Oktoberfest

Zum ersten Mal knackt die Wiesn-Maß die 11-Euro-Grenze

Oktoberfest
Besucher des Oktoberfests müssen für ein Maß Bier in diesem Jahr über 11 Euro bezahlen.
Foto: Marc Müller

Der steigende Bierpreis auf dem Münchner Oktoberfest ist jedes Jahr ein Politikum. Immerhin: Es gibt auch Getränke, die sogar billiger werden.

Starke Anhebung

In der Spitze müssen die Gäste 55 Cent mehr hinlegen – in der Regel war der Maßpreis in den Vorjahren um etwa 25 bis 30 Cent gestiegen. Hauptgrund für die vergleichsweise starke Anhebung ist die höhere Umsatzpacht, die die Wirte an die Stadt zahlen müssen. Sie steige im Vergleich zum Vorjahr sogar um 53 Prozent, sagte Wirtesprecher Peter Inselkammer. „Die Erhöhung ist dieses Jahr der Hauptkostenfaktor für uns alle.“ Die Umsatzpacht war 2017 eingeführt worden, um die erhöhten Sicherheitskosten wegen der Terrorgefahr zu decken und bedeutet für die Wirte erhebliche Mehrkosten gegenüber der früheren Standgebühr.

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Was günstiger wird

Dennoch bleiben die Durchschnittspreise der alkoholfreien Getränke bei der Wiesn 2018 in etwa auf Vorjahresniveau – oder sinken sogar. Ein Liter Tafelwasser kostet im Durchschnitt 8,72 Euro (Vorjahr 8,73 Euro) und Limonade 9,27 Euro (9,55 Euro); Spezi wird mit 9,80 Euro (9,64 Euro) nur wenig teurer. Damit wollten die Wirte auch ein Zeichen für Familienfreundlichkeit setzen, erklärte Inselkammer.

Die Getränkepreise werden nicht von der Stadt festgelegt. Sie prüft als Veranstalterin nur, ob die von den Wirten geplanten Preise angemessen sind, und vergleicht sie dazu mit Gastronomiebetrieben im Stadtgebiet.

Das Oktoberfestbier wird speziell für die Wiesn gebraut. Es hat mehr Stammwürze und einen höheren Alkoholgehalt als andere helle Biere.