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Ekel-Alarm

Gefährliche Keime im Bodensee! Badeverbote wegen Klinik-Abwässern

Bodensee
Im Bodensee bei Friedrichshafen darf aktuell an verschiedenen Stellen nicht gebadet werden (Symbolfoto)Foto: Getty Images

Drei Tage lang floss wegen eines verstopften Ablaufbeckens Schmutzwasser ungeklärt in den Bodensee – daraufhin erkrankten 100 Badegäste zumindest vorübergehend. TRAVELBOOK hat bei der Stadt nachgefragt und sagt, wo baden jetzt verboten ist.

Eine Sprecherin der Stadt bestätigte auf TRAVELBOOK-Anfrage, dass es bislang 100 bekannte Krankheitsfälle gibt, die wohl mit diesem Vorfall im Zusammenhang stehen. „Wir können nicht ausschließen, dass Abwässer des Klinikums Friedrichshafen über das Regenüberlaufbecken RÜB4 in den Buchenbach gelangt sind.“

Bereits am 24. Juli hat die Stadt den Vorfall untersucht, wie es in einer Pressemitteilung heißt: „Aus dem Buchenbach floss zu diesem Zeitpunkt dunkles, schlecht riechendes Wasser in den Bodensee “, so Hans-Jörg Schraitle, Leiter des Amtes für Bürgerservice, Sicherheit und Ordnung der Stadt Friedrichshafen. Bei Gewässerproben seien daraufhin „E.coli  oder Enterokokken unterhalb der Grenzwerte nach EU-Badegewässerverordnung“ nachgewiesen worden. Aktuell gebe es noch keine Diagnose, um welche Erreger es sich konkret handele. „Die Experten des Gesundheitsamts des Landratsamtes gehen von einer bakteriellen und/oder viralen Belastung des Seewassers aus, deren Ursprung in der Verunreinigung mit Kanalisationswasser liegt.“

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Badeverbot bis Montag

Die Stadt hat daraufhin vorsorglich ein Badeverbot für betroffene Bereiche verhängt, unter anderem das Manzeller Freizeitgelände sowie das Frei- und Seebad Fischbach, bzw. bis zur Einmündung der Brunnisach im Hafen von Fischbach. Zudem sind Arztpraxen und Krankenhäuser auf die Situation hingewiesen und gebeten worden, weitere Verdachtsfälle „labordiagnostisch abklären zu lassen“. Auch die Wasserschutzpolizei und das Wasserwirtschaftsamt arbeiteten momentan an der Ursachenermittlung. Die Verstopfung des Beckens sei unterdessen wieder gelöst worden, die Feuerwehr habe zusätzlich dem Buchenbach Frischwasser zugeführt, um die Verunreinigung zu bekämpfen.

Das Badeverbot soll zunächst nur bis zum Montag, den 29. Juli gelten, danach werde man „in Abstimmung mit den beteiligten Behörden über das weitere Vorgehen entscheiden“. Tröstlich für die Betroffenen: Die Krankheitssymptome nach dem Baden waren laut Stadt nach einem Tag wieder verschwunden.

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