Auswärtiges Amt

Corona-Maßnahmen in Italien bis Oktober verlängert

Wegen der Corona-Pandemie gibt es in Italien an vielen bekannten Orten Einschränkungen
Die Maßnahmen zur Eindämmung der Corona-Pandemie gelten auch an vielen bekannten Orten in Italien
Foto: Getty Images

Italien ist ein beliebtes Reiseziel in Europa – doch das Land wurde auch schwer von Corona getroffen. Aktuell steigen wieder die Fallzahlen, weswegen auch die Maßnahmen zur Eindämmung der Pandemie verlängert wurden. TRAVELBOOK berichtet über die aktuelle Corona-Lage in Italien und erklärt, worauf Urlauber achten sollten.

Nachdem am vergangenen Freitag mit mehr als 1.700 Fällen die Zahl der täglichen Neuinfektionen mit dem Coronavirus auf den bis dahin höchsten Wert seit Anfang Mai gestiegen war, wurden die Maßnahmen zur Eindämmung des Coronavirus in Italien um einen weiteren Monat verlängert. Die Maßnahmen, etwa Maskenpflicht und Abstandsregeln, gelten nun bis zum 7. Oktober.

Die meisten Urlauber aus der EU oder aus dem Schengenraum dürfen seit Juni ohne Beschränkungen einreisen. Für Ankünfte aus Bulgarien und Rumänien verhängte Rom wieder eine zweiwöchige Quarantänepflicht – sie gilt auch für Besucher aus Nicht-EU-Ländern. Wer aus Kroatien, Griechenland, Malta und Spanien einreist, muss allerdings einen Corona-Abstrich machen.

Maßnahmen zur Eindämmung der Corona-Pandemie in Italien

Innerhalb Italiens darf man sich ungehindert fortbewegen. In Geschäften, Zügen oder anderen geschlossenen Räumen gilt bis in den September Maskenpflicht. Auch auf Plätzen und vor Lokalen, wo häufig viele Menschen stehen, muss von 18.00 Uhr bis 6.00 Uhr morgens ein Atemschutz getragen werden. Alle Discos – auch im Freien –sind dicht. Größere Ansammlungen sind verboten, stehen die Leute zu eng zusammen und trinken auf der Piazza, greift die Polizei häufig ein.

An Stränden müssen Distanzregeln eingehalten werden – was teils aber nicht richtig gelingt. In den Bars und Restaurants haben viele Wirte ihre Tische fast komplett nach draußen gestellt. Manchmal gibt es zusätzlich eine Plexiglas-Abtrennung zum nächsten Tisch. Vorherige Reservierungen sind erwünscht, aber kein Muss.

Auch interessant: Urlaub trotz Corona – die Regelungen in Europa im Überblick

Das Auswärtige Amt zur Corona-Situation in Italien

Das Auswärtige Amt rät, aufgrund der womöglich sich schnell ändernden Lage, sich vor Abreise nach Italien unbedingt über den aktuellen Stand der Dinge vor Ort zu erkundigen und Nachrichten sowie Wetterberichte zu verfolgen. Auf der Website steht ebenfalls: „Italien war von Covid-19 besonders stark betroffen, wobei sich die Lage inzwischen verbessert hat. Regionale Schwerpunkte sind die Lombardei, gefolgt von Piemont, Emilia Romagna und Venezien. Aktuelle und detaillierte Zahlen bietet das European Centre for Disease Prevention and Control (ECDC). Derzeit gilt in Italien noch der Notstand.“

 

 

Besuch von Kulturstätten in Italien eingeschränkt

Wegen der Corona-Vorsorge wurde die Zahl der verkauften Eintrittstickets für Museen und Kulturstätten in Italien deutlich heruntergeschraubt.

Auch interessant: Urlaub trotz Corona – diese Regelungen gelten in Europa

Weil sich die Gäste etwa auf dem Gelände des Forum Romanum und des Palatin-Hügels in Rom in eine Richtung bewegen sollen, ohne sich zu drängeln etwa beim Blick in die Höhe zum Tempel des Saturn, sind Teile des Wegenetzes abgesperrt. Und andernorts ist es ähnlich: In den Grabungsstätten, ob in Rom, Ostia, Agrigent oder Pompeji, hat die Pandemie den Alltag massiv umgekrempelt.

Massimo Osanna, der die weltbekannte Ausgrabungsstätte von Pompeji leitet, wirbt stattdessen für Orte, die bisher keine großen Publikumsmagneten waren. Etwa die Ausgrabungen in Oplontis, nahe dem Küstenort Torre Annunziata. Das 2000 Jahre alte Anwesen der Villa Poppaea mit wunderbar bemalten Wänden sei ein Schmuckstück. So kann man den Massen entgehen.