Norwegian Pearl

Tausende Passagiere auf kaputtem Kreuzfahrtschiff unterwegs

Norwegian Pearl
Das Kreuzfahrtschiff Norwegian Pearl hat technische Probleme
Foto: Getty Images

Das Kreuzfahrtschiff Norwegian Pearl hat technische Probleme und liegt deswegen im Hafen von Barcelona. Dabei sollte es schon längst auf dem Rückweg nach Rom sein. Nicht nur die aktuellen Passagiere auf dem Schiff sind verärgert, auch die der anschließenden Reise – denn diese wurde kurzfristig komplett abgesagt.

Als die Norwegian Pearl am 22. Juni in Amsterdam ablegte, war die Welt für alle an Bord noch in Ordnung. Jetzt aber ist klar:

Zwei Stopps ausgelassen

Schon unterwegs tauchten die Probleme auf. Wie den Gästen auf dem Kreuzfahrtschiff mitgeteilt wurde, mussten die Stopps in Palma de Mallorca und Monaco ausfallen. Grund dafür seien mechanische Probleme des Schiffs. Ein Sprecher sagte der britischen Zeitung „The Sun“: „Die mechanischen Probleme bedingen, dass das Schiff mit reduzierter Geschwindigkeit fährt.“ Und weiter heißt es: „Deshalb stoppte das Schiff nicht in Palma auf Mallorca und fuhrt stattdessen direkt nach Barcelona in Spanien, wo die Mechanik weiter untersucht wurde.“

Egal, ob die Passagiere noch nach Rom fahren oder schon in Barcelona die Heimreise antreten, alle bekommen 50 Prozent ihres Reisepreises in bar erstattet sowie einen 50-Prozent-Gutschein für ihre nächste Reise. „Wir helfen außerdem mit bis zu 300 Dollar (etwa 265 Euro, Anm. d., Red.) aus bei Flug-Änderungs-Gebühren“, sagt der Sprecher der Zeitung.

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Einige Passagiere haben auf Twitter ihrem Ärger Luft gemacht und berichten von kaum vorhandener Kommunikation auf dem Schiff.

Kurzfristige Absage der nächsten Kreuzfahrt

Doch es kommt noch schlimmer für die Reederei und Passagiere: Denn die geplante anschließende Kreuzfahrt, die am 5. Juli in Rom starten sollte, wurde aufgrund der anstehenden Reparaturen abgesagt. Etwa 2400 Passagiere sind betroffen, und sie haben von der Absage erst drei Tage vor dem Start erfahren! Sie bekommen, versicherte der Sprecher, 100 Prozent ihres Geldes zurück und einen 100-Prozent-Gutschein für eine kommende Reise, gemessen am bezahlten Preis für die ausgefallene Reise. Auch die Gäste, die erst in Rom zusteigen sollten, unterstützt die Reederei bei möglichen Umbuchungen von Flügen.

„Es tut uns wirklich sehr leid für die Enttäuschungen und Umstände, die unsere Gäste erfahren mussten in Folge dieser unvorhergesehenen Mechanik-Situation“, wird der Sprecher in „The Sun“ zitiert.