Bauern in Sorge

Mandelblüte auf Mallorca hat schon begonnen

Mandelblüte Mallorca
Auf Mallorca hat die Mandelblüte 2020 in vielen Regionen deutlich früher begonnen als gewöhnlich
Foto: dpa Picture Alliance

Mallorca verzeichnet zur Zeit höhere Temperaturen als im Januar üblich. Das lässt die Mandelblüte deutlich früher einsetzen. Nicht alle können sich über den schönen Anblick freuen.

Auf Mallorca hat die Mandelblüte 2020 in vielen Regionen deutlich früher begonnen als gewöhnlich. Die weiß-rosa Pracht kann normalerweise erst ab Ende Januar bewundert werden.

 

Mildes Winterklima

Grund für die vorgezogene Blütezeit sind die ungewohnt hohen Temperaturen, die Spaniens Wetterdienst zufolge im Dezember auf Mallorca herrschten: Im Osten der Insel verzeichnete die Ortschaft Artà am ersten Weihnachtstag eine Rekordtemperatur von 23,1 Grad.

Derzeit gibt es auf Mallorca rund zwei Millionen Mandelbäume. Neben den drohenden Frostschäden bereiten den Landwirten aber auch die Auswirkungen des Feuerbakteriums „Xylella Fastidiosa“ Kopfzerbrechen. Der Erreger, der in Italien 2015 zu einem massiven Olivenbaumsterben geführt hatte, wurde Ende 2016 auch auf Mallorca identifiziert – und hat neben Olivenbäume auch Weinreben und Mandelbäume befallen.

Wie ist das Wetter zurzeit auf Mallorca?

Neue Sorten wären besser

Dem örtlichen Landwirtschaftsministerium zufolge fielen bisher vor allem alte und schlecht gepflegte Bäume dem Bakterium zum Opfer. Wie ein Sprecher am Mittwoch der Deutschen Presse-Agentur sagte, sind in erster Linie einheimische Sorten betroffen. Diese hätten nie eine Resistenz gegen die von außen eingeschleppte Krankheit entwickeln können.

Von Behördenseite aus empfehle man den Bauern deshalb die Einführung neuer Sorten. „Diese sind nicht nur resistenter gegenüber dem Bakterium, sondern blühen auch erst Ende Februar bis Anfang März, wenn die Frostgefahr vorüber ist“, so der Sprecher.

Ein Ende der Postkartenidylle droht übrigens trotz Feuerbakteriums und Klimawandels nicht: Die Zahl der Mandelbaum-Neupflanzungen bleibt auch dank Geldern aus der Touristensteuer zumindest derzeit stabil.

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