Wetterdienst warnt

Auf Mallorca drohen wieder heftige Regenfälle!

Mallorca Unwetter
Auf Mallorca drohen erneut schwere Regenfälle (Symbolbild)
Foto: dpa Picture Alliance

Nach dem verheerenden Unwetter mit mehreren Toten in der vergangene Woche drohen auf Mallorca nun erneut heftige Regenfälle. Der lokale Wetterdienst gab eine entsprechende Warnung heraus.

Wie die „Mallorca Zeitung“ berichtet, hat der spanische Wetterdienst Aemet für Donnerstag die Warnstufe Gelb für Mallorca ausgegeben. Demnach soll es auf der gesamten Insel zu starken Regenfällen kommen.

Teilweise könnten dem Wetterexperte zufolge im Osten Spaniens wieder bis zu 200 Liter Regen pro Quadratmeter vom Himmel kommen. Das könne zu neuen Überschwemmungen führen.

Auch am Freitag und am Wochenende ist laut „Mallorca Zeitung“ keine Wetterbesserung in Sicht. Vor allem am Freitagvormittag könne es erneut zu Unwettern kommen.

Kind wurde nach Unwetter tot gefunden

Infolge des Unwetters vergangene Woche mit sintflutartigem Regen und starken Überschwemmungen waren auf Mallorca mindestens zwölf Menschen ums Leben gekommen, darunter auch ein deutsches Ehepaar und ein Journalist aus Deutschland. Innerhalb von nur zwei Stunden waren mehr als 230 Liter Wasser pro Quadratmeter vom Himmel gestürzt. Straßen verwandelten sich in Flüsse, Wassermassen rissen Autos und Gegenstände mit sich. Ein Kind, das mehrere Tage lang vermisst worden war, wurde jetzt tot im Kreisverkehr von Sant Llorenç gefunden.

Kann ich meinen Mallorca-Urlaub jetzt stornieren?

, auf Nachfrage von TRAVELBOOK. Allerdings handele es sich dabei um eine freiwillige Leistung. „Einen gesetzlichen Anspruch haben nur diejenigen Pauschalreisenden, für die die Reise aktuell nicht mehr zumutbar ist“, so Bartholl weiter. Mit Ausnahme des Katastrophengebiets im Osten Mallorcas seien nach Einschätzung des Rechtsanwalts jedoch die meisten Urlauber auf Mallorca aktuell nicht so stark betroffen, dass ihnen ein weiterer Aufenthalt auf der Insel nicht zuzumuten sei.

„Unter bestimmten Voraussetzungen können Pauschalurlauber von ihrem Reiseveranstalter verlangen, früher als geplant nach Hause zu fliegen, zum Beispiel wenn im Zuge des Unwetters akute gesundheitliche Gefahren bestehen oder das Hotel beschädigt ist und es keine Ersatzunterkunft gibt“, teilt auch das Fluggastrechte-Portal Flightright auf Nachfrage von TRAVELBOOK mit. Bei einer ernsten Bedrohungslage sei der Reiseveranstalter also in der Pflicht, die frühzeitige Rückreise zu organisieren, ohne dass dem Reisenden Mehrkosten entstehen.

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Keine kostenlosen Umbuchungen bei Individualreisen

Anders als Pauschalurlauber haben Individualreisende, die ihren Flug und ihre Unterkunft selbst gebucht haben, bei einem vorzeitigen Reiseabbruch aufgrund der oben genannten Umstände keinen gesetzlichen Anspruch auf kostenlose Umbuchungen. „Nach dem Luftbeförderungsvertrag sind die Fluggesellschaften dazu nicht verpflichtet“, sagt Bartholl. Bei individuell gebuchten Ferienunterkünften, die durch das Unwetter eventuell beschädigt wurden, gelten die Bedingungen des jeweiligen Mietvertrags.

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Vier Straßen bis auf Weiteres gesperrt

Inzwischen haben auf Mallorca die Aufräumarbeiten begonnen. Vier Straßen bleiben bis auf Weiteres gesperrt, berichtet das „Mallorca Magazin“. Dabei handele es sich um die Ma-12 von Son Serra de Marina Richtung Colònia de Sant Pere und Artà, die Ma-4023 zwischen Son Servera und Porto Cristo, die Ma-4041 von Artà nach s’Era de Pula und die Ma-4042 Artà-Canyamel.

Über den aktuellen Stand der Straßensperrungen informiert eine Karte des Inselrats.

 

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