Droht ein Chaos?

Urlauber von Streik am Flughafen in Madrid betroffen

Madrid Flughafen
Das Sicherheitspersonal des Madrider Airports Barajas will in einen unbefristeten Streik treten
Foto: Getty Images

Wer mit dem Flieger nach Madrid reist, sollte sich auf längere Wartezeiten und Verspätungen einstellen. Die Gewerkschaft des Sicherheitspersonals hat für den Hauptstadtflughafen zum Streik aufgerufen.

, wie die zuständige Gewerkschaft ATES auf Twitter und Facebook mitteilte.

Mehr Zeit einplanen

Zuvor waren Verhandlungen mit dem Flughafenbetreiber Aena gescheitert. Passagieren werde geraten, möglichst früh zum Flughafen zu kommen, da bei den Sicherheitskontrollen nur ein Mindestdienst verrichtet werde, berichteten spanische Medien. Das Personal will mit dem Ausstand unter anderem bessere Arbeits- und Vertragsbedingungen erreichen.

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Zu Ostern könnte es in ganz Spanien zu einem Verkehrschaos kommen, nachdem das Flughafen-Bodenpersonal, die Piloten der Regionalfluggesellschaft Air Nostrum sowie die Lokführer der Bahngesellschaft Renfe ebenfalls zu Arbeitsniederlegungen aufgerufen haben. Die spanische Regierung hat aber bereits mitgeteilt, sie wolle versuchen, die Streiks noch abzuwenden und in allen Arbeitskonflikten zu vermitteln.

Die größten Sorgen bereitet der Aufruf der Gewerkschaften USO und UGT an die rund 60.000 Mitarbeiter des Bodenpersonals, die Arbeit am Ostersonntag (21. April) sowie am 24. April an allen Flughäfen des Landes niederzulegen. Damit würde nach Schätzungen bis zu fünf Millionen Urlaubern aus ganz Europa zu Ostern ein Flugchaos drohen.

Was können Urlauber tun?

Zunächst die schlechte Nachricht: Sie haben kein Anrecht auf eine Entschädigung, denn da ein Streik üblicherweise als außergewöhnlicher Umstand gilt, greifen die EU- Fluggastrechte nicht. Vor Ort sollten Sie nicht voreilig handeln. Torsten Richter von den Urlaubspiraten erklärt: „Oftmals ist es so, dass die betroffenen Airlines nicht genügend eigenes Personal vor Ort haben und überlastet oder überfordert sind mit der Menge der gestrandeten Passagiere. In solchen Fällen müssen die Gäste sich selbst versorgen. Bevor sie jedoch tatsächlich selbst tätig werden, sollten Passagiere unbedingt erst versuchen, das Problem über die Airline direkt zu lösen.“

Erst wenn das nicht möglich sei, sollten Passagiere selbst handeln und sich um Unterkunft und Verpflegung kümmern. Die Belege sollte man aufbewahren.