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Wegen insolventen Mutterkonzerns

Große Kreuzfahrt-Reederei ist pleite

Crystal Cruises
Die Crystal Serenity ist bereits auf den Bahamas an die Kette gelegt worden, da Treibstoff-Rechnungen nicht bezahlt werden konntenFoto: Crystal Cruises

Drei Hochsee- und fünf Flusskreuzfahrtschiffe kreuzten für die beliebte Luxus-Reederei Crystal Cruises. Doch damit soll nun Schluss sein. Im Januar meldete die US-amerikanische Reederei Insolvenz an. Zahlungsunfähigkeit statt Glamour-Kreuzfahrt-Flair – TRAVELBOOK kennt die Hintergründe der Pleite.

Gab die 1988 gegründete 5-Sterne-Luxus-Reederei Crystal Cruises noch Ende Januar bekannt, den Betrieb aufgrund großer Zahlungsschwierigkeiten bis einschließlich April einstellen zu müssen, steht die Reederei nun wohl vor dem endgültigen Pleite-Aus. Die Gläubigerbanken sind offenbar nicht mehr bereit, die Reorganisation zu finanzieren und wollen die Crystal-Schiffe verkaufen. Wenn sich kein Käufer für die Flotte findet, der auch die Marke Crystal Cruises übernimmt, bedeutet das wohl das Ende der Ultra-Luxus-Reederei.

Mitarbeiter sollen entlassen werden

Laut „Seatrade Cruise News“ werden nahezu alle Mitarbeiter von Crystal Cruises entlassen und der Reederei-Hauptsitz in Miami soll noch diese Woche schließen. Das Online-Portal „Cruisetricks“ berichtet unter Berufung auf das „Crew Center“, dass der Kapitän der Crystal Serenity seiner Crew bereits das Ende von Crystal Cruises verkündet hat – eine offizielle Stellungnahme der Reederei gibt es derzeit noch nicht. Der Großteil der Crew soll noch diese Woche von den Bahamas ausgeflogen werden. Dort liegt die Crystal Serenity bereits an der Kette, da Treibstoffrechnungen in Millionenhöhe nicht bezahlt werden konnten. Damit ist sie nicht das einzige stillgelegte Schiff der Flotte. Auch die Crystal Symphony wurde auf den Bahamas beschlagnahmt und festgesetzt.

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Pleite durch insolventen Mutterkonzern

Dass die Reederei Crystal Cruises nun pleite ist, ist der Zugehörigkeit zum Mutterkonzern Genting Hong Kong geschuldet. Der Konzern hatte am 18. Januar wegen Finanzproblemen Insolvenz beantragt. Neben der Crystal Cruises-Reederei gehören auch die Star Cruises und Dream Cruises zur Genting Hong Kong. Auch die MV Werften in Deutschland sind Teil sind des Konzerns – diese hatten bereits am 10. Januar Insolvenz angemeldet und damit den Domino-Effekt ausgelöst, wie das „Redaktionsnetzwerk Deutschland“ berichtete.

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