Rückführung wegen Coronakrise

Österreicher wollen lieber am Strand liegen, als zurück in die Heimat zu reisen

Flugzeuge von Austrian Airlines stehen am Flughafen Wien
Flugzeuge von Austrian Airlines stehen am Flughafen Wien
Foto: Getty Images

Auch in Österreich sind schon die ersten Rückführungsaktionen angelaufen. Mehr als 3500 Touristen sollen aufgrund der Coronakrise in den nächsten Tagen in ihr Heimatland zurückgebracht werden. Eigentlich eine gute Sache – doch das sehen einige Urlauber scheinbar anders...

Nicht alle Reisende, die aktuell wegen der Coronakrise im Ausland festsitzen, wollen auch wieder in die Heimat zurück. Das gilt zumindest für einige Österreicher, wie das dortige Außenministerium bekannt gab. Das will zusammen mit der Fluggesellschaft Austrian Airlines eigentlich die österreichischen Urlauber zurück ins Land holen.

Doch „einige Touristen wollen ihre Trekking-Tour fortsetzen oder noch ein paar Tage am Strand verbringen und sagen dann Not-Flüge wieder ab und möchten eine Woche später zurückfliegen“, wie der österreichische Außenminister Alexander Schallenberg der österreichischen Tageszeitung „Heute“ mitteilte.

„Außenministerium ist kein Reisebüro“

Tatsächlich sei es sogar so, dass Personen erst vor einigen Tagen eine Reise angetreten hätten. Sehr zum Ärger des Außenministers. Schallenberg sagte „Heute“: „. Ich kann nicht garantieren, dass wir alle zurückholen können.“

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Niemand wisse, wie lange es diese Rückholaktion geben werde, da immer mehr Grenzen und Flughäfen geschlossen würden und immer mehr Fluglinien ihren Betrieb einstellen. Man solle daher ein „Mindestmaß an Eigeninitiative“ zeigen.

 

Rückholaktionen auch in Deutschland

Auch in Deutschland laufen seit vergangener Woche die Rückholaktionen für deutsche Touristen, die wegen der Coronakrise im Ausland festsitzen. „Wir werden wahrscheinlich in den nächsten Tagen pro Tag um die 10.000 Menschen nach Deutschland zurückbringen können“, sagte der deutsche Außenminister Heiko Maas der ARD.

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