Wie ist der Stand in anderen Urlaubsländern?

Rückholprogramm für deutsche Touristen in Thailand beginnt

Gestrandete Urlauber in Thailand
Urlauber, die jetzt in Thailand festsitzen, werden ab dieser Woche zurückgeholt
Foto: dpa Picture Alliance

Noch immer sitzen rund 25.000 deutsche Urlauber im Ausland fest. Die Bundesregierung kündigte weitere Rückholflüge an, unter anderem aus Thailand und Australien. Ein Überblick.

Von den insgesamt etwa 200.000 wegen der Coronakrise im Ausland festsitzenden deutschen Urlaubern sind mittlerweile 175.000 wieder zu Hause. „Diejenigen, die noch im Ausland sind, bitten wir weiter um Geduld“, schrieb Bundesaußenminister Heiko Maas am Montag auf Twitter.

Die Rückholaktion war vor etwa zwei Wochen gestartet und soll noch mindestens zwei weitere Wochen andauern. Während bislang vor allem Urlauber aus relativ leicht zu erreichenden Ferienzielen wie Ägypten, Marokko, Tunesien oder der Dominikanischen Republik ausgeflogen wurden, konzentriert man sich jetzt auch auf weiter entfernte Ziele.

Corona-Pandemie – was Reisende jetzt wissen müssen

Wo noch gestrandete Urlauber aus Deutschland festsitzen und in welchen Reiseländern weitere Rückholflüge geplant sind, erfahren Sie in unserem Überblick:

Thailand

In dem südostasiatischen Land sind bis Montagmittag 1524 Infektionsfälle mit dem Coronavirus gemeldet worden sowie neun Todesfälle infolge der Lungenkrankheit Covid-19, die von dem Virus ausgelöst wird.  Die bei Touristen beliebte Insel Phuket hat zum Schutz vor dem Virus ihre Grenzen für Fahrzeuge abgeriegelt. Die Maßnahme gilt nach Angaben des Gouverneurs der Provinz bis mindestens 30. April.

Der internationale Flugverkehr ist durch Streichungen stark eingeschränkt. In Phuket stellt der Flughafen vom 10. bis 30. April den Betrieb ein. In Bangkok sind bereits Einkaufszentren, Schulen und Restaurants offiziell dicht.

Australien

In Australien sitzen noch mehrere Tausend Urlauber aus Deutschland fest, darunter auch TRAVELBOOK-Autorin Anna Wengel. Wie viele andere hat auch sie sich für das Rückholprogramm der Bundesregierung registriert und am Montag eine E-Mail des Deutschen Generalkonsulats in Sydney erhalten, dass die Rückholflüge „Ende der Woche von den Flughäfen Sydney, Melbourne, Brisbane und Perth starten“ sollen.  Alle Flüge gehen nach Frankfurt am Main.

Allerdings, so heißt es in der E-Mail weiter, solle „insbesondere Hilfsbedürftigen sowie Familien mit kleinen Kindern die Ausreise ermöglicht werden“. Die Kapazitäten seien begrenzt, sodass nicht jeder Rückholwunsch erfüllt werden könne. Urlauber, die alleine oder als Paar unterwegs sind, werden sich also voraussichtlich selbst um einen Rückflug kümmern müssen. Weitere Einschränkung: „Pauschalreisende müssen grundsätzlich eine Rückreise mithilfe Ihres Reiseveranstalters durchführen.“

Neuseeland

Wie die „Süddeutsche Zeitung“ berichtet, befinden sich derzeit noch etwa 10.000 Deutsche in Neuseeland. Es habe zwar einen ersten Rückholflug am Samstag gegeben, allerdings habe die neuseeländische Regierung weitere geplante Flüge untersagt. Premierministerin Jacinda Ardern habe erklärt, es werde noch „einige Tage“ dauern, bis Rahmenbedingungen für eine Wiederaufnahme von Rückholflügen für ausländische Touristen geschaffen seien.

Mexiko

Das Rückholprogramm aus Mexiko läuft seit dem 23. März. Wie die Deutsche Botschaft in Mexiko mitteilte, findet am Dienstag (31. März) der vorläufig letzte Rückflug aus Mexiko-City mit Lufthansa nach Frankfurt statt.

 

Namibia

Aus Namibia werden diese Woche weiterhin deutsche Urlauber ausgeflogen. Wer noch zurück nach Deutschland wolle, solle sich „dringend spätestens jetzt“ in die Hauptstadt Windhuk begeben, heißt es auf der Webseite der Deutschen Botschaft vor Ort. Und weiter: „Die Durchführung der Rückholflüge soll in den kommenden Tagen abgeschlossen werden. Danach wird es in absehbarer Zeit keine Rückreiseoptionen geben.“

Weitere Reiseländer

Aus Peru wurden laut einem Bericht von „Aerotelegraph“ Ende vergangener Woche rund 600 Deutsche zurückgeholt, allerdings gestalte sich die Ausfliegung weiterer Urlauber aufgrund verschiedener bürokratischer Hürden schwierig. Aus Bali wird es laut der dortigen deutschen Botschaft einen Rückholflug mit Condor am kommenden Freitag (3. April) geben. Die Deutsche Botschaft in Kuba teilte mit, dass die Ausreise weiterhin erfolgen kann und auch soll.

Eine Übersicht aller Länder und Regionen, für die es nach aktuellem Stand eine Rückholaktion gibt, finden Sie hier. Über entsprechende Links zu den jeweiligen Botschaften erhalten noch festsitzende Deutsche Informationen, wie sie sich für Rückholflüge registrieren können.

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