Touristensteuer

Neuseeland verlangt ab Oktober eine Eintrittsgebühr

Milford Sound Neuseeland
Zwei junge Frauen paddeln auf dem Milford Sound im Süden Neuseelands
Foto: Getty Images

Neuseeland wird als Reiseziel immer beliebter. Der Tourismus ist zwar gut für die Wirtschaft des Landes, belastet aber auch Infrastrukturen. Daher plant die Regierung nun entsprechende Maßnahmen.

Das teilte das Umwelt- und Tourismusministerium in Rotorua mit. Das Land rechnet mit Mehreinnahmen von 47 Millionen Euro pro Jahr. Das Geld soll in den Schutz der Umwelt fließen. Auch in das nationale Erbe soll mit einem Teil des Geldes investiert werden.

Auch Visa könnten teurer werden

Schon im vergangenen Jahr war die Rede von dieser neuen Eintrittsgebühr für Touristen. Der neuseeländische Tourismusminister Kelvin Davis hatte das Vorhaben bei der Vorstellung eines Entwurfes für neue Einreiseregelungen präsentiert. Auch die Gebühren für Studenten- und Arbeitsvisa könnten demnach steigen.

Welches Visum brauche ich für Neuseeland?

„Mit dem Erfolg kommt auch Belastung“

„Neuseeland ist ein außergewöhnliches Ziel für Touristen“, teilte Davis mit. Die Zahl der Urlauber steige stetig. „Aber mit dem Erfolg kommt auch Belastung“, fügte er hinzu.

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Die Tourismusbranche in dem Land boomt: 2018 machten 3,8 Millionen Menschen in Neuseeland Urlaub, das selbst nur eine Einwohnerzahl von 4,9 Millionen Menschen hat. 101.000 von ihnen kamen aus Deutschland. Im Jahr 2024 wird mit 5,1 Millionen Touristen gerechnet. Damit steigen auch die Kosten für die öffentliche Infrastruktur, sagte Davis. Einige Regionen bräuchten dringend Mittel, um etwa neue Parkplätze und Toiletten zu finanzieren.

Auch die Kosten für die Beantragung von Visa sollen nach dem neuen Entwurf steigen: Für ein Arbeitsvisum um 54 Prozent und für ein Studentenvisum um 6,5 Prozent.

 

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