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Fertigstellung 2027 geplant

Wie Notre-Dame nach dem Wiederaufbau aussehen soll  

Notre-Dame
Notre-Dame wurde bei einem Brand 2019 schwer beschädigt – nun gibt es neue Pläne, wie die Kathedrale nach dem Wiederaufbau aussehen sollFoto: Getty Images

Nach dem verheerenden Brand, der die weltberühmte Kathedrale Notre-Dame im Frühjahr 2019 schwer beschädigte, laufen seit Monaten die Aufbauarbeiten. Die Planung sieht jedoch keinen originalgetreuen Neubau vor, sondern auch einige Modernisierungen, die bereits auf massiven Gegenwind stießen. Nun zeigen Renderings, wie die „neue“ Notre Dame aussehen soll.

Im März 2019 gingen die Bilder der brennenden Kirche Notre-Dame um die Welt. Der Brand wurde versehentlich ausgelöst und beschädigte die Kathedrale, die eines der Wahrzeichen von Paris ist, schwer. Neben dem Dachstuhl wurde auch der Innenbereich zu großen Teilen zerstört. Die Anteilnahme war groß, mehr als eine Milliarde Euro wurden gespendet und schnell begann man mit dem Wiederaufbau von Notre-Dame. Dabei wurde entschieden, das Äußere nahezu identisch nachzubauen. Doch einige Änderungen soll es bei der Bepflanzung und auch im Innenbereich durchaus geben. Das zeigen auch neue Entwürfe.

So soll Notre-Dame nach dem Wiederaufbau aussehen

Der neue Außenbereich der Notre-Dame von der Seine aus gesehen
Der neue Außenbereich der Notre-Dame von der Seine aus gesehenFoto: Studio Alma pour le Groupement BBS

In einem Wettbewerb zur Neugestaltung von Notre-Dame gewann der Entwurf des Architekten Bas Smets. Der Belgier legte in eben jenem vor allem einen Fokus auf die Begrünung des Außenplatzes, der 30 Prozent mehr Bepflanzung als vor der Brandkatastrophe aufweisen sollen. So soll der bestehende Baumbestand um 131 weitere Bäume erweitert werden und auf der Rückseite der Kathedrale eine große Rasenfläche entstehen. Der neu begrünte Vorplatz soll zudem als Warteplatz für die zu erwartenden Massen an Touristen dienen.

Unter ihm befindet sich ein weiteres Highlight der neuen Entwürfe: Hier soll ein altes Parkhaus zu einem neuen Besucherzentrum umgebaut werden, in dem es Schließfächer, Toiletten und eine „Museumsinfrastruktur“ geben soll, wie WELT berichtet. Über einen Aufgang soll man zur Krypta von Notre-Dame kommen. Schon länger bekannt ist, dass es eine neue Besucherführung in der Notre-Dame geben soll. Gläubigen und Touristen, die nicht aus dem Besucherzentrum kommen, sollen durch die Haupt-, statt wie bislang durch die Seitentür eintreten.

Das Besucherzentrum in einem alten Parkhaus ist eher minimalistisch
Das Besucherzentrum in einem alten Parkhaus ist eher minimalistischFoto: Jeudi Wang pour le Groupement BBS

Ebenfalls angedacht ist es, statt alten auch zeitgenössische Bilder anzubringen, Bänke zu beleuchten und beweglich zu gestalten und sogar eine Videoprojektion mit Bibelzitaten in verschiedenen Sprachen zu installieren.

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Wie die „neue“ Notre-Dame ankommt

Die neue Bepflanzung rund um den Vorplatz der weltberühmten Kirche sowie die aktuellen Entwürfe des Belgiers Bas Smets sorgen im Allgemeinen für Begeisterung. So wird unter dem entsprechenden Instagram-Beitrag des Architekten gesagt, die Entwürfe seien „wunderschön“ und „monumental“.

Es gibt jedoch auch Kritik an den Wiederaufbau-Plänen, vor allem was die Multimedia-Gestaltung und den Innenbereich angeht. Notre-Dame werde zu einem „Disneyland“ gemacht, die Pläne seien „grotesk“, sagte etwa der Journalist Stéphane Bern bereits im vergangenen Dezember in einem offenen Brief, den knapp 100 Intellektuelle und Kunsthistoriker unterzeichneten. Darin heißt es, Notre-Dame werde mit den Wiederaufbau-Plänen „auf ein Nichts reduziert“.

Ob die Pläne wirklich genauso umgesetzt werden, wie aktuell geplant, ist derzeit noch offen. Erst 2024 sollen die Tore der weltberühmten Kirche wieder eröffnen. Die komplette Sanierung und Fertigstellung der neuen Notre-Dame sind für 2027 geplant.

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