Rolle rückwärts?

Indonesien prüft Schließung von „Dracheninsel“ Komodo

Ein Komodowaran im Komodo Island Nationalpark
Ein Komodowaran im Komodo Island Nationalpark
Foto: Getty Images

Zum Schutz der „letzten Drachen der Welt“ wurde Anfang April verkündet, dass die indonesische Regierung im Jahr 2020 keine Touristen auf die Insel Komodo lassen werde. Die Insel ist das zu Hause der seltenen Komodowarane. Nun soll die angekündigte Schließung der Waran-Insel Komodo noch einmal überprüft werden.

Die Zentralregierung in Jakarta stellte klar, dass die letzte Entscheidung über eine Schließung beim Umweltministerium liege. „Das ist ein komplexes Thema. Es kann nicht allein von der örtlichen Regierung entschieden werden“, sagte ein Sprecher, wie mehrere Medien unter Berufung auf die Deutsche Presse Agentur berichteten. Die Provinzregierung will die Insel schließen, um den Waranen Zeit zur Erholung zu geben, und auch, um neue Bäume anzupflanzen.

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Aggressive Inselbewohner

Die Tiere werden bis zu drei Meter lang und mehr als 70 Kilogramm schwer. Wegen ihres finsteren Erscheinungsbilds werden sie auch Komodo-Drachen genannt. Insgesamt sind auf der Insel etwa 5000 Warane zu Hause. Sie haben den Ruf, ziemlich aggressiv zu sein. Angriffe auf Menschen sind jedoch selten. Derzeit kommen pro Monat etwa 10.000 Besucher auf die Insel. Die Schließung soll unter anderem dazu genutzt werden, neue Bäume anzupflanzen.

 

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