Mit Wohnungen und Einkaufszentrum

Palma de Mallorca soll neuen Stadtteil bekommen

Palma de Mallorca
Blick auf Palma de Mallorca und den Hafen. Im Nordwesten der Stadt sollen neue Wohnhäuser und ein Einkaufszentrum entstehen.
Foto: Getty Images

In Palma de Mallorca wird der Wohnraum für Einheimische immer knapper und teurer. Auch, weil viele Wohnungen an Feriengäste vermietet werden. Ein neuer Stadtteil, der im Nordwesten der Stadt geplant ist, könnte die Lage entspannen.

Wie die „Mallorca Zeitung“ berichtet, gibt es die Pläne für ein neues Wohnviertel am Rande von Palma schon seit mehr als 20 Jahren, wurden aber letztlich nie realisiert. Nun ist dem Bericht zufolge wieder Bewegung in das Vorhaben gekommen. Entstehen soll das neue Viertel am nordwestlichen Stadtrand auf dem Gebiet eines zurzeit bewaldeten, 23 Hektar großen Finca-Grundstücks. Der rot umrandete Bereich auf der Karte zeigt die ungefähre Lage:

Neben vielen Bäumen befinden sich in dem Bereich auch die Ruinen eines Amphi­theaters aus dem späten 19. Jahrhundert, in dem noch vor einigen Jahrzehnten Stierkämpfe stattgefunden haben.

Wohnhäuser und ein Einkaufszentrum

Wie die „Mallorca Zeitung“ weiter schreibt, sind aber längst nicht alle mit den neuen Bebauungsplänen einverstanden. Mehrere Anwohner haben sich demnach zu Nachbarschaftsvereinen zusammengeschlossen und kämpfen dafür, dass das Gebiet nicht bebaut, sondern zu einem Naherholungsgebiet umgewandelt wird und das alte Amphitheater erhalten bleibt.

Protestmarsch gegen das neue Stadtviertel

Bei einem Protestmarsch Anfang März durch das Waldgebiet haben die Projektgegner ihren Ärger mit Plakaten zum Ausdruck gebracht; auch eine Unterschriftensammlung wurde gestartet, wie auf der gemeinsamen Facebook-Seite der Nachbarschaftsvereine nachzulesen ist.


Ob das neue Stadtviertel tatsächlich realisiert wird, ist derzeit noch unklar. Die Stadt Palma hat sich laut „Mallorca Zeitung“ eher zögerlich zu dem Vorhaben geäußert. Man wolle nach Möglichkeiten versuchen, „schwerwiegende Eingriffe in die Landschaft“ zu vermeiden.

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