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Forderung der Grünen

Fahren bald doppelstöckige ICEs durch Deutschland?

Doppelstockzug ICE IC Deutschland Deutsche Bahn
Doppelstockzüge fahren in Deutschland bereits – unter anderem als ICs Foto: dpa picture alliance

Schon in wenigen Jahren sollen deutlich mehr Menschen als heute mit der Bahn statt mit Auto und Flugzeug unterwegs sein. Bei der DB plant man sogar mit doppelt so vielen Passagieren. Doch wo sollen die alle hin? Die Grünen machen nun einen Vorschlag.

Die Deutsche Bahn hat ein ambitioniertes Ziel: Bis 2030 will man doppelt so viele Fahrgäste wie noch bislang transportieren, die Rede ist von 260 Millionen Passagieren. Zum Vergleich: Im bisherigen Rekordjahr 2019 waren es zum ersten Mal mehr als 150 Millionen Fahrgäste.

Die Frage ist, wo die ganzen Passagiere untergebracht werden sollen.

Bund soll die Doppelstock-ICEs kaufen

Die neuen Doppelstock-ICEs würden 40 Prozent mehr Fahrgäste transportieren können und sollten am besten direkt vom Bund geordert werden, zitiert der „Tagesspiegel“ den Bahnexperten Matthias Gastel von den Grünen. Man dürfte nicht darauf hoffen, „dass Bahnbetreiber oder die deutsche Bahnindustrie von selbst einen Doppelstock-ICE auf die Schiene bringen“.

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Tatsächlich weiß man bei der Deutschen Bahn um die Herausforderungen, die eine Verdopplung der Fahrgäste mit sich bringen würde. Deswegen wird bereits aufgestockt: Ab Anfang 2021 soll etwa der neue extralange ICE 4 fahren, der mehr als 900 Sitzplätze bietet. Außerdem will man mit einem neuen digitalen System 25 Prozent mehr Züge auf dem bestehenden Gleisnetz fahren lassen.

Doppelstock-ICs brachten viele Probleme

Von Doppelstock-ICEs will man bei der Bahn aber künftig absehen, heißt es beim „Tagesspiegel“. Bereits seit fünf Jahren im Einsatz sind hingegen die doppelstöckigen ICs, die Intercity 2. Die Züge haben 468 Sitzplätze und werden unter anderem auf den Strecken Dresden-Köln, Wien-Warnemünde und Leipzig-Norddeich eingesetzt.

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Seit der Inbetriebnahme im Dezember 2015 gab es allerdings schon oft Kritik an den Zügen. Zum einen war ein technisches Problem, dass die einzelnen Abschnitte des Zuges nicht getrennt behandelt werden können, sodass bei einem defekten Wagon gleich der ganze Zug aus dem Betrieb genommen werden muss. Außerdem gab es zahlreiche Berichte darüber, dass Reisenden im oberen Stockwerk vom Schwanken des Zuges schlecht wurde, mehrfach wurde von „seekrank“ gesprochen.

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