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Florenz verbietet Essen auf der Straße

Florenz
Florenz ist eine der am meisten besuchten Städte Italiens
Foto: Getty Images

In Florenz ist es ab sofort auf einigen Straßen und Plätzen verboten, zu bestimmten Zeiten Essen zu konsumieren. Wer sich nicht daran hält, muss mit hohen Geldstrafen rechnen.

Ein Sandwich auf die Hand, ein Eis oder ein Stück Pizza – für viele gehört es bei einem Städtetrip dazu, sich mit Leckereien zu stärken, während man durch die Straßen schlendert. Wer jedoch eine Reise nach Florenz plant, sollte sich künftig vorsehen: Dario Nardella, der Bürgermeister der toskanischen Stadt, hat eine Vorschrift erlassen, wonach das Essen auf dem Gehweg oder vor Geschäften ab sofort zwischen 12 und 15 Uhr sowie zwischen 18 und 22 Uhr nicht mehr erlaubt ist.

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„Touristen ohne Manieren“

Hintergrund dieser Entscheidung ist, dass sich Anwohner zuletzt immer wieder über zurückgelassenen Müll in den Straßen beschwert hatten. Dass das Verbot sich vor allem gegen  Touristen richtet, machte Bürgermeister Nardella in einem Post auf seiner Facebook-Seite deutlich. Darin schreibt er: „Es ist wichtig und richtig, dass viele Menschen unsere Stadt erleben und bewundern können, aber unter der Bedingung, dass sie sie auch respektieren.“ Einige Touristen hätten aber schlicht keine Manieren, und das dürfe man nicht tolerieren. Es handele sich bei dem Verbot nicht um eine Strafmaßnahme, sondern um eine konkrete Abschreckung.


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Aushänge mit den Vorschriften in Geschäften

Damit Besucher auch wissen, dass sie künftig nicht mehr auf der Straße essen dürfen, sollen die Geschäfte in den betroffenen Straßen laut Ansa gut sichtbar ein Plakat der Kommune aushängen, auf dem die neuen Vorschriften in englischer und italienischer Sprache nachzulesen sind. Das Essensverbot soll zunächst bis Januar 2019 gelten. Danach soll überprüft werden, wie effektiv die Maßnahme war, um dann über eine Fortführung zu entscheiden.

 

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