Wegen beengter Verhältnisse

Verschärfte Einreiseregeln für Helgoland bleiben bestehen

Helgoland
Helgoland-Besucher dürfen sich zuvor nicht in einem Risikogebiet aufgehalten haben. Es sei denn, sie können eine Isolierungsmöglichkeit nachweisen.
Foto: Foto: Marcus Brandt/dpa

Wer nach Helgoland will, muss mit dem Schiff anreisen. Doch wenn sich größere Gruppen an Bord befinden, kann es schon mal eng werden. In Corona-Zeiten birgt dies ein hohes Risiko. Helgoland besteht daher auf besonders strikte Einreisebeschränkungen.

Die Insel Helgoland bleibt für Menschen, die sich kurz zuvor in einem Risikogebiet aufhielten, weiterhin tabu. Die entsprechende Allgemeinverfügung des Kreises Pinneberg werde bis zum 4. Oktober verlängert, teilte das Landratsamt mit.

Wer sich innerhalb von 14 Tagen vor dem Besuch in einem Risikogebiet aufgehalten hat, darf nicht auf die Nordseeinsel kommen. Eine Ausnahme gilt für Besucher, die eine Isolierungsmöglichkeit nachweisen können. Sie müssen weiter ein Einreisedokument ausfüllen.

Besondere Rolle von Helgoland während Corona

Die Lage von Helgoland als Hochseeinsel spiele während der Corona-Epidemie eine besondere Rolle, weil die Anreise vor allem per Schiff erfolge und sich der Umstand eines langen Aufenthaltes von großen Gruppen in geschlossenen Räumen genauso Risiko-erhöhend auswirke wie das Betreten und Verlassen des Schiffes.

Rückkehr aus einem Corona-Risikogebiet – die neuen Regelungen

Auch der Aufenthalt auf der Insel sei wegen der beengten Verhältnisse – enge Straßen, kleine Geschäfte und Restaurants – gefährdend. Weiter hieß es: „Die Folgen einer Infektionsausbreitung auf der Insel sind deutlich gravierender als auf dem Festland, weil die Kapazitäten der Intensivmedizin auf Helgoland nur in einem eingeschränkten Umfang verfügbar und für eine große Anzahl von schwer erkrankten Personen nicht ausgelegt sind.“