Indonesien

Mehrere Tote nach Erdbeben auf Java und Bali

Java und Bali
Dieses Mal bebte die Erde auf den beliebten Urlaubsinseln Java und Bali
Foto: Google Earth/Screenshot

Indonesien kommt nicht zur Ruhe. Wieder bebte die Erde, dieses Mal auf den beliebten Urlaubsinseln Java und Bali.

Das Erdbeben mit der Stärke 6,0 ereignete sich in der Nacht zu Donnerstag. Mindestens drei Menschen sollen durch Trümmerteile getötet worden sein, wie der Nationale Katastrophenschutz laut lokalen Medien mitteilte. Es gebe außerdem mehrere Verletzte. Das Zentrum des Bebens lag in circa zehn Kilometern Tiefe im Meer, nördlich von Java und nordwestlich von Bali. Eine Tsunami-Warnung gaben die Behörden nicht heraus.

Zuletzt kam es auf der indonesischen Insel Sulawesi zu Erdbeben und einem Tsunami. Laut Angaben eines Sprechers des nationalen Katastrophenschutzes stieg die Zahl der Todesopfer auf mindestens 1558.

Laut der wissenschaftlichen US-Behörde United States Geological Survey (USGS) hatte das heftigere der beiden Erdbeben eine Stärke von 7,5, das Epizentrum lag etwa 56 Kilometer nordöstlich von Sulawesi in Indonesien. Die Erschütterungen ereigneten sich demnach in einer Tiefe von 10 Kilometern. Die Behörden hatten am Freitag zunächst sofort eine Tsunami-Warnung herausgeben, das USGS warnte auch für die Philippinen und Malaysia von einer Flutwelle. Die Tsunami-Warnung war kurz darauf wieder aufgehoben worden, aber laut Medienberichten brach schließlich doch eine meterhohe Welle über die Küste von Sulawesi herein, richtete schwere Schäden an. Unter anderem wurde der Flughafen der Insel gesperrt.

Nach dem Erdbeben und Tsunami von Sulawesi bebte die Erde außerdem zweimal auf der Insel Sumba. Laut der US-Erdbebenwarte USGS seien die Beben am Morgen nahe der Insel Sumba aufgetreten. Das erste habe eine Stärke von 5,9 gehabt, das zweite eine Stärke von 6,0. Berichten der amtlichen Nachrichtenagentur Antara zufolge sei eine Brücke beschädigt worden. Die Regierung habe aufgrund der verheerenden Lage um internationale Hilfe gebeten. Die Erdbeben ereigneten sich etwa 1600 Kilometer südlich der Gegend auf der Insel Sulawesi, die am vergangenen Wochenende verwüstet worden war.

Wegen der Lage auf dem so genannten Pazifischen Feuerring ereignen sich in der Region häufiger Erdbeben. Im Jahr 2004 gab es ein besonders starkes Beben der Stärke 9,3 vor Sumatra. Durch den ausgelösten Tsunami kamen mehr als 200.000 Menschen ums Leben.

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