Stauseen deutlich geschrumpft

Auf Mallorca wird das Wasser immer knapper

Stausee Mallorca Wasserknappheit
Der Stausee Gorg Blau mit niedrigem Wasserstand. Dieses Foto stammt aus dem Jahr 2016, wo die Situation der Wasserknappheit auf Mallorca besonders kritisch war.
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Auf Mallorca ist es heiß und trocken. Die Millionen Feriengäste, die auf der Baleareninsel Urlaub machen, dürfte das eigentlich freuen. Doch die Hitzewelle hat auch ihre Schattenseiten: Es gab bereits einige Waldbrände, und das Wasser auf der Insel wird zunehmend knapp.

Wie die lokale „Mallorca Zeitung“ schreibt, sind die beiden Stauseen Gorg Blau und Cúber im Tramuntana-Gebirge im Westen der Insel bereits deutlich geschrumpft. Der Wasserstand sei beinahe genauso niedrig wie bei der starken Dürre, von der Mallorca im Jahr 2016 betroffen war, heißt es weiter.

Ganz so kritisch wie vor drei Jahren sei die Situation bislang aber noch nicht, vielmehr habe das balearische Wasserwirtschaftsamt mit seinem jüngsten Trockenheitsbericht eine weitere „Vorwarnung“ für viele Gemeinden auf Mallorca herausgegeben, weil es seit Monaten unterdurchschnittlich wenig regnet.

Bürger müssen Wasserverbrauch einschränken

Viele Gemeinden haben angesichts der anhaltenden Trockenheit bereits vor Wochen Maßnahmen zum Wassersparen ergriffen. So hatte das Rathaus des Dorfes Deià Mitte Juli seine Bürger dazu aufgerufen, den Wasserverbrauch stark einzuschränken. In einem Schreiben an alle Einwohner sind konkrete Maßnahmen aufgelistet. So dürfen etwa Pools nicht mehr befüllt oder Gärten bewässert werden. Schon seit Jahren muss die Gemeinde während der Hochsaison zusätzliches Trinkwasser mit Tankwagen nach Deià transportieren, weil sich die Zahl der Menschen im Ort von 400 auf mehr als 2000 erhöht.

Laut „Mallorca Zeitung“ dürfen in der Gemeinde Selva die Fincas außerhalb von Ortskernen seit vergangener Woche gar kein Wasser mehr verbrauchen. Es sei zu vermuten, dass weitere Gemeinden nachziehen würden.

Deià Mallorca

Das Künstlerdorf Deià hatte als erste Gemeinde auf Mallorca in diesem Jahr den Wasserverbrauch eingeschränkt
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Erste Waldbrände auf Mallorca

Die Hitzewelle verschärft auch die Gefahr von Waldbränden. Bereits im Juli waren an mehreren Orten auf der Insel Feuer ausgebrochen. So hatte etwa ein großer Brand im Gebiet von Cala Tuent an der Nordwestküste rund 50 Hektar Wald zerstört. Auch auf der Landzunge Formentor im Nordosten, bei Sant Elm im Südwesten und im Tramuntana-Gebirge hatte es gebrannt.

Am  Mittwoch (14. August) brach am beliebten Naturstrand Es Trenc ein Waldbrand aus. Das Feuer, das sich in einem Kiefernwald bei Ses Covetes ausbreitete, konnte mit Hilfe von Löschfahrzeugen und Hubschraubern etwa eine Stunde später unter Kontrolle gebracht werden, schreibt die „Mallorca Zeitung“. Laut der Naturbehörde Ibanat waren etwa ein Viertel Hektar des Kiefernwalds von dem Brand betroffen. Zum Zeitpunkt des Feuers hätten sich Hunderte Badeurlauber und Einheimische am Es-Trenc-Strand befunden. Jene, die sich den Flammen zu weit genährt hatten, seien von Rettungsschwimmern in Sicherheit gebracht worden.

Hitzewelle soll weiter anhalten