Rom, Mailand, Florenz, ...

Feinstaub-Alarm! Italiens Städte ergreifen drastische Maßnahmen

Turin Smog
Ein brauner Nebel hängt über Turin. Die lokalen Behörden haben die Autonutzung aufgrund der hohen Luftverschmutzung eingeschränkt.
Foto: dpa Picture Alliance

Dicke Luft in Italien. Rom, Turin, Mailand und Vicenza leiden seit Anfang des Jahres unter Dauer-Smog. Einige Städte greifen nun zu drastischen Maßnahmen.

Italiens Hauptstadt Rom hat Feinstaub-Alarm ausgelöst und ein striktes Diesel-Fahrverbot verhängt. Die Beschränkungen für private Fahrten in den Hauptverkehrszeiten galten in der regelmäßig verstopften Millionenstadt zunächst für Dienstag (14. Januar).

In zahlreichen Städten des Landes ist die schmutzige Luft seit Jahresbeginn ein Aufregerthema. Turin, Mailand, Bologna, Florenz – vielerorts gibt es Feinstaub-Warnungen und längere Einschränkungen für den Verkehr.

Öffentliche Verkehrsmittel nehmen

Bürgermeisterin Virginia Raggi hatte schon am Sonntag auf Facebook appelliert, auf Busse und Bahnen umzusteigen. Wenn sich die Abgaslage nicht bessere, sei das Diesel-Fahrverbot bis zur Abgasnorm Euro 6 unumgänglich. Man könne sich ein Auto mit Freunden und Kollegen teilen oder weniger heizen, schrieb sie. Viele Straßen Roms waren am Dienstag dennoch so voll wie sonst auch.

In Vicenza in der Region Venetien ergreifen die Stadtoberen bereits strengere Maßnahmen: Geschäfte, Bars und andere für die Öffentlichkeit zugängliche Stellen wurden angewiesen, ab Dienstag ihre Türen nicht mehr offen stehen zu lassen, wie die Nachrichtenagentur Ansa schrieb. Wer Wärme verschwendet und bei Kontrollen mit offener Tür erwischt wird, dem drohen demnach Strafen zwischen 25 und 500 Euro.

Venedig leidet unter Niedrigwasser

Wetterlage unverändert

Metrologen erwarten, dass die Wetterlage sich in weiten Teilen des Landes zunächst nicht ändert. Italiens Umweltschützer jedenfalls werden nicht müde, Verbote zu loben, aber auch mehr Konsequenz von Politik und Bürgern zu fordern.

In Deutschland sind die Diesel-Fahrverbote in einigen Städten nicht wegen einer hohen Feinstaubbelastung eingerichtet worden, sondern weil Grenzwerte für gesundheitsschädliches Stickstoffdioxid (NO2) überschritten wurden.