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Mit extrem hohen Ticketpreisen: Dracheninsel wird zum Luxusziel

Ein Komodo Waran auf Komodo Island in Indonesien
Um Komodowarane im Nationalpark in Indonesien anschauen zu können, sollen Besucher zukünftig tiefer in die Tasche greifen müssen
Foto: Getty Images

Der Komodo Nationalpark in Indonesien ist ein beliebtes Reiseziel für Touristen. Auf den Inseln, über die sich der Park erstreckt, kriegen Besucher die Chance, Komodowaranen nahezukommen und sie in ihrer natürlichen Umgebung zu beobachten. Dafür sollen sie in Zukunft aber tiefer in die Tasche greifen müssen, wenn es nach der indonesischen Regierung geht.

In Indonesien soll der Blick auf die vermeintlich „letzten Drachen der Welt“ richtig teuer werden. Bislang werden für den Eintritt in den Nationalpark etwas mehr als 9 Euro fällig.

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Dracheninsel soll Luxusziel werden

Die Insel liegt etwa 1500 Kilometer entfernt von der indonesischen Hauptstadt Jakarta. Der Gouverneur der dortigen Provinz, Victor Laiskodat, kündigte in der indonesischen Tageszeitung „Kompas“ nun an, Komodo zu einem touristischen Luxusziel machen zu wollen. „Das ist ein Ort nur für Leute, die Geld haben“, sagte der Gouverneur. „Das ist ein Ort für außergewöhnliche Leute. Wer nicht genug Geld hat, braucht nicht zu kommen.“

Derzeit sollen pro Monat etwa 10.000 Besucher zu dem UNESCO-geschützten Nationalpark reisen, der sich über die Inseln Komodo, Rinca, Padar und weitere kleine Inseln erstreckt.

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Besucherzahl sollte nach Brand bereits reduziert werden

Im August hatte ein Reiseführer ein Feuer auf dem höchsten Gipfel der Insel Lawa gemeldet, die Teil des Komodo Nationalparks ist, wie das indonesische Magazin „Kompas“ damals berichtete. Der Leiter des Komodo Nationalparks, Budhy Kurniawan, gab an, dass der Auslöser des Feuers eine Zigarette gewesen sei, die ein „skrupelloser Besucher“ weggeworfen habe. Bei dem dadurch entstandenen Großbrand sollen zehn Hektar des Waldbestandes zerstört worden sein.

Auf diesen Zwischenfall wollte die indonesische Regierung mit Beschränkungen der Besucherzahlen reagieren. Die monatlich mehr als 10.000 Besucher des Komodo-Nationalparks, der im Jahr 1991 von der Unesco zum Weltnaturerbe anerkannt worden war, sollten um die Hälfte reduziert werden.

Auf diese Weise sollten die Umweltprobleme im Park unter Kontrolle gebracht und die Auswirkungen der Besucher auf die dort lebenden Komodo-Drachen reduziert werden.