeit in Australien als Backpacker plante, durfte bisher maximal zwei Jahre im Land bleiben. Denn nur so lange galt das „Working Holiday“-Visum. Jetzt verlängert sich die Zeit auf 3 Jahre – allerdings gibt es eine Bedingung.

Australiens Premierminister Scott Morrison kündigte an, dass ab Juli 2019 arbeitende Touristen drei statt nur zwei Jahre im Land bleiben dürfen, wie mehrere Medien unter Berufung auf die dpa berichteten.

Der Grund ist, dass viele australische Agrarbetriebe unter Arbeitskräftemangel leiden. Außerdem soll die Altersgrenze für arbeitende Touristen angehoben werden – von 30 auf 35 Jahre. Allerdings gilt diese Regelung nach den aktuellen Plänen erst einmal nicht für Urlauber aus Deutschland.

Welches Visum brauche ich für eine Australien-Reise?

„Working Holiday“ wird auch kritisiert

Das „Working Holiday“-Programm gibt es für 45 Länder. Es ist sehr beliebt, für die Saison 2017 bis 2018 wurden 210.456 solcher Visa ausgestellt, davon alleine 23.867 an Deutsche. Trotz der Beliebtheit unter den Backpackern steht es aber immer wieder in der Kritik.

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Theoretisch stehen den Besitzern des „Working Holiday“-Visums der gesetzliche Mindestlohn von 18.93 australischen Dollar (circa 12 Euro) zu. Doch wie kürzlich eine Studie der University of New South Wales ergab, verdienen weniger als 10 Prozent der arbeitenden Reisenden wirklich diesen Mindestlohn.

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