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Seltenes Naturschauspiel

Niagara-Fälle bezaubern mit Eis-Formationen

Glitzernde Eis-Skulpturen in verschiedensten Formen haben die Niagarafälle an der Grenze der USA zu Kanada zu einem wahren Winterwunderland gemacht. Doch auch wenn es so scheint: Wirklich zugefroren sind die Wasserfälle nicht.

Urlauber aus Kanada und den USA sind aktuell begeistert, wenn sie den Niagara-Nationalpark besuchen. Der Grund: Es scheint, als wären die weltberühmten Niagarafälle zugefroren. Durch die enormen Minustemperaturen gefriert nämlich der aufsteigende Sprühnebel der Wasserfälle und legt sich als Eis über alles, was die Fälle umgibt.

Gut zuerkennen ist, dass sich das Wasser der Niagarafälle teilweise an den Wänden absetzt und dort zu Eis gefriert
Gut zuerkennen ist, dass sich das Wasser der Niagarafälle teilweise an den Wänden absetzt und dort zu Eis gefriertFoto: REUTERS/Lindsay DeDario

So kommt es, dass Äste von Bäumen und Geländer komplett mit einer Eisschicht überzogen sind. Im Nationalpark finden sich zudem zahlreiche faszinierende Eisskulpturen. Doch auch wenn es auf den ersten Blick vielleicht so aussieht, als wären die Niagarafälle komplett zugefroren – so ist es nicht.

Auch interessant: USA oder Kanada – von welcher Seite sollte ich mir die Niagarafälle angucken?

Ein eisiges Highlight

„Als ich 2018 nach Toronto gereist bin, musste ich natürlich auch einen Abstecher zu den Niagarafällen machen. Es war Anfang März und wirklich ziemlich kalt, ich erinnere mich daran, dass die Temperatur an keinem Tag über null Grad stieg. Dennoch hatte ich, nachdem ich tagelang in der Millionemetropole Toronto unterwegs gewesen war, nicht mit dem Winterwunderland an den Niagarafällen gerechnet. Die Kombination aus den gigantischen Wassermengen, die in die Tiefe stürzen, und den zauberhaften Eis-Skulpturen, die sich an den Seiten bilden, während der Wassernebel wie Schnee hinabfällt – es war einfach unglaublich und ist eines der Erlebnisse, die ich vermutlich mein Leben lang nicht vergessen werde.“ – Larissa Königs

Niagarafälle sind nur ein einziges Mal komplett zugefroren

An den Niagarafällen stürzt der gleichnamige Niagara River, der die gigantischen Gewässer Ontariosee und Eriesee miteinander verbindet, 57 Meter in die Tiefe. Dabei fließen im Schnitt 3160 Tonnen Wasser pro Sekunde die Wasserfälle hinab. Bei diesen Massen ist es kaum verwunderlich, dass es technisch eigentlich unmöglich ist, dass die Niagarafälle komplett zufrieren. Allerdings gab es 1936 einen so kalten Winter, dass zumindest große Teile der Fälle eingefroren waren, wie der „Kurier“ berichtet.

Ob komplett oder nur teils zugefroren – die Besucher der Niagarafälle sind über das Winterwunderland begeistert
Ob komplett oder nur teils zugefroren – die Besucher der Niagarafälle sind über das Winterwunderland begeistertFoto: REUTERS/Lindsay DeDario

Außerdem gab es im März 1848 die Situation, dass die Niagarafälle zufroren – allerdings hauptsächlich deswegen, weil ihre Wasserzufuhr gestoppt war. Damals fror nämlich der Wasser gebende Eriesee zu und durch den Eisdamm konnte kein Wasser mehr in die Niagarafälle fließen. Deren „Reste“ froren daraufhin komplett ein, wie „Golfnews“ berichtet.

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