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Südlich von Los Angeles

Ölteppich verschmutzt Strand in Kalifornien

Strand in Kalifornien ist mit Ölteppich überzogen
Wer im Stadtzentrum von Los Angeles ins Auto steigt, kann den Huntington Beach in 45 Minuten erreichen. Foto: dpa picture alliance

Der Huntington Beach südlich von Los Angeles ist momentan für Touristen gesperrt. Grund dafür ist ein riesiger Ölteppich, der durch ein Leck in einer Pipeline verursacht wurde und zu einer Umweltkatastrophe im US-Bundesstaat Kalifornien führen könnte.

In der „Surf City“ wie Huntington Beach auch genannt wird, ist Wellenreiten momentan verboten. Auch entspannter Strandurlaub ist in der Stadt südlich von Los Angeles für Touristen gerade nicht möglich. Denn seit diesem Wochenende ist der Strand gesperrt. Und das aus gutem Grund: Ein 10 Kilometer langer Ölteppich erstreckt sich vor der Küste des Badeabschnitts. Verursacht wurde dieser von einem Leck in einer Pipeline. 

Ins Wasser vor Huntington Beach darf nun niemand mehr, aber auch Spaziergänger dürfen den Strand in Kalifornien nicht mehr betreten. Am Sonntag musste zudem eine Flugshow abgesagt werden, die tausende Schaulustige vom Strand aus beobachten wollten.

Ölteppich könnte zu Umweltkatastrophe in Kalifornien führen

475.000 Liter Öl sollen nach Angaben der Behörden bereits aus dem Leck ausgetreten sein. Obwohl versucht wird, den Schaden einzudämmen, leidet die Umwelt bereits immens. Schon am Sonntag sind Ölklumpen und tote Tiere am Huntington Beach angeschwemmt worden. Das teilte die Aufsichtsbehörde von Orange County auf Twitter mit. „Die Auswirkungen auf die Umwelt sind unumkehrbar“, heißt es dort. Um bedrohte Feuchtgebiete vor der Verseuchung zu retten, haben lokale Einsatzteams nun Barrieren ausgelegt. Auch Freiwillige sollen bald helfen können, den Strand zu säubern.

Ölteppich Kalifornien Huntington Beach
Schwimmende Barrieren sollen verhindern, dass sich der Ölteppich weiter ausbreitetFoto: dpa picture alliance

Ursache des Übels ist nach Angaben der Bezirksabgeordneten Katrina Foley eine Ölplattform, die sich rund 14 Kilometer vor Long Beach, einer Küstenstadt nördlich von Huntington Beach, befindet. Das Leck soll an der Pipeline entstanden sein, die von der Küste zu der Offshore-Ölplattform führte. Die Pipeline sei seit Samstag vorübergehend stillgelegt worden, seitdem sei kein Öl mehr ausgetreten, beteuert Firmenchef Martyn Willsher. Fest steht, dass man in Kalifornien noch lange mit den Auswirkungen des Ölteppichs auf die Natur zu kämpfen haben wird.

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